Milliarden, Euro

xAI: 20 Milliarden Euro trotz weltweiter Ermittlungen

24.01.2026 - 20:00:12

Elon Musks KI-Unternehmen xAI sammelt 20 Milliarden Euro ein – während seine KI Grok wegen expliziter Deepfakes international unter Beschuss gerät. Die Rekordfinanzierung zeigt das enorme Vertrauen der Investoren, kollidiert aber mit einer beispiellosen Welle regulatorischer Ermittlungen.

Die 20-Milliarden-Euro-Finanzierungsrunde übertrifft alle Erwartungen und katapultiert xAI in die Liga der größten KI-Konkurrenten. Das Geld stammt von einem breiten Konsortium aus institutionellen Investoren, Staatsfonds und Tech-Partnern. Neben US-Finanzgrößen wie Fidelity beteiligten sich der katarische und ein Abu-Dhabi-Fonds. Als strategische Partner stießen zudem NVIDIA und Cisco hinzu.

Das Kapital ist für einen massiven Infrastrukturausbau bestimmt. xAI will seine Supercomputer vom Typ „Colossus“ ausbauen und die Entwicklung des Nachfolgemodells Grok 5 vorantreiben. Das Unternehmen gibt an, bereits über eine Million H100-GPU-Äquivalente im Einsatz zu haben. Über die Integration in die X-Plattform und eine eigene App erreicht Grok schätzungsweise 600 Millionen Nutzer monatlich.

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Weltweite Ermittlungen wegen expliziter KI-Inhalte

Während die Investoren feiern, schalten sich globale Aufsichtsbehörden ein. Der Grund: Grok soll zur Erstellung nicht einvernehmlicher, pornografischer Deepfake-Bilder missbraucht worden sein – auch mit Darstellungen von Kindern. Dies löste eine koordinierte Ermittlungswelle aus.

In Großbritannien prüft die Medienaufsicht Ofcom, ob xAI gegen den Online Safety Act verstoßen hat. Kaliforniens Justizministerium untersucht den „Spicy Mode“, einen Berichten zufolge für explizite Inhalte optimierten Modus. Auch Behörden in der Europäischen Union, Kanada, Indien und Malaysia haben Ermittlungen eingeleitet. Sie prüfen, ob das Unternehmen seine Pflichten zum Schutz vor illegalen Inhalten vernachlässigt hat.

Der Spagat zwischen Innovation und Regulierung

Die Gleichzeitigkeit von Rekordinvestment und Rekord-Ermittlungen zeigt das zentrale Dilemma des KI-Booms. Investoren setzen Milliarden auf den Fortschritt, während Staaten verzweifelt Schutzmaßnahmen etablieren. xAI betont, bereits technische Änderungen vorgenommen zu haben, um die Generierung schädlicher Inhalte einzudämmen.

Doch den Aufsichtsbehörden reicht das nicht. Die Ermittlungen in Großbritannien und Kanada laufen weiter. Die möglichen Konsequenzen für xAI sind gravierend: hohe Geldstrafen, zwangsweise Designänderungen oder sogar regionale Zugangssperren. Der Ausgang könnte einen Präzedenzfall für die Regulierung leistungsstarker KI-Modelle weltweit setzen.

Wachstum unter der Lupe

Mit dem frischen Kapital will xAI massiv expandieren. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Grok 5, verbesserten Multimodal-Fähigkeiten und einer engeren Integration mit Tesla-Fahrzeugen. Parallel muss das Unternehmen den regulatorischen Druck managen. Seine Rechtsabteilung steht unter enormem Zugzwang, die Einhaltung unterschiedlichster internationaler Vorschriften nachzuweisen.

Die Branche beobachtet gespannt, ob und wie xAI seinen ambitionierten Wachstumskurs mit den Forderungen der Aufseher in Einklang bringt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich technologische Innovation und gesellschaftlicher Schutz vereinen lassen – oder ob einer der wertvollsten KI-Konzerne der Welt in einem regulatorischen Kampf stecken bleibt.

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