Deutschland, Arbeitsmarkt

Frauen entscheiden sich hĂ€ufiger fĂŒr MINT-Studium

28.01.2026 - 08:50:16

Immer mehr Frauen starten ein Studium in technischen, mathematischen oder naturwissenschaftlichen FÀchern. Doch in einschlÀgigen Ausbildungsberufen bleiben sie Exotinnen.

Ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) kommt fĂŒr immer mehr junge Frauen in Betracht. Im Jahr 2024 waren in diesen StudienfĂ€chern mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Erstsemester weiblich, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das ist beim Anteil ein neuer Höchststand, nachdem der Frauenanteil hier zehn Jahre zuvor noch fĂŒnf Prozentpunkte weniger betragen hatte. 

Langfristig ist die Gesamtzahl der MINT-StudienanfĂ€nger einschließlich der jungen MĂ€nner allerdings zurĂŒckgegangen. Im Studienjahr 2024 waren es mit rund 318.800 jungen Menschen fĂŒnf Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 113.265 von ihnen waren weiblich. 

Ungeliebte Ausbildungsberufe

Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der MINT-StudienanfĂ€ngerinnen und AnfĂ€nger um drei Prozent. Das war eine etwas grĂ¶ĂŸere Steigerung als in der Gesamtheit der Erstsemester, deren Zahl um zwei Prozent auf 823.900 kletterte. 

Deutlich seltener ergreifen junge Frauen einen MINT-Ausbildungsberuf. Von den 167.700 AnfÀngern in den einschlÀgigen Berufen waren im Jahr 2024 nur zwölf Prozent weiblich. Das ist nur eine minimale Steigerung um einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2014. Besonders selten wollten junge Frauen Elektronikerin, Anlagenmechanikerin oder SanitÀr-, Heizungs- und Klimatechnikerin werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wachsende Bedeutung auslĂ€ndischer ArbeitskrĂ€fte in Deutschland Zuwanderer spielen auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle. (Boerse, 27.01.2026 - 14:35) weiterlesen...

Frauen und Migranten oft ĂŒberqualifiziert im Job. In der Altersgruppe der 15- bis 34-JĂ€hrigen trifft das vor allem auf zwei Gruppen zu. Viele ErwerbstĂ€tige in Deutschland arbeiten in Berufen, fĂŒr die sie eigentlich zu gut ausgebildet sind. (Wirtschaft, 27.01.2026 - 09:14) weiterlesen...

Bedeutung auslÀndischer BeschÀftigter steigt. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends. In vielen Branchen und Betrieben geht es lÀngst nicht mehr ohne auslÀndische FachkrÀfte. (Wirtschaft, 27.01.2026 - 04:10) weiterlesen...

Gegenwind fĂŒr Teilzeit-Vorstoß aus der Union. Der Vorstoß löst eine Debatte aus und trifft auf Kritik, teils auch aus den eigenen Reihen. Weil FachkrĂ€fte fehlen, will der WirtschaftsflĂŒgel der Union den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschrĂ€nken. (Wirtschaft, 26.01.2026 - 13:24) weiterlesen...

Reiche: Mit mehr Vollzeit ArbeitsproduktivitĂ€t steigern. Auch die CDU-Wirtschaftsministerin sieht Handlungsbedarf. Der WirtschaftsflĂŒgel der Union will den Anspruch auf Teilzeitarbeit einschrĂ€nken, um dem FachkrĂ€ftemangel zu begegnen. (Wirtschaft, 26.01.2026 - 11:49) weiterlesen...

Lifestyle oder notwendig? CDU löst Debatte ĂŒber Teilzeit aus. Aber das sehen auch in der Union nicht alle so. Kinderbetreuung, Pflege, Weiterbildung – nur noch bei solchen besonderen GrĂŒnden sollten BeschĂ€ftigte Anspruch auf Teilzeit haben, lautet der Vorschlag. (Wirtschaft, 25.01.2026 - 15:00) weiterlesen...