Lawrow, Nordkorea

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bei seinem Besuch in Nordkorea die Fortsetzung der militĂ€rischen Allianz beider LĂ€nder betont.

12.07.2025 - 14:16:03

Lawrow: Nordkorea unterstĂŒtzt Russlands Kriegsziele

"Unsere koreanischen Freunde haben ihre eindeutige UnterstĂŒtzung gegenĂŒber allen Zielen der militĂ€rischen Spezialoperation und den Handlungen der russischen FĂŒhrung und der russischen Armee bekrĂ€ftigt", sagte Lawrow nach einem GesprĂ€ch mit seiner nordkoreanischen Amtskollegin, Choe Son Hui. Mit "militĂ€rischer Spezialoperation" bezeichnet Moskau offiziell seinen seit drei Jahren wĂ€hrenden Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die GesprĂ€che in der Hafenstadt Wonsan laufen vor dem Hintergrund von Medienberichten ĂŒber eine mögliche neue Entsendung nordkoreanischer Soldaten nach Russland.

Nordkorea hat den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit der Lieferung von Waffen an Moskau unterstĂŒtzt. Im Herbst vergangenen Jahres gab es dann erstmals Berichte ĂŒber einen möglichen Einsatz nordkoreanischer Soldaten in der westrussischen Region Kursk. Sie wurden bei der RĂŒckeroberung der zuvor von ukrainischen Truppen eingenommenen Teile der Region eingesetzt. Insgesamt haben nach EinschĂ€tzung des ukrainischen Geheimdienstes rund 14.000 Soldaten aus Nordkorea an diesem Frontabschnitt gekĂ€mpft.

Lange Zeit hat die nordkoreanische StaatsfĂŒhrung die Entsendung von Soldaten nach Russland nicht bestĂ€tigt. Erst im April behauptete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA, dass nordkoreanische Soldaten den russischen StreitkrĂ€ften dabei geholfen haben, die Region Kursk "vollstĂ€ndig zu befreien". Ende Juni zeigte Nordkoreas Staatsfernsehen KCTV zudem Fotoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Machthaber Kim Jong Un die nordkoreanische Flagge ĂŒber einen Sarg niederlegt - und damit mutmaßlich jene Soldaten betrauerte, die im russischen Krieg gegen die Ukraine gestorben sind.

Lawrow: Denkmal fĂŒr koreanische Soldaten in Kursk

In Pjöngjang bedankte sich Lawrow nun noch einmal fĂŒr die Hilfe Nordkoreas und erklĂ€rte, fĂŒr die gefallenen nordkoreanischen Soldaten werde in Kursk ein Denkmal errichtet.

Ein neuerlicher Einsatz, an dem laut Medien und dem ukrainischen Geheimdienst bis zu 30.000 Nordkoreaner beteiligt sein könnten, wĂ€re nach internationaler Lesart aber selbst vom Beistandspakt beider LĂ€nder nicht mehr gedeckt. Denn nach der RĂŒckeroberung von Kursk wĂŒrden die nordkoreanischen Soldaten dann mutmaßlich auf ukrainischem Boden kĂ€mpfen.

@ dpa.de