Zeitmanagement, Perfektion

Zeitmanagement: Perfektion war gestern, „gut genug“ ist das neue Ziel

26.01.2026 - 07:02:12

Ein neuer Ansatz im Zeitmanagement setzt auf Flexibilität und die Akzeptanz zufriedenstellender Lösungen, um Stress zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Jagd nach perfekter Effizienz ist out. Ein neuer Trend im Zeitmanagement setzt auf Flexibilität und die Akzeptanz des „gut genug“.

Abschied von der „Hustle Culture“

Die Ära der glorifizierten Überstunden und pausenlosen Erreichbarkeit neigt sich dem Ende zu. Die sogenannte „Hustle Culture“ wird zunehmend als Treiber für Stress und Burnout identifiziert. Als Gegenbewegung etabliert sich ein Ansatz, der die psychische Gesundheit in den Vordergrund stellt. Konzepte wie „Quiet Thriving“ zeigen: Immer mehr Arbeitnehmer wollen ihre Aufgaben engagiert erledigen – aber innerhalb ihrer vertraglichen Zeit und ohne Selbstausbeutung.

Die Kraft des „Satisficing“

Ein Kern des neuen Denkens ist das Prinzip des „Gut Genug“, in der Psychologie als „Satisficing“ bekannt. Es beschreibt die bewusste Wahl einer zufriedenstellenden Lösung, anstatt endlos nach dem Optimum zu suchen. Studien belegen: Wer ständig maximiert, leidet häufiger unter Stress. Die Akzeptanz einer „guten genug“-Lösung hingegen führt zu mehr Zufriedenheit und befreit von lähmendem Perfektionismus. Die gewonnene Energie kann in wirklich wesentliche Aufgaben fließen.

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Flexibilität schlägt starre Pläne

Klassische Methoden wie die Pomodoro-Technik sind nicht obsolet, werden aber neu interpretiert. Sie dienen heute als flexible Werkzeuge in einem anpassungsfähigen System. In einer Arbeitswelt voller unvorhersehbarer Ereignisse ist die Fähigkeit, Pläne dynamisch anzupassen, entscheidend. Effektives Zeitmanagement bedeutet 2026 nicht minutiöse Planung, sondern klare Prioritäten bei gleichzeitigem Raum für Spontaneität.

Ein fundamentaler Wertewandel

Dieser Wandel ist mehr als eine Technikanpassung. Er spiegelt einen gesellschaftlichen Wertewandel wider, der durch Digitalisierung und flexible Arbeitsmodelle beschleunigt wird. Unternehmen erkennen zunehmend: Das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Eine Kultur, die Flexibilität fördert und Perfektionismus hinterfragt, steigert die Zufriedenheit und Bindung der Belegschaft.

Die Zukunft ist individuell und nachhaltig

Die Zukunft des Zeitmanagements liegt in der Individualisierung. Es wird keinen Einheitsansatz mehr geben. Stattdessen muss jeder seine passenden Methoden finden. Entscheidende Kompetenzen werden sein:
* Prioritäten klar zu setzen
* Auch mal „Nein“ zu sagen
* Sich von der Erreichbarkeitsfalle zu befreien

Für Unternehmen bedeutet das, auf Vertrauen und Ergebnisorientierung zu setzen – nicht auf die reine Anwesenheit. Das Ziel verschiebt sich von „mehr in kürzerer Zeit“ hin zu „die richtigen Dinge mit der richtigen Energie tun“.

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