Deutschland, Automobilindustrie

Fast alle Marken senken CO2-Ausstoß in Deutschland deutlich

17.01.2026 - 04:00:22

Die 2025 zugelassenen Neuwagen stießen im Schnitt nominell ein Neuntel weniger Kohlendioxid aus als 2024. Viele große Marken sparten noch mehr ein. Es gibt aber prominente Ausnahmen.

Die im vergangenen Jahr in Deutschland neu zugelassenen Autos stoßen deutlich weniger CO2 aus als die Neuwagen des Jahres 2024. Im Schnitt sank der nominelle Wert um 11,7 Prozent auf 105,8 Gramm pro Kilometer, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Bei vielen großen Marken lag der Rückgang sogar noch ein Stück höher. Das gilt aber nicht für alle Marken. 

So kann der deutsche Marktführer VW seinen CO2-Ausstoß im Schnitt um 14,5 Prozent auf 109 Gramm pro Kilometer senken. Bei der Nummer zwei Mercedes sind es dagegen nur 2,6 Prozent auf 118,6 Gramm pro Kilometer und BMW auf Rang drei der Zulassungsstatistik liegt mit 11,3 Prozent Einsparung auf 105 Gramm pro Kilometer weitgehend im Marktschnitt. 

Die VW-Töchter Skoda, Audi und Seat, die nach der Zahl der Neuzulassungen auf den Plätzen vier bis sechs liegen, reduzieren ihre CO2-Emissionen um überdurchschnittliche 15,8, 14,5 und 18,7 Prozent - also mindestens so stark wie die Kernmarke des Konzerns. Seat, zu dem das KBA auch die Marke Cupra zählt, kommt dabei unter den 16 Marken mit mindestens 50.000 Neuzulassungen im vergangenen Jahr sogar auf den höchsten Rückgang - und mit 96,7 Gramm pro Kilometer einen der niedrigsten Werte. 

Nur eine Marke unter den Top 16 legt zu

Ein Anstieg findet sich dagegen nur bei einer der 16 wichtigsten Marken: Bei Volvo steigt der Wert um 9,2 Prozent - allerdings auf außergewöhnlich niedrige 78,3 Gramm. 

Die Veränderungen des vergangenen Jahres lassen sich dabei zumindest teilweise mit den Elektroauto-Anteilen in den Neuzulassungen erklären. VW und seine Töchter haben diese stark gesteigert und damit ihre Flottenbilanz verbessert. Bei Mercedes dagegen stagniert der Anteil praktisch, beim Volvo ist er sogar ein Stück gesunken. 

Steigender Stromer-Anteil erklärt nur einen Teil der Veränderung

Alleine auf den Stromer-Anteil lässt sich die Veränderung allerdings nicht zurückführen. So sind die Rückgänge in der Regel größer als der Anstieg bei den reinen E-Autos (BEV), und beispielsweise BMW erreicht eine Verbesserung annähernd im Marktschnitt, obwohl es den Stromeranteil deutlich unterdurchschnittlich steigert. Ohne Elektroautos würde die Bilanz allerdings sehr viel schlechter ausfallen: Für reine Diesel-Fahrzeuge nennt das KBA einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 166 Gramm pro Kilometer, bei Benzinern von 144 Gramm pro Kilometer.

Die Werte basieren jeweils auf den offiziellen Verbrauchs- beziehungsweise Emissionszahlen. Wie hoch sie in der Realität ausfallen, kann deutlich abweichen - unter anderem abhängig vom Fahrstil oder der Frage, wie oft Plug-in-Hybride rein elektrisch fahren.

@ dpa.de

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