Rotes Kreuz fürchtet humanitäre Katastrophe in Gaza im Winter
10.01.2026 - 00:00:00Die Bedarfslage sei geprägt von einer dramatischen Unterversorgung. "Es fehlt weiterhin an allem, ausreichend Lebensmitteln, medizinischen Gütern und Arzneimitteln, Strom und Wasser." Die Versorgung mit humanitären Gütern habe sich zwar seit der Waffenruhe insgesamt verbessert. "Allerdings kommen weiterhin nicht ausreichend humanitäre Güter in den Gazastreifen - die benötigten 600 Lkw pro Tag werden bei Weitem nicht erreicht", sagte Gröhe.
Ein großes Problem sei die mangelnde medizinische Versorgung vor Ort. "Es sterben viele Palästinenser an eigentlich behandelbaren Krankheiten", sagte Christian Katzer, Geschäftsführer von "Ärzte ohne Grenzen".
Dabei wären Krankenhäuser in Deutschland laut Katzer eigentlich bereit, Patienten aus Gaza aufzunehmen, wie sie es mit Verletzten aus der Ukraine getan haben. "Das Vorhaben scheitert jedoch an den Einreiseregelungen in Deutschland", erklärte er.


