Training schützt vor Stürzen auf Glatteis
06.02.2026 - 07:56:12Eine Welle von Glatteiswarnungen überzieht Deutschland und erhöht die Sturzgefahr. Experten sehen in der reaktiven Stabilität einen entscheidenden, aber oft übersehenen Schutzfaktor. Gezieltes Training bereitet den Körper darauf vor, auf plötzliches Ausrutschen instinktiv und korrekt zu reagieren.
Was ist reaktive Stabilität?
Im Gegensatz zum statischen Gleichgewicht ist reaktive Stabilität eine dynamische Fähigkeit. Sie beschreibt die sekundenschnelle Antwort des Körpers auf eine plötzliche Störung – wie ein Wegrutschen auf Eis. Sensoren in Muskeln und Gelenken melden den Haltverlust ans Gehirn, das sofort korrigierende Befehle an die Stützmuskulatur sendet. Die Effektivität dieser lebenswichtigen Reaktion ist trainierbar.
Während Krafttraining die Muskeln stärkt, schult das Training der reaktiven Stabilität das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Nervensystem und Muskulatur. Ansätze aus der Neuroathletik zielen darauf ab, genau diese Verbindung zu optimieren.
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So trainieren Sie Ihre Sturzabwehr
Physiotherapeuten empfehlen Übungen, die den Körper gezielt aus dem Gleichgewicht bringen. Das aktiviert die Schutzreflexe. Effektive Methoden sind:
* Balancieren auf instabilen Untergründen wie Wackelbrettern
* Übungen mit einem Partner, der leichte, unvorhersehbare Stöße gibt
* Werfen und Fangen eines Balles im Einbeinstand
Solche Programme müssen nicht aufwendig sein. Schon regelmäßiges Stehen auf einem Bein beim Zähneputzen fördert die grundlegende Stabilität. Für Fortgeschrittene eignen sich der Fersen-Zehen-Gang oder seitliches Gehen.
Warum Ältere besonders profitieren
Ältere Menschen sind besonders sturzgefährdet. Mit dem Alter nehmen Muskelkraft und Reaktionsgeschwindigkeit naturgemäß ab. Statistiken zeigen: Etwa 30 Prozent der Menschen über 65 stürzen mindestens einmal pro Jahr. Die Folgen sind oft schwerwiegend.
Ein Teufelskreis beginnt: Die Angst vor einem weiteren Sturz führt zu weniger Bewegung, was den Muskelabbau beschleunigt und das Risiko weiter erhöht. Ein Mehrkomponenten-Training aus Kraft-, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen wirkt dem entgegen. Es stärkt nicht nur den Körper, sondern auch das Selbstvertrauen.
Mehr als nur rutschfeste Sohlen
Die gängigen Winterratschläge konzentrieren sich auf passive Sicherheit: gutes Schuhwerk, Spikes oder das Meiden von Gefahrenstellen. Diese Maßnahmen sind die erste Verteidigungslinie. Die körperliche Vorbereitung durch Training stellt die entscheidende zweite Ebene dar. Sie befähigt dazu, auch dann sicher zu reagieren, wenn die passiven Maßnahmen versagen.
Dieser proaktive Ansatz gewinnt in der Gesundheitsvorsorge an Bedeutung. Es geht nicht nur um Muskelwachstum, sondern darum, die „Software“ des Körpers für unvorhergesehene „Hardware“-Probleme wie Glatteis zu optimieren.
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