Wohnungswirtschaft, Bevölkerungsrückgang

Wohnungswirtschaft warnt: Trotz Bevölkerungsrückgang droht Wohnungsnot

10.02.2026 - 19:02:12

Der GdW warnt vor einer Verschärfung der Wohnungsnot in Städten. Strukturelle Faktoren wie mehr kleine Haushalte und Sanierungsbedarf treiben die Nachfrage trotz sinkender Bevölkerungszahl.

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW schlägt Alarm: Der Bedarf an neuem Wohnraum in Deutschland bleibt ungebrochen hoch. Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, entpuppt sich als komplexe Herausforderung. Experten warnen vor einer Verschärfung der Wohnungsnot in Ballungszentren, falls die Bautätigkeit nicht massiv gesteigert wird.

Die jüngsten Zahlen deuten für 2025 erstmals auf eine leicht sinkende Bevölkerungszahl hin. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnraum in den Metropolen extrem hoch. Der GdW betont, dass die reine Betrachtung der Gesamtbevölkerung in die Irre führt. Strukturelle Veränderungen seien die treibenden Kräfte.

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Mehr Haushalte, weniger Menschen: Der demografische Wandel

Ein zentraler Faktor ist die Veränderung der Haushaltsstrukturen. Die Zahl der Privathaushalte steigt deutlich stärker als die der Haushaltsmitglieder. Der Trend geht klar zu kleineren Haushalten.

  • Die Zahl der Einpersonenhaushalte hat sich seit 1950 verdoppelt.
  • Prognosen gehen davon aus, dass die Gesamtzahl der Haushalte bis 2040 auf rund 42,6 Millionen ansteigen wird.

Selbst bei sinkender Gesamtbevölkerung werden so mehr Wohneinheiten benötigt. Eine alternde Gesellschaft und veränderte Lebensentwürfe junger Menschen kompensieren den Effekt des Bevölkerungsrückgangs.

Regionale Ungleichgewichte: Leerstand auf dem Land, Not in der Stadt

Die Wohnungsnot ist ein stark regionales Problem. In strukturschwachen, ländlichen Regionen gibt es teilweise erhebliche Leerstände. In Metropolen und Universitätsstädten herrscht dagegen akuter Mangel.

Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen eine große Lücke zwischen Bedarf und Bautätigkeit in Städten wie Köln, Leipzig und Stuttgart. Der GdW weist darauf hin, dass der Leerstand in manchen ostdeutschen Regionen die angespannte Lage im Westen nicht ausgleichen kann.

Veralteter Bestand: Sanierungsstau als Neubaumotor

Ein erheblicher Teil des deutschen Wohnungsbestandes entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. Der demografische Wandel erhöht den Bedarf an altersgerechten Wohnungen. Die Klimaziele erfordern zudem eine massive Steigerung der Sanierungsrate.

In vielen Fällen ist ein Ersatzneubau wirtschaftlicher als die aufwendige Sanierung veralteter Bausubstanz. Dieser „Erneuerungsbedarf“ schafft eine zusätzliche Nachfrage nach Neubauwohnungen.

Baukrise verschärft die Lage

Die Forderung nach mehr Neubau trifft auf eine Branche in der Krise. Gestiegene Zinsen, explodierende Baukosten und Materialengpässe führten zu einem drastischen Einbruch der Bautätigkeit. Das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird seit Jahren verfehlt.

Eine Umfrage des GdW ergab, dass ein Großteil der Wohnungsunternehmen geplante Neubauprojekte stornieren oder verschieben muss. Der Verband fordert von der Politik verlässliche Förderung, schnellere Genehmigungsverfahren und eine Senkung überzogener Baustandards. Ohne massive staatliche Unterstützung sei bezahlbarer Wohnraum kaum noch realisierbar.

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