art karlsruhe 2026: Die Highlights auf einen Blick / 125 Jahre Kunst: Perspektiven, Qualität, Dialog
28.01.2026 - 11:30:07Den offiziellen Auftakt der art karlsruhe bildet das art:opening am 5. Februar um 14:30 Uhr in Halle 3 mit Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Arne Braun, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Messechefin Britta Wirtz und dem Leitungsduo der art karlsruhe: Olga Blaß und Kristian Jarmuschek. Im Zentrum steht die Verleihung des art karlsruhe Preises, vergeben vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis zeichnet die überzeugendste one:artist Show aus und würdigt das künstlerische Schaffen Einzelner sowie das Engagement der präsentierenden Galerie. Jede one:artist-Show der Messe ist automatisch für den art karlsruhe Preis nominiert. Das ausgewählte Werk wird vom Kunstmuseum Karlsruhe für die art karlsruhe Sammlung angekauft.
Skulpturen prägen das Messebild
Die Skulptur ist von Anbeginn ein prägendes Element der art karlsruhe und auch 2026 bleibt sie das Signaturmedium der Messe. In den Hallen 1, 2 und 4 laden 18 großzügige Skulpturenplätze dazu ein, Werke unterschiedlichster Materialien und Ausdrucksformen zu entdecken. Die Galerie mianki präsentiert Katharina Schnitzlers Projekt STOFF: IM WIND auf ihrem Skulpturenplatz (Halle 1 / H1/C15). Die Künstlerin verarbeitet historische Stoffe wie Honanseide, Samt und Leinen und setzt sie der Natur aus. Sonne, Wind und Erde zeichnen Spuren auf die Textilien, die so Patina, Narben und neue Schönheit gewinnen. Auf dem Skulpturenplatz hängen sieben bis neun großformatige Stoffarbeiten im Raum und bewegen sich im Luftzug. Ein nahezu gegensätzlicher Eindruck entsteht auf dem Skulpturenplatz von Elisa Manig (Galerie Jarmuschek + Partner, Berlin; Halle 2 / H2/F04): Shakles besteht aus zwei rund fünf Meter langen Strängen aus gebogenen und gekanteten schwarzen Stahlelementen mit brünierter Oberfläche. Die Elemente sind auf Schwerlastgurte aufgefädelt, hängen parallel von der Decke herab, wiegen jeweils rund 40 Kilogramm und enden auf einem Hügel aus Kies und Geröll. Ergänzt werden die Skulpturenplätze durch ausgewählte Skulpturenspots in den Messeumläufen, präsentiert unter anderem von KORNFELD (Berlin), ASPN (Leipzig) und Claeys (Freiburg). Mit dem mit 20.000 Euro hochdotierten Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L-Bank, würdigt die art karlsruhe 2026 erneut eine herausragende skulpturale Präsentation und unterstreicht damit ihren Anspruch, der dreidimensionalen Kunst nicht nur Raum, sondern auch Öffentlichkeit und Relevanz zu geben.
Kunst sammeln - Formate für neue Zugänge
Ein zentrales Anliegen bleibt der Zugang zum Kunstsammeln. "Wir möchten neue Sammlerinnen und Sammler ansprechen, mit klaren, gut kuratierten Einstiegsformaten", sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. "Kunst zu sammeln, beginnt mit Neugier. Und endet oft mit einem besonderen Gefühl: der Freude, etwas Bleibendes gefunden zu haben." Mit dem start:block, der fokussierte Werkvorschläge zum Einstieg präsentiert, dem paper:square, der sich der Vielfalt des Mediums Papier widmet, und dem academy:square, der Absolvierende baden-württembergischer Kunsthochschulen sichtbar macht, setzt die Messe konkrete Anreize für eine neue Sammlergeneration. Höhepunkt dieses Engagements: der erstmals vergebene LBBW academy:square award, der die überzeugendste academy:square Position auszeichnet und eines der gezeigten Werke für die renommierte Sammlung der LBBW ankauft.
re:discover und re:frame: Kunst sichtbar machen
Mit den Formaten re:discover und re:frame will die art karlsruhe gezielt blinde Flecken des Kunstmarkts schließen. Sie geben unterbrochenen Künstlerbiografien sowie künstlerischen Nachlässen eine Bühne. Vera Mercer, Kevin Clarke, Detel Aurand oder Oliver Braig sind nur einige der Positionen, die 2026 im Fokus stehen und die es sich wiederzuentdecken lohnt. re:frame zeigt beispielhaft, wie Nachlassarbeit aktiv und sichtbar gestaltet werden kann: Etwa durch das Schaulager Adlmannstein oder den Nachlass des 2024 verstorbenen Karlsruher Künstlers Andreas Lau.
Kuratierte Sonderausstellungen mit Tiefgang
Ein zentrales Element sind auch 2026 die Sonderausstellungen der art karlsruhe: Die LBBW zeigt unter dem Titel "Digital Traces" Positionen zur digitalen Gegenwart, von Isa Genzken bis Avery Gia Sophie Schramm. Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, würdigt mit einer von ihr kuratierten Ausstellung das Werk des international renommierten Karlsruher Künstlers Rolf Behm. Die Sammlung Dietmar Kohlrusch bringt zentrale Werke der Pop Art, darunter Warhol, Haring, Lichtenstein, erstmals öffentlich nach Karlsruhe.
Rahmenprogramm: Orientierung, Austausch und viele gute Fragen
Auch 2026 bietet die art karlsruhe ein umfangreiches Rahmenprogramm. Täglich finden geführte Rundgänge mit ausgebildeten Kunsthistorikerinnen und -historikern statt, darunter Touren zu aktuellen Tendenzen, den kuratierten Sonderschauen, ausgewählten Highlights oder ein "Wegweiser für den Einstieg" ins Kunstsammeln. Auf mehreren Bühnen bietet die Messe zudem Raum für Fachgespräche: Das ARTIMA art meeting widmet sich aktuellen Fragen rund um das Sammeln in der Gegenwart. Gäste wie Christiane Lange (Staatsgalerie Stuttgart) und Frédéric Bußmann (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) geben Einblick, wie Museen heute sammeln und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen. Thomas Rusche beschreibt in seinem Panel, wie man durch das Sammeln von Kunst reich und glücklich wird. Weitere Talks thematisieren Künstlermarketing, Künstliche Intelligenz und den Nachwuchszugang zum Markt. SWR Kultur lädt ebenfalls täglich zu Messetalks ein, und im Format von Monopol sprechen Fachleute über Positionen, Perspektiven und persönliche Erfahrungen.
Veranstaltungen in der Stadt während der Messe
Auch über die Messehallen hinaus entfaltet sich die art karlsruhe. "Die art karlsruhe ist mehr als ein Marktplatz der Kunst, auch wenn sie genau das im besten Sinne ist: ein Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage in besonderer Weise treffen", sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. "Sie verbindet Verkaufsplattform, Dialograum und Ort der Inspiration und macht die Freude am Kunstkauf ebenso spürbar wie die lebendige Verbindung zur Stadt. Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder auf Tausende Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und aus dem Ausland, die nach Karlsruhe kommen und Kunst nicht nur bei uns auf der Messe, sondern auch bei großartigen Veranstaltungen in der ganzen Stadt erleben."
Die Eröffnungsparty im Hallenbau im Foyer des ZKM am 5. Februar bringt Galerien, Institutionen und Kunstinteressierte zusammen. Am 6. Februar folgt Kunstrauschen, die Lange Nacht der Projekträume, die mit über 20 teilnehmenden Offspaces zeigt, wie vielfältig die Karlsruher Kunstszene ist. Abends steigt die After art Party im Nachtwerk mit einem internationalen DJ-Line-up rund um Move D, André Galluzzi und Shahrokh Dini. Am Samstag, 7. Februar, lädt die gallery:night zum abendlichen Rundgang durch Karlsruher Galerien, mit Afterglow im Hirschof. Ein kostenloser Shuttle bringt Besucherinnen von der Messe direkt in die Stadt.
Vollständige Galerienliste: art-karlsruhe.de/galerienliste
Weitere Informationen: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin
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