Bundesregierung, Genossenschafts-Förderung

Bundesregierung stockt Genossenschafts-Förderung deutlich auf

04.02.2026 - 21:43:12

Die staatliche Förderung für genossenschaftliches Wohnen wird deutlich aufgestockt. Höhere Kredite und ein verdoppelter Tilgungszuschuss sollen bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Die Bundesregierung erhöht die Fördermittel für genossenschaftliches Wohnen in diesem Jahr von 15 auf 25 Millionen Euro. Das gab das Bauministerium (BMWSB) bekannt. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und alternative Eigentumsformen zu stärken. Die neuen Konditionen gelten ab Anfang Februar 2026.

Höhere Kredite und doppelter Zuschuss

Die Aufstockung bringt deutlich bessere Förderkonditionen mit sich. Der Kern der Initiative sind zwei zentrale Verbesserungen:

  • Höhere Kredite: Privatpersonen können künftig bis zu 150.000 Euro für Genossenschaftsanteile beantragen – 50.000 Euro mehr als bisher.
  • Verdoppelter Tilgungszuschuss: Der staatliche Zuschuss, der den Kredit tilgt, steigt von 7,5 auf 15 Prozent. Bei Vollausschöpfung können so bis zu 22.500 Euro des Darlehens erlassen werden.

Voraussetzung ist, dass die Anteile für eine selbstgenutzte Wohnung benötigt werden. Die zinsgünstigen Kredite werden über lokale Finanzierungspartner beantragt.

Warum setzt die Politik auf Genossenschaften?

Wohnungsgenossenschaften gelten als stabilisierender Faktor auf dem angespannten Wohnungsmarkt. In Deutschland verwalten rund 2.000 Genossenschaften etwa 2,2 Millionen Wohnungen. Das Modell schützt vor spekulativen Mietsteigerungen und schafft dauerhaft bezahlbaren Wohnraum.

„Wohnungsgenossenschaften leisten einen unschätzbaren Beitrag, um Wohnen auch in Zeiten hoher Baukosten bezahlbar zu halten“, betonte die parlamentarische Staatssekretärin im Bauministerium, Sabine Poschmann. Die Förderung soll sowohl Neugründungen als auch Erweiterungen und Sanierungen bestehender Genossenschaften anschieben.

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Ein Baustein in der milliardenschweren Wohnungspolitik

Die Genossenschaftsförderung ist Teil eines größeren wohnungspolitischen Pakets. Der Haushalt des Bauministeriums für 2026 wächst auf fast 13 Milliarden Euro an. Ein Schwerpunkt liegt auf der sozialen Wohnraumförderung, für die vier Milliarden Euro vorgesehen sind.

Doch kann das die Krise im Wohnungsbau lösen? Gestiegene Zinsen, hohe Materialkosten und Bürokratie bremsen viele Projekte aus. Auch Genossenschaften kämpfen mit diesen Herausforderungen. Die Förderung sendet ein Signal, stärker auf gemeinwohlorientierte Modelle zu setzen. Die eigentliche Bewährungsprobe bleibt jedoch die Mobilisierung von Bauland und schnellere Genehmigungsverfahren.

@ boerse-global.de