Safer Internet Day 2026: Über 50.000 Jugendliche diskutieren den Umgang mit KI-Begleitern
06.02.2026 - 12:04:35Unter dem Motto "KI and me. In künstlicher Beziehung." richtet der Safer Internet Day 2026 den Fokus auf den wachsenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz und künstlichen Begleitern auf den Alltag, die Kommunikation und die Beziehungen junger Menschen. Gemeinsam setzen die Partner des Verbunds Safer Internet DE den Safer Internet Day mit vielfältigen Angeboten um. Damit erreichen sie nicht nur Tausende Schüler*innen, sondern auch pädagogische Fachkräfte und Eltern. Zum Verbund gehören neben dem Awareness Centre klicksafe noch die Beschwerdestellen von eco, FSM und jugendschutz.net sowie die Beratungsangebote von Nummer gegen Kummer e.V.
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: "KI ist für viele von uns längst ein hilfreicher Begleiter im Alltag: Sie formuliert Schreiben an Behörden, erklärt komplizierte Sachverhalte, hilft beim Lernen und gibt sogar Tipps gegen Liebeskummer. In Sekunden scheint sie auf alles eine Antwort zu haben. Doch dieses scheinbare 'Verstehen' bleibt ein digitales Trugbild. Eine Maschine fühlt nicht mit, sie hört nicht zwischen den Zeilen und sie hält niemandem die Hand. Gerade Jugendliche nutzen KI zunehmend wie eine Art Therapeutin - dabei stößt sie an klare Grenzen. Echte Beziehungen entstehen im Austausch mit anderen Menschen, auch durch Widerspruch, Nähe und gemeinsame Erfahrungen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst aus realen Gesprächen und Begegnungen, nicht aus Algorithmen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Initiative klicksafe auf diesen Zusammenhang aufmerksam macht und uns als Gesellschaft an unsere Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen erinnert. Mein Dank gilt allen, die mit innovativen Ideen den Safer Internet Day zu etwas Besonderem machen."
"Der Safer Internet Day lenkt mit dem diesjährigen Motto 'KI and me.' die Aufmerksamkeit auf ein hochaktuelles und relevantes Thema. Die Frage, wie KI das Leben junger Menschen beeinflusst, ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Deshalb müssen wir uns mit den alltäglichen KI-Begleitern auseinandersetzen. Dazu gehört auch, ethische Fragen zu stellen, um entscheiden zu können, wie wir leben wollen", so der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, Alexander Schweitzer. "Eltern stehen heute vor der Herausforderung, ihre Kinder in einer zunehmend von künstlicher Nähe geprägten Lebenswelt zu begleiten. Gleichzeitig wollen wir junge Menschen befähigen, die Chancen digitaler Technologien zu nutzen und die Risiken zu erkennen. Die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen des Safer Internet Days zeigen, wie engagiert sich Menschen in ganz Deutschland für ein sicheres und verantwortungsvolles Online-Umfeld einsetzen", so der Ministerpräsident weiter.
Ein zentrales Angebot der EU-Initiative klicksafe ist auch in diesem Jahr die klicksafe Schulstunde, die am Safer Internet Day live in Klassenzimmer in ganz Deutschland gestreamt wird und sich mit dem Einfluss von KI-Chatbots auf den Alltag junger Menschen befasst. Über 50.000 Schülerinnen und Schüler reflektieren dabei deutschlandweit, wie KI-Bots als digitale Gesprächspartner oder Ratgeber wirken, wo ihre Grenzen liegen und warum sie menschliche Beziehungen nicht ersetzen können.
"Die hohe Nachfrage an der klicksafe Schulstunde verdeutlicht den hohen Bedarf an altersgerechten, medienpädagogisch aufbereiteten Bildungsangeboten", sagt Deborah Woldemichael, Leiterin der EU-Initiative klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. "Junge Menschen brauchen Anlässe und Räume, um digitale Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln."
Alle Aktionen zum SID mit bundesweiter interaktiver Veranstaltungskarte, Materialien und weiterführenden Informationen finden sich unter www.klicksafe.de/sid.
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Weitere Angebote von klicksafe und Aktionen des Verbunds Safer Internet DE zum #SID26
Alle Materialien und weitere Informationen zum SID 2026 und zur Kampagne "KI and me. In künstlicher Beziehung." finden sich auf der Landingpage www.klicksafe.de/sid oder im Pressekit. In den sozialen Medien wird der Safer Internet Day unter #SID26, #SaferInternetDay und #KIandMe begleitet.
Über den Safer Internet Day
Der Safer Internet Day ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. Er findet seit 2004 immer am Dienstag der zweiten Woche im Februar statt und setzt jedes Jahr einen neuen thematischen Schwerpunkt im Rahmen des internationalen Mottos "Together for a better internet". In Deutschland wird der Safer Internet Day von der EU-Initiative klicksafe koordiniert.
Über den Verbund Safer Internet DE
Das Digital Europe Programme (DIGITAL) der Europäischen Union unterstützt Safer Internet Centres in 27 europäischen Ländern mit dem Ziel, die Medienkompetenz von Kindern, Eltern und Lehrkräften zu fördern, für mögliche Risiken im Internet zu sensibilisieren und Kindern und Jugendlichen eine Beratung zu Online-Problemen anzubieten. Außerdem werden Beschwerdestellen für illegale Online-Inhalte zur Verfügung gestellt. In Deutschland wird das Safer Internet Centre durch den Verbund Safer Internet DE umgesetzt. Diesem gehören neben den Beschwerdestellen von eco, FSM und jugendschutz.net das Awareness Centre klicksafe sowie die Beratungsangebote von Nummer gegen Kummer e.V. an.
Über klicksafe
klicksafe ist das deutsche Awareness Centre im Digital Europe Programme (DIGITAL) der Europäischen Union und wird von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz sowie in Kooperation mit der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) umgesetzt. Mit vielfältigen Angeboten unterstützt klicksafe beim souveränen und kritischen Umgang mit digitalen Medien. Auf klicksafe.de finden pädagogische Fachkräfte, Eltern und interessierte Nutzer*innen aktuelle Informationen und Materialien.
klicksafe ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und koordinierendes Mitglied im Verbund "Safer Internet DE" (saferinternet.de). Diesem gehören neben klicksafe als Awareness Centre, die Hotlines internet-beschwerdestelle.de (von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Helpline Nummer gegen Kummer an.
FSM: Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) ist eine von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Sie beaufsichtigt und berät eine Vielzahl von Unternehmen aus der Telekommunikations- und Online-Branche. Der Verein setzt sich seit 1997 dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit einem sicheren und besseren Internet aufwachsen können - insbesondere über die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich alle wenden können, um Online-Inhalte zu melden. Die FSM-Beschwerdestelle wird unter dem Dach von Saferinternet.de von der Europäischen Union kofinanziert. Darüber hinaus gehören die umfangreiche Aufklärungsarbeit und die Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu den weiteren Aufgaben der FSM.
Kontakt: FSM e.V., www.fsm.de, Jonas Weissberg, Beuthstraße 6, 10117 Berlin; Tel.: (030) 24 04 84 - 43, weissberg@fsm.de
eco: Mit rund 1.000 Mitgliedsunternehmen ist eco (www.eco.de) der führende Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet eco maßgeblich das Internet, fördert neue Technologien, schafft Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. Das Thema Jugendschutz ist für den eco schon seit
1996 ein wichtiges Thema. Damals wurde die Internet Content Task Force (ICTF) gegründet mit dem Ziel, die Verbreitung rechtswidriger und jugendgefährdender Inhalte im Internet zu verhindern. Daraus hat sich die eco Beschwerdestelle entwickelt, die von eco nun seit rund 30 Jahren betrieben wird. Seit 2004 ist die Beschwerdestelle auch über das mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) gemeinsam betriebene Webportal internet-beschwerdestelle.de erreichbar.
Kontakt: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V., Hauptstadtbüro, Französische Straße 48, 10117 Berlin, Tel. 030 / 20 21 567 - 0, E-Mail: christin.mueller@eco.de, Web: www.beschwerdestelle.eco.de
Nummer gegen Kummer: Als Helpline im Verbund Safer Internet DE bieten die Beratungsangebote der "Nummer gegen Kummer" Unterstützung für Kinder und Jugendliche sowie Eltern und andere Erziehende zu allen Fragen und (Online-)Sorgen an. Anonym, vertraulich und kostenlos. Kinder- und Jugendtelefon unter Tel. 116111 (Mo - Sa von 14 bis 20 Uhr, samstags "Jugendliche beraten Jugendliche"). Onlineberatung für Kinder und Jugendliche im passwortgeschützten Onlineportal unter www.nummergegenkummer.de (Live-Chat Mo bis Do 14-20 Uhr, email-Beratung rund um die Uhr erreichbar). Elterntelefon unter Tel. 0800 - 111 0 550 (Mo - Fr von 9 - 17 Uhr sowie Di & Do bis 19 Uhr). Helpline Ukraine für ukrainische Kinder, Jugendliche und Eltern unter Tel. 0800 - 500 225 0 (Mo - Fr von 14 bis 17 Uhr).
Kontakt: Nummer gegen Kummer e.V., www.nummergegenkummer.de,
presse@nummergegenkummer.de, Tel.: +49 (0) 202 259 059 - 0
jugendschutz.net: jugendschutz.net fungiert als das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund, Ländern und Landesmedienanstalten für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet. Die Stelle recherchiert Gefahren und Risiken in jugendaffinen Diensten. Sie wirkt darauf hin, dass Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen beseitigt und Angebote so gestaltet werden, dass Kinder und Jugendliche sie unbeschwert nutzen können. Die Jugendministerien der Länder haben jugendschutz.net 1997 gegründet. Die Aufgaben wurden 2003 im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) festgelegt. Die Stelle ist seither an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) angebunden. 2021 hat der Bund jugendschutz.net als gemeinsamem Kompetenzzentrum im Jugendschutzgesetz (JuSchG) ebenfalls eine gesetzliche Aufgabe zugewiesen. jugendschutz.net wird finanziert von den Obersten Landesjugendbehörden, den Landesmedienanstalten und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Europäischen Union.
jugendschutz.net nimmt über seine Online-Beschwerdestelle Hinweise auf Verstöße gegen den Jugendmedienschutz entgegen. Kontakt: presse@jugendschutz.net
Pressekontakt:
Susanne Wohmann
Pressereferentin klicksafe
Mobil: +49 152 22577620
E-Mail: wohmann(at)medienanstalt-rlp.de
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