Leitlinien, Diabetiker

Neue Leitlinien für Diabetiker im Ramadan 2026

15.02.2026 - 21:31:12

Aktualisierte Richtlinien der International Diabetes Federation bieten einen Risikorechner und Empfehlungen für Millionen Muslime mit Diabetes, die im Ramadan fasten wollen.

Für Millionen Muslime mit Diabetes wird das Fasten im Ramadan ab Ende Februar 2026 sicherer. Die International Diabetes Federation (IDF) veröffentlicht Anfang des Jahres aktualisierte Leitlinien. Sie berücksichtigen auch den Trend zum Intervallfasten.

Risikorechner für mehr Sicherheit

Herzstück der neuen Empfehlungen ist der überarbeitete IDF-DAR Risk Calculator 2026. Dieses Tool hilft Ärzten, Patienten vor dem Fastenmonat in drei Risikokategorien einzuteilen:
* Niedriges Risiko
* Moderates Risiko
* Hohes Risiko

Die Einstufung basiert auf Diabetes-Typ, Blutzuckereinstellung, Folgeerkrankungen und Medikation. Experten warnen eindringlich: Niemals auf eigene Faust fasten! Eine vorherige ärztliche Beratung ist Pflicht, um Medikamente wie Insulin anzupassen und einen Messplan zu erstellen.

Intervallfasten im Fokus

Die Leitlinien reagieren auf einen globalen Trend: Immer mehr Menschen, auch ohne religiösen Hintergrund, praktizieren Methoden wie 16:8-Intervallfasten. Studien zeigen mögliche Vorteile für die Insulinsensitivität und Gewichtsabnahme.

Doch die Datenlage ist nicht eindeutig. Neuere Forschungen deuten an, dass der Erfolg eher von der reduzierten Kalorienaufnahme kommt – nicht vom zeitlichen Essensfenster. Jede radikale Ernährungsumstellung birgt Risiken und erfordert deshalb ärztliche Begleitung.

So fasten Diabetiker richtig

Wer nach Absprache mit dem Arzt fastet, sollte auf die richtige Ernährung achten. Das verhindert extreme Blutzuckerschwankungen.
* Zum Fastenbrechen (Iftar): Viel Gemüse und Salat.
* Vor Sonnenaufgang (Suhur): Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, die lange sättigen.
* Flüssigkeit: Zwischen Sonnenuntergang und -aufgang ausreichend trinken.

Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind lebenswichtig – vor und nach dem Iftar, nachts und vor dem Suhur.

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Bei Warnzeichen muss das Fasten sofort abgebrochen werden:
* Unterzuckerung (unter 70 mg/dl) mit Zittern, Schwindel.
* Starke Überzuckerung (über 300 mg/dl) mit häufigem Wasserlassen, Müdigkeit.

Technologie und Prävention gewinnen an Bedeutung

Moderne Hilfsmittel wie CGM-Systeme (kontinuierliche Glukosemessung) und smarte Insulinpumpen machen das Fasten sicherer. Sie erkennen Entgleisungen früh. Die neuen Leitlinien werden diese Technologien stärker einbeziehen.

Parallel fordern Fachgesellschaften wie die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), 2026 zu einem „Jahr der Prävention“ zu machen. Eine gesündere Lebensmittelpolitik könnte die steigende Zahl von Typ-2-Diabetes-Erkrankungen bremsen – und damit auch die Herausforderungen des Fastens verringern.

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