Essen, 01.01.2026, 08:00 Uhr - Um auf die besonderen Herausforderungen der Silvesternacht vorbereitet zu sein, hat die Feuerwehr Essen auch in diesem Jahr frühzeitig umfangreiche organisatorische und personelle Maßnahmen getroffen.
01.01.2026 - 08:15:00FW-E: Bilanz zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 für die Feuerwehr und den Rettungsdienst in der Stadt Essen. Sämtliche Bereiche der Gefahrenabwehr wurden hierfür gezielt verstärkt.
In der Leitstelle standen während der Nacht zusätzliche Mitarbeitende bereit, um das erwartete hohe Aufkommen an Notrufen jederzeit zügig und strukturiert bearbeiten zu können. Gleichzeitig wurde auf den Wachen der Berufsfeuerwehr zusätzliches Einsatzpersonal eingeplant. Die Freiwillige Feuerwehr Essen ergänzte die Maßnahmen mit zahlreichen ehrenamtlichen Kräften und stellte damit eine flächendeckende Einsatzbereitschaft sicher.
Gemeinsam mit der Polizei Essen wurde ein abgestimmtes Sicherheits- und Kommunikationskonzept umgesetzt. Zur direkten Koordination wurden feste Ansprechpartner benannt und Verbindungsfunktionen in den jeweiligen Leitstellen eingerichtet.
Auch der Rettungsdienst wurde deutlich verstärkt: Die in Essen tätigen Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD besetzten zusätzliche Rettungswagen und Krankentransportfahrzeuge, um auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen reagieren zu können.
Dank dieser vorbereitenden Maßnahmen war die Gefahrenabwehr gut gerüstet, um die Vielzahl an Einsätzen während des Jahreswechsels 2025 auf 2026 sicher und professionell abzuarbeiten.
Rakete setzt Wohnung in Brand, Essen-Huttrop, Schwanenbuschstraße, 00:12 Uhr
Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses kam es zu einem Brand einer Wohnung, welche Abstellfläche genutzt wurde. Der betroffene Bereich war unbewohnt, jedoch stark mit Unrat beladen. Die Brandbekämpfung wurde initial mit zwei Trupps unter Atemschutz im Innenangriff eingeleitet. Parallel erfolgte ein Löschangriff über die Drehleiter. Insgesamt kamen drei C-Rohre zum Einsatz, zwei im Innenangriff sowie eines über die Drehleiter. Aufgrund eines intensiven Schwelbrandes im Unrat reichte der Einsatz von Wasser allein nicht aus. Zunächst wurde Netzmittel, im weiteren Verlauf Schaum eingesetzt, um eine vollständige Durchdringung des Brandgutes und eine nachhaltige Brandbekämpfung sicherzustellen. Der erforderliche massive Löschwassereinsatz führte zu einem erheblichen Wasserschaden, der sich über mehrere Etagen bis ins Erdgeschoss ausbreitete. Deckenbereiche sind durchfeuchtet und teilweise durchhängend. Aufgrund der Schadenlage musste das Gebäude stromlos geschaltet werden. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Der überwiegende Teil kam bei Freunden oder Angehörigen unter. Vier Personen wurden an die Betreuungsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes übergeben, die die weitere Unterbringung organisierte. Im Anschluss an die Brandbekämpfung erfolgte eine umfangreiche Brandnachschau, die sich über rund zwei Stunden erstreckte. Dabei wurden verbliebene Glutnester kontrolliert und weitere Nachlöscharbeiten durchgeführt.
Brennender Unrat setzt Anbau in Brand, Essen-Frohnhausen, Frohnhauser Straße, 01:13 Uhr
Im Hinterhof eines Wohngebäudes kam es zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung. Der Brandrauch breitete sich massiv über den Treppenraum des Wohnhauses aus. Die Feuerwehr verschaffte sich gewaltsam Zugang zum Gebäude, um eine umgehende Erkundung und Brandbekämpfung durchführen zu können. Das Feuer im Hinterhof konnte schnell gelöscht werden. Aufgrund der starken Rauchausbreitung kontrollierten die Einsatzkräfte auch den Bereich unterhalb der Dachkonstruktion des Anbaues im Hinterhof. Zur Kontrolle möglicher Brand- und Glutnester wurde die Dachhaut des Anbaues geöffnet. Anschließend erfolgte eine maschinelle Belüftung des Gebäudes, um Brandrauch zu entfernen. Vier betroffenen Personen wurden rettungsdienstlich gesichtet. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
PKW prallt gegen Baum, Heidhauser Straße, Essen-Heidhausen, 04:37 Uhr
In den frühen Morgenstunden kam es um 04:37 Uhr auf der Heidhauser Straße in Essen-Heidhausen zu einem Verkehrsunfall, der über ein automatisches E-Call-System gemeldet wurde. Ein weißer Kombi ist von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer war nicht eingeklemmt und ansprechbar, wurde jedoch aufgrund seines Verletzungsmusters patientenorientiert gerettet. Die technische Rettung erfolgte durch die Freiwillige Feuerwehr Essen-Werden-Heidhausen mit Unterstützung des Hilfeleistungszuges der Hauptwache.
Gleichbleibende Tendenz
Zur Analyse der Einsatzlage in der Silvesternacht wurden die Einsätze der Feuerwehr Essen im Zeitraum von 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr ausgewertet. Im Bereich des Brandschutzes wurden im Auswertungszeitraum insgesamt 109 Einsätze registriert. Diese gliedern sich in 92 Kleinbrände, 6 Einsätze mittlerer Brände sowie 6 Auslösungen von Brandmeldeanlagen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag erneut im Bereich der kleineren Brandereignisse, wie sie für die Silvesternacht typischerweise zu erwarten sind. Im Vorjahresvergleich zeigt sich eine Zunahme von zwei Einsätzen.
Im Rettungsdienst wurden während des betrachteten Zeitraums insgesamt 125 Einsätze abgearbeitet. Diese verteilten sich auf 17 Krankentransporte, 21 dringliche Krankentransporte, 72 Einsätze von Rettungswagen sowie 15 Notarzteinsätze. Die Einsätze spiegeln eine moderates medizinisches Hilfeleistungsaufkommen rund um den Jahreswechsel wider. Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein Rückgang von dreiundzwanzig Einsätzen.
Übergriffe auf Einsatzkräfte
Leider kam es in der Silvesternacht erneut zu gezielten Übergriffen auf Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Insgesamt wurden zwei separate Vorfälle registriert, die im Folgenden dargestellt werden.
Vorfall 1: Angriff auf Rettungswagen auf der Steeler Straße
Auf der Steeler Straße wurde ein Rettungswagen auf dem Weg zur Einsatzstelle mehrfach mit Feuerwerksraketen und Knallkörpern beworfen.
Vorfall 2: Brennende Mülltonnen und Beschuss von Einsatzfahrzeugen
In Bereich Hörsterfeld wurden mehrere Mülltonnen auf der Straße in Brand gesetzt. Zusätzlich wurden Einsatzfahrzeuge gezielt mit Pyrotechnik beschossen. Auch hier kam es zu Sachschäden an den Fahrzeugen, Personen wurden nicht verletzt.
In beiden Fällen blieb es glücklicherweise bei Sachschäden. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden nicht verletzt. Die Polizei übernahm jeweils die Lageklärung und stellte die Sicherheit der Einsatzstellen sicher.
Zum Abschluss bedankt sich die Feuerwehr Essen bei allen eingesetzten Kräften. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften, die mit ihrem persönlichen Engagement maßgeblich dazu beigetragen haben, die hohen Anforderungen der einsatzintensivsten Nacht des Jahres im Brandschutz und Rettungsdienst erfolgreich zu bewältigen.
Die Feuerwehr Essen wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und sicheres Jahr 2026.
Rückfragen bitte an:
Feuerwehr Essen
Nico Blum
Telefon: 0201-12370104
Fax: 0201 12-3820119
E-Mail: nico.blum@feuerwehr.essen.de
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