Weltcup, Wintersport

Deutsche Biathleten enttäuschen in Verfolgung von Oberhof

10.01.2026 - 13:02:11

Philipp Nawrath geht als Zweiter ins Rennen. Doch wie seine Kollegen patzt er zu oft am Schießstand. Teamkollege Philipp Horn fiel erkrankt aus. Ein Italiener feiert.

Durch zu viele Patzer am Schießstand haben die deutschen Biathleten beim Heim-Weltcup in Oberhof in der Verfolgung eine enttäuschende Teamleistung abgeliefert. Als bester des DSV-Quintetts schaffte es Philipp Nawrath auf Rang 14. 

Als Sprint-Zweiter ins Rennen gegangen, lag er bis zur Hälfte des Rennens auf Siegkurs. Doch nach insgesamt sieben Strafrunden reichte es für den 32-Jährige nicht mal für einen Top-Ten-Platz. «Der Wind war beherrschbar. Und die anderen haben auch Geschenke verteilt», sagte Nawrath. «Zweimal als Führender aus dem Stadion zu laufen, war ein mega Gefühl. Aber dann sind vielleicht doch in bisschen die Nerven aufgekommen.» 

In der Endabrechnung leisteten sich die Deutschen 24 Fehlschüsse, insgesamt wurde schlecht geschossen, keiner der 56 Starter kam fehlerfrei durch. 

Podestchance vergeben

Nawrath hatte 45,5 Sekunden Rückstand auf den wie im Sprint siegreichen Tommaso Giacomel. Der Italiener setzte sich nach sechs Fehlern mit 4,5 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Martin Uldal (4 Fehler) durch. Dritter wurde der Schwede Sebastian Samuelsson (6/+ 8,8 Sekunden).

Nawrath hatte nach den beiden Liegendeinlagen zwei Strafrunden zu Buche stehen. Dennoch kam er als Führender zum ersten Stehendanschlag. Da ließ er aber gleich drei Scheiben stehen und fiel zurück. «Ich habe zwei, drei Runden vielleicht vorne einen Tick zu viel Druck gemacht», sagte er. Beim letzten Schießen hätte der Allgäuer durch die Fehler der anderen sogar wieder die Podestplätze angreifen können. Aber zwei weitere Extrarunden waren am Ende zu viel: «Da sind vielleicht zu viele Gedanken aufgekommen.»

David Zobel kam als 22. ins Ziel (6 Fehler), Lucas Fratzscher (4) wurde 27., Justus Strelow (3) landete auf Position 35 und Johannes Kühn (4) beendete sein zweites Weltcuprennen der Saison auf Rang 37. Für Lokalmatador Philipp Horn ist der Weltcup wegen eines viralen Infekts beendet. Die Männer sind zum Abschluss am Sonntag in der Staffel (11.00 Uhr/ARD und Eurosport) gefordert.

@ dpa.de

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