Borealis, Millionen

Borealis investiert 49 Millionen Euro in nachhaltige Kunststoffe

23.01.2026 - 05:29:12

Der österreichische Kunststoffhersteller Borealis pumpt 49 Millionen Euro in seinen Standort Burghausen, um die kommerzielle Produktion kreislauffähiger Materialien zu starten.

Der österreichische Kunststoffhersteller Borealis pumpt 49 Millionen Euro in seinen Produktionsstandort im bayerischen Burghausen. Das Geld fließt in die kommerzielle Produktion von kreislauffähigen Kunststoffen. Ziel ist es, die Marktposition bei nachhaltigen Verpackungslösungen auszubauen.

Der Standort im Chemiedreieck ist eng mit der Mutter OMV verbunden, deren nahe Raffinerie wichtige Vorprodukte liefert. Die Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort und zur Transformation der Kunststoffbranche.

Innovative Technologie für besseres Recycling

Im Fokus steht die Borstar® Nextension-Technologie. Sie produziert ein hochreines Polypropylen der nächsten Generation. Der große Vorteil: Es eignet sich für sogenannte Monomaterial-Lösungen.

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Diese Verpackungen bestehen aus nur einem Grundstoff und ersetzen schwer recycelbare Mehrschicht-Verpackungen. Das steigert die Recyclingquoten und spart Material. Die Anwendungen reichen von Lebensmittelverpackungen bis zur Automobilindustrie.

Reaktion auf schärfere EU-Vorgaben

Die Investition ist auch eine direkte Antwort auf neue EU-Regeln. Die geplante Verpackungsverordnung (PPWR) schreibt vor, dass bis 2030 alle Verpackungen recycelbar sein müssen.

Borealis positioniert sich mit der neuen Technologie als Lösungsanbieter für diese Herausforderung. Erste Praxistests zeigen bereits hohe Leistungsfähigkeit bei Siegelfestigkeit und Produktschutz.

Teil einer großen Strategie

Die 49 Millionen Euro fügen sich in die Nachhaltigkeitsstrategie “Borealis Strategy 2030” ein. Das Unternehmen will bis 2050 klimaneutral werden und ein führender Anbieter zirkulärer Produkte sein.

Gleichzeitig läuft ein struktureller Umbau: Borealis plant die Fusion mit Borouge und Nova Chemicals zum weltweit führenden Polyolefine-Anbieter. Der Abschluss wird für das erste Quartal 2026 erwartet.

Burghausen als Innovationszentrum gestärkt

Die Investition sichert Arbeitsplätze und festigt die Rolle Burghausens im ChemDelta Bavaria. Die Region profitiert von kontinuierlichen Modernisierungen. Allein im letzten Jahrzehnt flossen rund 2,5 Milliarden Euro in den Standort.

Mit den erweiterten Kapazitäten kann Borealis die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen, aber leistungsstarken Materialien bedienen. Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Standorts.

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@ boerse-global.de