EM, Nationalmannschaft

Nicht fit: Basketball-Chef Mumbru übergibt an Assistent

08.09.2025 - 12:29:29

Trainerwechsel bei den deutschen Basketballern: Der Chefcoach ist nicht fit und zieht sich etwas zurück. Sein erfolgreicher Assistent aus der Vorrunde übernimmt wieder.

  • Übernimmt wieder die Chefrolle: Alan Ibrahimagic. - Foto: Matthias Stickel/dpa

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  • Alan Ibrahimagic übernimmt bei der EM wieder die Chefrolle. - Foto: Matthias Stickel/dpa

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  • Alex Mumbru rückt bei der EM ins zweite Glied. - Foto: Matthias Stickel/dpa

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Übernimmt wieder die Chefrolle: Alan Ibrahimagic. - Foto: Matthias Stickel/dpaAlan Ibrahimagic übernimmt bei der EM wieder die Chefrolle. - Foto: Matthias Stickel/dpaAlex Mumbru rückt bei der EM ins zweite Glied. - Foto: Matthias Stickel/dpa

Trainerwechsel in der Finalwoche der EM: Nationalcoach Alex Mumbru rückt bei den deutschen Basketballern wieder ins zweite Glied und übergibt seine Rolle an Assistent Alan Ibrahimagic. Der Spanier ist nach seiner Baucherkrankung nach wie vor nicht vollkommen fit und zieht sich deshalb zurück. 

Stattdessen wird Ibrahimagic bei der EM wieder die Verantwortung übernehmen und die Mannschaft in Riga auf das Viertelfinale gegen Slowenien mit NBA-Superstar Luka Doncic an diesem Mittwoch (20.00 Uhr/RTL und MagentaSport) vorbereiten, wie der Deutsche Basketball Bund mitteilte.

Mumbru als Assistent: «Von dort aus helfen»

«In den letzten Tagen habe ich erkannt, dass ich körperlich noch nicht so weit bin, dass ich die nötige Energie habe, um das Team während der Spiele aktiv von der Seitenlinie aus zu coachen», wurde Mumbru in der Verbandsmitteilung zitiert. «Ich habe beschlossen, die Zusammensetzung des Trainerstabs anzupassen und Alan bei den Spielen die Rolle des Head Coaches zu übertragen», sagte der Spanier.

Mumbru wird aber weiter beim Team bleiben. «Ich werde auf der Bank sitzen und von dort aus helfen. Wir im Trainerteam arbeiten weiterhin sehr eng zusammen, und ich glaube, dass dies der beste Weg für uns alle ist, um dem Team zum bestmöglichen Erfolg zu verhelfen.»

Ibrahimagic schon in der Vorrunde der Chef

Ibrahimagic hatte das Team bereits während der Vorrunde im finnischen Tampere betreut und zu fünf Siegen in fünf Spielen geführt. Mumbru hatte kurz vor EM-Beginn ein «akutes Abdomen» erlitten und war in Tampere ins Krankenhaus gebracht worden. Dabei handelt es sich um eine Notfallsituation, die sofortige medizinische Behandlung erfordert. Sie äußert sich meist in heftigen Bauchschmerzen.

Beim Achtelfinale gegen Portugal kehrte der 46 Jahre alte Spanier zwar an die Seitenlinie zurück, teilte sich die Coachingaufgaben aber mit Ibrahimagic. Allerdings war deutlich zu sehen, dass Mumbru noch nicht wieder komplett fit ist und im Krankenhaus einiges an Gewicht verloren hat.

Die Doppelrolle auf der Trainerbank sorgte für einige Unruhe, auch wenn die Mannschaft froh über die Rückkehr Mumbrus war und ihm den Sieg gegen Portugal widmete. «Der Coach ist ein Warrior. Man merkt, dass er diese Mentalität hat. Wir wissen, was er mitgemacht hat», hatte Kapitän Dennis Schröder über Mumbru nach dem Erfolg im Achtelfinale gesagt.

Erstes Turnier für Mumbru

Mumbru hat die Nationalmannschaft im vergangenen Jahr nach den Olympischen Spielen in Paris von Weltmeister-Trainer Gordon Herbert übernommen. Die EM in Finnland und Lettland ist sein erstes Turnier als Bundestrainer. Nach der Europameisterschaft steht erst im November das nächste Pflichtspiel in der WM-Qualifikation an. Dann soll Mumbru nach jetzigem Stand wieder übernehmen.

Der Ex-Profi hatte den Spielstil des Weltmeisters in diesem Sommer etwas angepasst. Unter dem Welt- und Europameister als Profi sollen Schröder und Co. schneller und aggressiver spielen als noch unter Herbert. Nach ein paar kleineren Anpassungsschwierigkeiten im Verlauf der Vorbereitung setzt das Team die Vorstellungen von Mumbru bei dieser EM bislang sehr gut um.

«Es ist seine Philosophie, sein System, das er diesen Sommer in die Nationalmannschaft reingebracht hat», sagte Maodo Lo nach der Partie gegen Portugal. «Wir haben ihn mit der Art und Weise, wie wir in der Hinrunde gespielt haben, quasi geehrt.»

@ dpa.de

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