Silvester, Schweiz

Von Nordmazedonien bis Brasilien: Immer wieder fordern Brände in Clubs zahlreiche Opfer.

02.01.2026 - 09:21:11

Feuer-Katastrophen in Clubs mit vielen Toten

  • Erst im vergangenen Jahr erschütterte ein Feuer das kleine Land Nordmazedonien. (Archivbild) - Foto: Armin Durgut/AP/dpa

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  • In Brasilien löste ein Brand im Jahr 2013 Betroffenheit aus. (Archivbild) - Foto: Marcelo Sayao/EFE/epa/dpa

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Erst im vergangenen Jahr erschütterte ein Feuer das kleine Land Nordmazedonien. (Archivbild) - Foto: Armin Durgut/AP/dpaIn Brasilien löste ein Brand im Jahr 2013 Betroffenheit aus. (Archivbild) - Foto: Marcelo Sayao/EFE/epa/dpa

In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu verheerenden Bränden in Clubs und Lokalen mit zahlreichen Todesopfern wie jetzt in der Schweiz. Einige der schwersten Katastrophen:

Indien: «Birch by Romeo Lane» (2025)

Im Dezember 2025 kamen bei einem Brand in einem Nachtclub in der indischen Touristenhochburg Goa mindestens 25 Menschen ums Leben. Mindestens vier der Opfer waren Touristen. Das Unglück ereignete sich im Küstenort Arpora im Norden Goas, das wegen seiner Strände, seines lebendigen Nachtlebens und tropischen Klimas viele Touristen aus dem In- und Ausland anzieht. 

Nordmazedonien: «Puls»-Diskothek (2025)

Im März 2025 kam es zu einer verheerenden Brandkatastrophe in der Diskothek «Puls» in der nordmazedonischen Kleinstadt Kocani. Bei einem Konzert der beliebten Band DNK brach ein Feuer aus, das mindestens 59 Menschenleben forderte und 155 weitere Personen verletzte.

Die Brandursache wurde auf eine Funkenmaschine zurückgeführt, die für Lichteffekte eingesetzt wurde. Die Funken entzündeten die leicht entflammbare Deckenkonstruktion. Zum Zeitpunkt der Katastrophe befanden sich etwa 1.500 überwiegend junge Menschen in der Diskothek.

Dominikanische Republik: Diskothek «Jet Set » (2025)

Im April 2025 stürzte das Dach der Diskothek «Jet Set» in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, während eines Konzerts des Merengue-Sängers Rubby Pérez ein. Bei dieser Katastrophe kamen mindestens 231 Menschen ums Leben. Auch Pérez selbst starb. 189 Menschen wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Spanien: Diskotheken in Murcia (2023)

Im Oktober 2023 brach in einer von drei zusammenhängenden Diskotheken in Murcia im Südosten Spaniens ein Feuer aus, das sich schnell auf die anderen Lokale ausbreitete. Bei dem Brand starben mindestens 13 Menschen, weitere wurden verletzt.

Rumänien: Club «Colectiv» (2015)

Am 30. Oktober 2015 brach in dem Club «Colectiv» in Bukarest (Rumänien) ein verheerender Brand aus, nachdem durch ein Feuerwerk während eines Konzerts die Inneneinrichtung in Brand geraten war. Bei dem Unglück kamen insgesamt 64 Menschen ums Leben. 26 Menschen starben sofort vor Ort, während die übrigen Opfer in den Wochen und Monaten danach ihren Verletzungen erlagen. 

Insgesamt wurden 186 Menschen bei dem Brand verletzt. Mehr als sechs Jahre nach dem verheerenden Brand wurden acht Verantwortliche zu hohen Haftstrafen verurteilt, darunter die drei Inhaber des Clubs.

Brasilien: «Kiss»-Diskothek (2013)

Im Januar 2013 ereignete sich in der Diskothek «Kiss» in Santa Maria im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul eine der schwersten Brandkatastrophen des Landes. Ein Feuerwerkskörper, der von einem Musiker während einer Studentenparty abgefeuert wurde, setzte die Decke in Brand. Das Feuer führte zum Tod von 242 Menschen und verletzte 636 weitere Personen.

Fast neun Jahre nach dem Unglück wurden vier Verantwortliche zu langen Haftstrafen verurteilt - die beiden Betreiber erhielten 22,5 bzw. 19,5 Jahre, zwei beteiligte Musiker jeweils 18 Jahre Haft.

Thailand: Club «Santika» (2009)

Während einer Silvesterfeier starben im Club «Santika» in Thailands Hauptstadt Bangkok mindestens 67 Menschen bei einem Feuer. 103 weitere Menschen wurden verletzt. Zur Zeit des Brandes um 0.20 Uhr Ortszeit waren etwa 1000 Menschen in dem populären Club. Unter den Gästen brach Panik aus. Funken eines Feuerwerks hatten den Brand ausgelöst. 

Fast drei Jahre später wurde der thailändische Barbesitzer wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft verurteilt. Er habe die Bauvorschriften missachtet, befand das Gericht. So seien keine richtigen Notausgänge und keine Feuerlöscher vorhanden gewesen. Auch der Verantwortliche der Bühnenschau, bei der das Feuerwerk gezündet wurde, wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.

@ dpa.de

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