Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) fordert ein Smartphone-Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
02.01.2026 - 05:00:00Voigt will Smartphone-Verbot für Unter-14-Jährige
"Demgegenüber hat der Staat einen Schutzauftrag." Ein Staat, der seine Jugend schützt, schütze auch seine Demokratie. "Was wir bei Alkohol und Zigaretten durchsetzen, müssen wir auch im digitalen Raum leisten", sagte Voigt. "Unsere Kinder sind die erste Generation, die mit dem Smartphone einen hoch technisierten Fernseher, eine Kommunikationsmaschine und eine Shoppingplattform in der Hosentasche mit sich herumträgt." Das überfordere viele in einer entscheidenden, sensiblen Entwicklungsphase. "Wenn Freiheit bedeutet, Kinder ungeschützt digitalen Süchten, permanentem Vergleich und Manipulation auszusetzen, dann ist das keine Freiheit, sondern Fahrlässigkeit", so Voigt. "Wir lassen einen Zwölfjährigen auch nicht Auto fahren, nur weil er es theoretisch lernen könnte. Altersgrenzen, Plattformpflichten und verlässliche Altersverifikation sind deshalb notwendige Schutzstandards. Der Staat ist nicht nur Hüter der Ordnung, sondern auch Wächter der Schwächsten." Thüringen habe bereits eine entsprechende Bundesratsinitiative angestoßen. "Wir sind im Austausch mit Bundesministerin Karin Prien und den Expertengremien, um praktikable Regeln zu entwickeln", sagte Voigt. "Unser Ziel ist ein klares Schutzversprechen an Kinder und Jugendliche: aufwachsen zu können ohne permanente Bewertung, ohne Überforderung, ohne digitalen Dauerstress."


