Salzgitter-Chef widerspricht Merz im Stahlstreit
07.02.2025 - 10:45:40Der CDU-Politiker hatte Zweifel geäußert, ob in absehbarer Zeit genügend Wasserstoff verfügbar sei, um damit künftig CO2-neutralen Stahl zu produzieren. Merz hatte dafür geworben, auf Abspaltung und Speicherung von CO2 (CCS) zu setzen. Groebler sagte nun dem "Spiegel", er halte nichts von CCS in der Stahlbranche, das Verfahren sei hochkomplex. Man könne es zwar bei einer erdgasbetriebenen Direktreduktionsanlage nutzen. Aber da Erdgas nur eine Übergangslösung bis zum Wasserstoff sei, halte er das nicht für sinnvoll. Er warb dafür, den von der Ampelregierung beschrittenen Weg fortzusetzen. "Wir werden die Transformation nicht anhalten", das sei in Salzgitter "aufgrund des Projektfortschritts auch gar nicht mehr möglich". Dass Europa auch in Zukunft eine eigene Stahlindustrie brauche, begründet Groebler auch mit der "Zeitenwende" in der Verteidigungspolitik. Salzgitter wolle selbst in die Produktion von Sicherheitsstählen einsteigen, wie sie beispielsweise für den Panzerbau benötigt werden. Rüstungskonzerne hatten zuletzt immer wieder beklagt, dass sie dafür auf ausländische Anbieter angewiesen seien. "Wir qualifizieren uns gerade für solche Produkte", sagte Groebler. @ dts-nachrichtenagentur.de
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