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Xbox-App bringt Game Pass nativ auf Windows-Arm-PCs

28.01.2026 - 20:22:11

Microsoft hat die Xbox-App für Arm-basierte Windows-11-PCs freigegeben und ermöglicht so lokale Spieleinstallationen. Damit wird Windows on Arm zu einer vollwertigen Gaming-Plattform mit breitem Game-Pass-Angebot.

Microsoft hat die Xbox-App für alle Arm-basierten Windows-11-PCs freigegeben. Damit wird die bisherige Nische für Spiele-Streaming zu einem vollwertigen Ökosystem für lokal installierte Games. Besitzer von Geräten mit modernen Arm-Prozessoren wie der Snapdragon-X-Serie können jetzt Hunderte Titel direkt aus dem PC-Game-Pass-Katalog herunterladen und spielen. Das ist ein entscheidender Schritt zur Gleichstellung mit herkömmlichen x86-Systemen.

Diese Entwicklung ist mehr als nur ein App-Update. Sie krönt jahrelange Plattform-Investitionen von Microsoft. Bislang waren Nutzer von Arm-Laptops größtenteils auf das Xbox-Cloud-Gaming angewiesen. Die neue, native Xbox-App ermöglicht nun lokale Installationen und bringt die volle Power des Game Pass auf effiziente, leistungsstarke Arm-Laptops. Zum Start sind über 85 Prozent des Game-Pass-Katalogs auf diesen Geräten kompatibel. Microsoft kündigte an, diese Unterstützung weiter auszubauen.

Strategischer Schub für Windows on Arm

Der offizielle Rollout der Xbox-App ist ein klares Signal: Microsoft setzt strategisch auf Windows on Arm als vollwertige Gaming-Plattform. Die Maßnahme adressiert direkt eines der größten Hindernisse für die Architektur: die begrenzte Auswahl an nativen Spielen. Nutzer neuer Copilot+-PCs und anderer Snapdragon-Geräte erhalten so Zugriff auf Hunderte Games – ohne zwingend eine stabile Internetverbindung fürs Cloud-Streaming zu benötigen.

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Die lokale Installation ist das Hauptfeature, doch das Cloud-Gaming bleibt integraler Bestandteil der Strategie. Für den Teil des Katalogs, der noch nicht nativ auf Arm läuft, steht der Streaming-Dienst nahtlos als Fallback-Option bereit. Dieser hybride Ansatz garantiert den umfassendsten Titel-Zugang, während Microsoft und seine Partner die native und emulierte Unterstützung erweitern. Der Start untermauert den Gaming-Wert von Arm-Laptops, die für ihre lange Akkulaufzeit und oft lautlose Kühlung geschätzt werden – ideale Voraussetzungen für Gaming unterwegs.

Die Technologie hinter dem Durchbruch

Dieser Durchbruch wurde durch eine Reihe entscheidender technologischer Fortschritte im Hintergrund ermöglicht, allen voran durch Microsofts Prism-Emulator. Diese Übersetzungsschicht erlaubt es Software und Spielen, die ursprünglich für x86/x64-Prozessoren gebaut wurden, auf Arm-Hardware zu laufen. Ein bedeutendes Update Ende 2025 erweiterte die Fähigkeiten von Prism um die Unterstützung für AVX- und AVX2-Befehlssätze. Diese Sets sind eine Grundvoraussetzung für viele moderne Spiele. Ihre Integration in den Emulator erschloss eine große Zahl zuvor inkompatibler Titel.

Neben der Emulation arbeitete Microsoft an einer vollständigen Gaming-Erfahrung. Eine Schlüssel-Errungenschaft war die native Unterstützung für populäre Anti-Cheat-Lösungen wie Epics Easy Anti-Cheat (EAC). Dadurch können beliebte Multiplayer-Spiele wie Fortnite auf Arm-Geräten laufen – die Tür zu kompetitivem Online-Spiel steht offen. Der erfolgreiche Start ist das Ergebnis koordinierter Anstrengungen: Verbesserungen am Emulator, Änderungen am Storefront der Xbox-App, optimierte GPU-Treiber von Silikon-Partnern wie Qualcomm und die Zusammenarbeit mit Anti-Cheat-Anbietern.

Breite Kompatibilität und Ökosystem-Ausbau

Microsofts Angabe, dass über 85 Prozent der Game-Pass-Bibliothek zum Start kompatibel sind, belegt die Fortschritte mit der Prism-Emulation. Das Unternehmen betont die fortlaufende Zusammenarbeit mit Spieleentwicklern und Partnern, um diese Zahl zu erhöhen und die Performance weiter zu verbessern. Für Nutzer hat Microsoft zudem das Tool Windows Performance Fit entwickelt. Es gibt eine Einschätzung, wie gut bestimmte Titel auf einem Gerät basierend auf dessen Hardware laufen sollten.

Der Start der Xbox-App auf Arm war Teil eines breiteren Januar-Updates für das Xbox-Ökosystem. Parallel dazu rollte Microsoft ein häufig nachgefragtes Feature aus: einen Spielstand-Sync-Indikator für PC und Handhelds. Dieser Indikator zeigt in Echtzeit den Status von Cloud-Speicherständen an und gibt Spielern die Sicherheit, dass ihr Fortschritt beim Wechsel zwischen Geräten synchronisiert ist. In einer weiteren Expansionsmaßnahme kündigte Microsoft eine Partnerschaft an, um Xbox Cloud Gaming noch 2026 auf ausgewählte Smart-TVs von Hisense und mit V homeOS zu bringen.

Branchenweite Implikationen und Ausblick

Die Einführung einer vollwertigen Xbox-App für Windows on Arm stellt die lange Dominanz der x86-Architektur von Intel und AMD im PC-Gaming infrage. Da Arm-Prozessoren leistungsfähiger und effizienter werden, sind sie eine immer attraktiverer Alternative für Laptops und Handheld-Geräte. Microsofts Schritt validiert die Plattform und dürfte mehr Spieleentwickler ermutigen, native Arm-Versionen ihrer Titel zu erstellen.

Die Wettbewerbslandschaft verändert sich bereits. Selbst Valve, Betreiber des riesigen Steam-Stores, experimentierte 2025 mit Arm und führte native Unterstützung für Apples Arm-Silicon ein. Microsofts Investition könnte die Entstehung einer neue Kategorie von Windows-basierten Handheld-Konsolen mit Arm-Chips beschleunigen. Diese könnten eine deutlich längere Akkulaufzeit als die aktuelle Generation x86-basierter Geräte bieten. Für Verbraucher verspricht der verstärkte Wettbewerb zwischen Prozessorarchitekturen mehr Innovation und vielfältigere Hardware-Auswahl.

Der offizielle Start der Xbox-App ist ein Grundstein für Gaming auf Windows on Arm, aber erst der Anfang. Der Fokus liegt nun darauf, mit Partnern die verbleibende Kompatibilitätslücke im Game-Pass-Katalog zu schließen und die Performance durch Emulation und native Unterstützung weiter zu optimieren. Das Potenzial der Plattform wächst mit leistungsfähigerer Hardware. Die Geräte-Ökosphäre mit Qualcomms Snapdragon X Elite ist noch jung, und künftige Chip-Generationen werden noch mehr Leistung bringen. Berichte, dass auch andere Silikon-Anbieter wie Nvidia an Hochleistungs-Arm-Chips für Gaming-Laptops arbeiten, deuten auf eine lebendige und wettbewerbsintensive Zukunft hin.

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