Kognitives, Training

Kognitives Training senkt Demenzrisiko um bis zu 25 Prozent

16.02.2026 - 21:49:12

Eine großangelegte Studie belegt, dass gezieltes Training der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko über zwei Jahrzehnte signifikant reduzieren kann.

Eine Langzeitstudie liefert überzeugende Belege: Gezieltes Gehirntraining kann das Demenzrisiko signifikant senken. Die Ergebnisse der sogenannten ACTIVE-Studie zeigen, dass ein spezielles Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit die Schutzwirkung über zwei Jahrzehnte aufrechterhält.

Forschende von Johns Hopkins Medicine und anderen Institutionen werteten die Daten von über 2.800 Teilnehmenden aus. Das zentrale Ergebnis: Ein computergestütztes, adaptives Training der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit reduzierte das Demenzrisiko über 20 Jahre hinweg um bis zu 25 Prozent.

So lief die wegweisende Studie ab

Die Studie begann bereits Ende der 1990er Jahre. Sie verglich drei Trainingsarten – Gedächtnis, logisches Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit – mit einer Kontrollgruppe ohne Training. Das adaptive Geschwindigkeitstraining erwies sich als besonders wirksam.

Bemerkenswert: Schon ein sechswöchiges Initialtraining mit späteren Auffrischungen zeigte diesen langfristigen Effekt. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial nicht-medikamentöser Ansätze in der Demenzprävention.

Gehirngesundheit braucht mehr als nur Training

Experten betonen, dass kognitives Training nur eine Säule ist. Ein ganzheitlicher Ansatz mit mehreren Schutzfaktoren ist entscheidend für die mentale Fitness im Alter.

Anzeige

Apropos Gehirngesundheit — wer sein Demenzrisiko aktiv senken möchte, braucht alltagstaugliche Übungen und einen klaren Trainingsplan. Der kostenlose PDF‑Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 7 Geheimnisse, 11 einfache Übungen und einen Selbsttest, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis stärken können. Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ jetzt sichern

Zu den anerkannten Bausteinen gehören:
* Regelmäßige Bewegung: Sie fördert die Durchblutung und versorgt das Gehirn optimal.
* Ausgewogene Ernährung: Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren können Nervenzellen schützen.
* Soziale Kontakte: Aktives Sozialleben hält mental fit und steigert das Wohlbefinden.
* Ausreichend Schlaf: Während des Schlafs reinigt sich das Gehirn und Gedächtnisinhalte werden gefestigt.

Forschung des DIW Berlin zeigt zudem: Kognitive Fähigkeiten bleiben länger stabil, wenn sie im Alltag regelmäßig genutzt werden – etwa durch Lesen oder Rechnen.

2026: Ein Jahr der intensiven Hirnforschung

Das aktuelle Jahr steht international im Zeichen der Gehirngesundheit. Das Salk Institute hat es zum „Jahr der Hirngesundheitsforschung“ ausgerufen. Schwerpunkte sind die Zusammenhänge zwischen Fitness, Stoffwechsel und der Vorbeugung von Alzheimer.

In Deutschland fördert die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) derzeit 18 neue Projekte zu Ursachen und Frühdiagnose. Parallel untersucht die Wissenschaft den Einfluss von Lifestyle-Faktoren.

Aktuelle Analysen deuten an:
* Moderater Kaffee- oder Teekonsum könnte das Demenzrisiko senken.
* Die Rolle von Nahrungsergänzungsmitteln wie Kreatin für die Hirnenergie wird intensiver erforscht.

Die Botschaft der Wissenschaft wird immer klarer: Demenz ist kein unabwendbares Schicksal. Ein bewusster Lebensstil und gezieltes Training können das persönliche Risiko aktiv verringern. Internationale Foren fordern nun, diese Erkenntnisse schneller in die Praxis zu überführen.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.