Ukraine, Russland

Brantner kritisiert Zurückhaltung von Merz bei Sicherheitsgarantien

07.01.2026 - 11:40:22

Grünen-Chefin Franziska Brantner hat die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert, die Bundeswehr nicht direkt in der Ukraine am geplanten Schutz durch europäische Truppen zu beteiligen."Wir dürfen uns in Europa nicht wegducken, falls es doch zu einem Waffenstillstand oder Friedensschluss kommt, der international abgesichert werden muss", sagte Brantner der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).

"Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, einen Frieden in der Ukraine gemeinsam mit unseren europäischen Partnern zu schützen, kann und darf sich Deutschland dieser Solidarität nicht verweigern", so die Grünen-Politikerin. "Die Sicherheitsgarantien müssen so robust ausgestaltet sein, dass die Ukraine ohne permanente Angst vor neuen russischen Angriffen in die Zukunft blicken kann. Alles andere wäre kein Frieden, sondern nur eine Kriegs-Pause auf Zeit", sagte sie.

Brantner gab allerdings auch zu bedenken: "Bevor überhaupt über die Frage möglicher europäischer Sicherheitsgarantien oder gar einer Stationierung von Truppen in der Ukraine gesprochen werden kann, braucht es zunächst eines: die Zustimmung Wladimir Putins zu einem belastbaren Friedensabkommen." Ihre Hoffnung, dass er zu einem echten, verlässlichen Frieden bereit sei, sei allerdings gering, so Brantner.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Selenskyj wirft Kreml gezielten Terror gegen Bevölkerung vor. Der ukrainische Präsident Selenskyj sieht darin ein zynisches Kalkül. Mitten im Winter werden die russischen Angriffe gegen die ukrainische Energieversorgung immer stärker. (Ausland, 11.01.2026 - 11:32) weiterlesen...

Laschet hält deutsche Soldaten in der Ukraine für möglich Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine für möglich."Die Bedingung ist ein Waffenstillstandsabkommen mit Russland, in dem glaubwürdige Sicherheitsgarantien auch der Amerikaner für die Ukraine vereinbart werden", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Ausland, 10.01.2026 - 13:27) weiterlesen...

Verletzte in der Ukraine, Öldepot brennt in Russland Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Verletzte und schwere Schäden gegeben. (Boerse, 10.01.2026 - 12:20) weiterlesen...

Ohne Strom und Heizung - Lage in Kiew schwierig. Der ukrainische Präsident Selenskyj deutet dies als Drohgebärde gegen ganz Europa. Russland hat erneut eine seiner gefürchteten Mittelstreckenraketen Oreschnik auf die Ukraine abgefeuert. (Ausland, 10.01.2026 - 04:55) weiterlesen...

Selenskyj: Russland will unsere Städte ausschalten Nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versucht Russland, mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte der Ukraine unbewohnbar zu machen. (Boerse, 09.01.2026 - 20:05) weiterlesen...

UN-Behörde verhandelt über Feuerpause am AKW Saporischschja Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja zur Reparatur einer Stromleitung. (Boerse, 09.01.2026 - 18:01) weiterlesen...