Frankfurter Flughafen trotz Zuwachs unter Vor-Corona-Niveau
16.01.2026 - 07:59:53Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden im vergangenen Jahr immer noch deutlich weniger Passagiere gezählt als vor der Corona-Pandemie. Zwar wuchs die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf knapp 63,2 Millionen, wie der Flughafenbetreiber Fraport in Frankfurt mitteilte. Das waren aber immer noch über 10 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019, als fast 70,6 Millionen Passagiere den Airport genutzt hatten.
Besser lief es an den Auslandsflughäfen des Konzerns. Die Airports im türkischen Antalya und Perus Hauptstadt Lima sowie die 14 griechischen Regionalflughäfen erreichten bei den Passagierzahlen 2025 neue Höchstwerte. Im Gesamtkonzern stieg das Passagieraufkommen um 5,3 Prozent auf 183,7 Millionen Passagiere.
Kleineres Angebot an mittleren Flughäfen
Für das erste Halbjahr 2026 beträgt das Sitzplatzangebot am Drehkreuz Frankfurt rund 90 Prozent des Vorkrisenniveaus aus dem Jahr 2019, wie aus einer Flugplan-Übersicht des Branchenverbands BDL hervorgeht. Deutlich schwächer ist das Angebot an mittleren Flughäfen in Berlin (70 Prozent), Stuttgart (71 Prozent) oder Düsseldorf (76 Prozent). Im bundesweiten Schnitt werden immer noch gut 10 Prozent weniger Sitzplätze angeboten als 2019.
Der Grund sind dauerhaft gestrichene Inlandsflüge und das geringere Angebot von Direktfluggesellschaften, die aus Kostengründen ihre Kapazitäten in andere europäische Regionen verlagert haben. Auch die für den Sommer angekündigte Absenkung der Luftverkehrsteuer hat nicht dazu geführt, dass etwa der größte Anbieter Ryanair sein Angebot im Vergleich zum Vorjahr ausweitet. Die Iren verlangen weitere Entlastungen bei Steuern und Gebühren. Ihre Deutschlandflüge wickeln sie vorrangig an kleineren Regionalflughäfen wie Memmingen, Karlsruhe oder Weeze ab, wo geringere Gebühren anfallen.


