Zscaler-Report: KI-Systeme in Minuten geknackt
28.01.2026 - 22:32:11KI-Sicherheit ist ein Mythos: Ein neuer Bericht des Cloud-Sicherheitsanbieters Zscaler enthüllt, dass Unternehmens-KI in Sekunden kompromittiert werden kann. Die Studie zeigt alarmierende Sicherheitslücken auf, während die Nutzung explodiert.
KI-Nutzung explodiert, Kontrolle schwindet
Die Untersuchung, die fast eine Billion KI- und Machine-Learning-Transaktionen analysierte, kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: 100 Prozent der getesteten Unternehmens-KI-Systeme wiesen kritische Schwachstellen auf. Im Durchschnitt dauerte es nur 16 Minuten, diese auszunutzen. In einem Extremfall fiel eine Sicherheitsbarriere in einer einzigen Sekunde.
Grund für die massive Verwundbarkeit ist eine rasante, unkontrollierte Verbreitung. Die Aktivität auf Zscalers Plattform stieg im Jahresvergleich um 91 Prozent über mehr als 3.400 Anwendungen hinweg. Viele Unternehmen haben laut Bericht nicht einmal eine grundlegende Übersicht, welche KI-Modelle sie überhaupt einsetzen.
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Finanzbranche führt, Datenflut wächst
Besonders intensiv nutzen die Finanz- und Versicherungsbranche KI-Tools. Sie sind für 23 Prozent des gesamten Datenverkehrs verantwortlich. Den stärksten Zuwachs verzeichneten jedoch der Technologie- (plus 202 Prozent) und der Bildungssektor (plus 184 Prozent).
Mit der Nutzung steigt das Risiko: Der Transfer sensibler Daten zu KI-Anwendungen wuchs um 93 Prozent auf über 18.000 Terabyte. Diese gewaltigen Datenmengen sind ein äußerst attraktives Ziel für Cyberkriminelle.
Realer Test: Jede erste Attacke erfolgreich
Die größte Gefahr liegt in der Unmittelbarkeit der Bedrohung. In simulierten Angriffen – sogenannten Red-Teaming-Übungen in 25 Unternehmensumgebungen – zeigte sich: Werden KI-Systeme gezielt angegriffen, versagen sie fast augenblicklich.
In 72 Prozent der getesteten Umgebungen deckte bereits der allererste Test eine kritische Sicherheitslücke auf. Die Systeme ließen sich dazu bringen, sensible Daten preiszugeben, verzerrte oder themenfremde Antworten zu produzieren oder schädliche URLs nicht zu erkennen.
Neue Ära: Autonome KI-Angriffe drohen
Die nächste Welle der Bedrohung kündigt sich laut Zscaler bereits an: Autonome „Agentic“-KI. Diese fortschrittlichen Agenten könnten künftig Cyberangriffe vollautomatisch durchführen – von der Erkundung des Ziels bis zur Ausbreitung im Netzwerk.
Das bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Verteidigung. Anstatt menschlicher Angreifer müssen sich Sicherheitsteams auf Attacken einstellen, die sich in Maschinengeschwindigkeit anpassen und skalieren können. KI wird damit nicht nur zum Produktivitätswerkzeug, sondern auch zum primären Angriffsvektor.
Industrie reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten
Der Bericht trifft auf eine Branche, die mit dem dualen Charakter der KI ringt: enormes Potenzial bei gleichzeitig hohem Risiko. Herkömmliche Sicherheitsmodelle wie Firewalls sind gegen neue Bedrohungen wie Prompt-Injection oder Data-Poisoning oft machtlos.
Als Reaktion hat Zscaler eine KI-Security-Suite eingeführt. Der Branche wird zunehmend klar, dass eine strenge KI-Governance zur unmittelbaren betrieblichen Notwendigkeit wird. Immer mehr Experten sehen in einer Zero-Trust-Architektur den einzigen Weg, sensible Daten in diesem neuen Bedrohungsumfeld zu schützen.
Für Geschäftsführer und CISOs ist die Botschaft eindeutig: Die Ära des blinden Vertrauens in KI ist vorbei. Proaktive Governance, kontinuierliche Tests und strikte Zugangskontrollen werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
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