Zimt, Gewürz

Zimt: Das Gewürz, das wie GLP-1-Medikamente wirken könnte

18.01.2026 - 00:10:12

Forschungsergebnisse zeigen, dass Zimtaldehyd im Gewürz die Freisetzung des Darmhormons GLP-1 anregen kann, was die Insulinsensitivität verbessert und den Blutzucker senkt.

Zimt könnte auf natürliche Weise den Blutzucker regulieren. Aktuelle Forschungen zeigen Parallelen zu teuren Medikamenten auf GLP-1-Basis, die für Diabetes und Gewichtsverlust eingesetzt werden. Das jahrhundertealte Gewürz rückt damit in den Fokus der modernen Ernährungsmedizin.

Ein Hormon-Effekt aus der Küche

Verantwortlich für die Wirkung sind bioaktive Stoffe im Zimt, allen voran Zimtaldehyd. Diese Verbindungen verbessern die Insulinsensitivität der Zellen – der Körper kann Zucker aus dem Blut also besser verwerten. Einige Studien deuten auf eine Senkung des Nüchternblutzuckers um bis zu 29 Prozent hin, wobei umfassendere Analysen von moderateren Effekten sprechen.

Der spannendste Fund: Präklinische Studien zeigen, dass Zimtaldehyd spezielle Zellen im Darm direkt zur Freisetzung von GLP-1 anregen kann. Dieses Darmhormon spielt eine Schlüsselrolle:

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  • Es regt die Insulinausschüttung an.
  • Es verlangsamt die Magenentleerung und fördert so das Sättigungsgefühl.
  • Es trägt zur natürlichen Blutzuckerkontrolle bei.

Vorsicht vor der falschen Sorte

Nicht jeder Zimt ist für den regelmäßigen Verzehr geeignet. Der weit verbreitete Cassia-Zimt enthält viel Cumarin, das in größeren Mengen leberschädigend wirken kann. Gesundheitsbehörden raten daher, für den täglichen Gebrauch auf Ceylon-Zimt (“echter Zimt”) umzusteigen, der nur Spuren des Stoffs enthält.

Wer von den potenziellen Vorteilen profitieren möchte, sollte also genau auf die Sorte achten – besonders bei Mengen von einem halben bis ganzen Teelöffel täglich, wie sie in Studien verwendet wurden.

Kein Wundermittel, aber ein vielversprechender Helfer

Die Forschung betrachtet Zimt als funktionelles Lebensmittel, nicht als Ersatz für Medikamente. Die bisherigen Ergebnisse zum GLP-1-Effekt stammen vor allem aus Labor- und Tierversuchen. Ob und wie stark der Effekt beim Menschen wirkt, müssen nun große klinische Studien klären.

Bis dahin bleibt Zimt ein faszinierendes Beispiel: Ein traditionelles Gewürz könnte dank moderner Wissenschaft einen festen Platz in der präventiven Ernährungsmedizin finden – ganz ohne Rezept.

@ boerse-global.de