Kritische Infrastruktur: De Vries warnt vor zu viel Transparenz
09.01.2026 - 07:35:51Auch der Chef des Geheimdienste-Kontrollgremiums im Bundestag, Marc Henrichmann (CDU), warnte, die deutsche Infrastruktur dürfe nicht länger bis ins letzte Detail offenliegen. "Allumfassende Transparenz ist unter den heutigen Bedingungen zu einem echten Sicherheitsrisiko geworden", sagte Henrichmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Anschlagsziele werden mit Google Maps quasi frei Haus geliefert." Der CDU-Politiker forderte: "Mit wenigen Klicks kritische Infrastruktur detailliert auszuspionieren und dadurch Taten vorzuplanen muss künftig unmöglich gemacht werden."
Innenstaatssekretär de Vries rief zudem zu mehr Entschlossenheit beim Schutz etwa von Energiewirtschaft oder Gesundheitsversorgung auf. "Der Staat muss schnell und entschlossen handeln, wir dürfen beim Schutz der Kritischen Infrastruktur keine weitere Zeit verlieren. Die gravierenden Folgen für Bürger und Unternehmen in Berlin sollten Anlass sein, das Kritis-Dachgesetz nun zügig in Bundestag und Bundesrat zum Abschluss zu bringen", forderte de Vries. Das Gesetz verpflichte Betreiber kritischer Infrastrukturen "regelmäßige Risikoanalysen vorzunehmen und notwendige Schutzmaßnahmen zu ergreifen".


