Zuckerhaltige, Getränke

Zuckerhaltige Getränke erhöhen Risiko für Schwangerschaftsdiabetes

09.02.2026 - 01:43:12

Der Konsum zuckerhaltiger Getränke erhöht das Risiko für Gestationsdiabetes deutlich. Ein Wechsel zu Wasser und ungesüßten Tees ist eine einfache, aber wirksame Präventionsmaßnahme für Schwangere.

Eine einfache Ernährungsumstellung kann Schwangere vor Diabetes schützen. Der Verzicht auf zuckerhaltige Limonaden, Säfte und Eistees senkt das Risiko für einen Gestationsdiabetes (GDM) deutlich. Angesichts steigender Fallzahlen gewinnt diese leicht umsetzbare Maßnahme enorm an Bedeutung.

Warum zuckerhaltige Getränke so riskant sind

Experten warnen eindringlich vor diesen Getränken. Sie liefern nicht nur „leere“ Kalorien, sondern treiben den Blutzucker schnell in die Höhe. Die Bauchspeicheldrüse muss in der Schwangerschaft ohnehin mehr Insulin produzieren. Zuckerhaltige Getränke überlasten sie – eine Insulinresistenz, das Kennzeichen von Schwangerschaftsdiabetes, kann die Folge sein.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) betont: Eine Zuckerreduktion in den ersten 1.000 Lebenstagen – von der Empfängnis bis zum zweiten Geburtstag – senkt das spätere Krankheitsrisiko des Kindes maßgeblich. Der Verzicht auf süße Getränke ist hier ein zentraler, einfacher Schritt.

Wasser ist der beste Durstlöscher

Die Basis der Flüssigkeitszufuhr sollten Wasser und ungesüßte Tees bilden. Leitlinien empfehlen mindestens 1,5 Liter täglich. Wasser beeinflusst den Blutzucker nicht und ist kalorienfrei – ideal für Mutter und Kind.

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Für mehr Geschmack:
* Infused Water mit Zitrone, Beeren, Minze oder Ingwer
* Stark verdünnte Saftschorlen (Wasseranteil überwiegt!)
* Light-Getränke nur in kleinen Mengen, nicht als Hauptgetränk

Bewegung und Ernährung komplettieren die Prävention

Die Getränkeumstellung ist oft der erste Schritt. Eine umfassende Lebensstilanpassung bietet den besten Schutz:
* Ausgewogene Ernährung: Viel Gemüse, Vollkornprodukte, gesunde Fette
* Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, um Blutzuckerspitzen zu vermeiden
* Regelmäßige Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit der Zellen

Studien zeigen: Schwangere, die sich von Beginn an mehr bewegen, erhalten seltener die GDM-Diagnose.

Einfache Maßnahme mit großer Wirkung

Die Fokussierung auf einfache, wirkungsvolle Schritte wie die Getränkeauswahl kann viel bewirken. Da Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes ein stark erhöhtes Risiko für späteren Typ-2-Diabetes haben, sind Nachsorge und ein gesunder Lebensstil auch nach der Geburt entscheidend. Fachgesellschaften fordern zudem politische Maßnahmen zur Zuckerreduktion in Lebensmitteln, um die Gesundheit kommender Generationen zu schützen.

@ boerse-global.de