Wohnungsnot in Süddeutschland erreicht Rekordniveau
10.02.2026 - 18:51:12Die Wohnungskrise in Bayern und Baden-Württemberg spitzt sich dramatisch zu. Wohlfahrtsverbände melden für Anfang 2026 eine Rekordzahl an Hilfesuchenden, während Studien einen eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum aufzeigen. Die Krise trifft längst die Mitte der Gesellschaft und wird zur ernsthaften Wirtschaftsbremse.
Zahlen zeigen alarmierenden Trend
Die Liga der freien Wohlfahrtspflege registrierte in Baden-Württemberg im vergangenen September 13.795 Hilfesuchende. Das ist ein Anstieg von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Experten warnen: Diese offiziellen Zahlen bilden nur die Spitze des Eisbergs ab.
Parallel dazu offenbaren Studien ein massives Wohnungsdefizit:
* In Baden-Württemberg fehlen fast 200.000 Wohnungen.
* In Bayern sind es laut Pestel-Institut sogar 233.000 Wohnungen.
Um den Bedarf bis 2030 zu decken, müssten in Baden-Württemberg jährlich etwa 60.300 neue Wohnungen entstehen. Angesichts der Krise in der Bauwirtschaft erscheint diese Zahl utopisch.
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Wer ist besonders betroffen?
Die Wohnungsnot trifft vor allem junge Menschen, die für Ausbildung oder Studium in die Städte ziehen, sowie ältere Menschen mit geringen Renten. In Metropolen wie München müssen sich bereits Senioren wegen der hohen Kosten aus der Stadt zurückziehen.
Der Mangel konzentriert sich auf das untere und mittlere Preissegment. Im oberen Segment gibt es dagegen oft ein ausreichendes Angebot. Ein toxischer Mix aus Demografie, explodierenden Baukosten und bürokratischen Hürden heizt die Krise an.
Politik greift mit Maßnahmen zu kurz
Die Landesregierungen versuchen gegenzusteuern – bisher mit mäßigem Erfolg. In Bayern haben die Landtags-Grünen ein Paket mit Forderungen wie einer Leerstandsabgabe vorgelegt. Sie kritisieren, dass im Freistaat rund 300.000 Wohnungen leer stünden.
Ab Januar 2026 wird die Mietpreisbremse in Bayern auf mehr Gemeinden ausgeweitet. Baden-Württemberg plant eine Verlängerung der Bremse. Sozialverbände wie der Deutsche Mieterbund fordern indes einen Pakt von Bund und Ländern, um den Bau von Sozialwohnungen massiv zu fördern.
Doch kann das reichen? Der Wohnungsmangel entwickelt sich zunehmend zum Standortnachteil. Ohne bezahlbaren Wohnraum lassen sich dringend benötigte Fachkräfte nicht gewinnen.
Keine schnelle Entspannung in Sicht
Experten sehen für 2026 keine Besserung. Die Prognosen deuten auf weiter steigende Mieten und Kaufpreise hin. Bundesweit wird die Zahl der fertiggestellten Wohnungen auch in diesem Jahr weit unter dem Bedarf von rund 400.000 Einheiten bleiben.
Initiativen wie „Soziales Wohnen“ fordern daher grundlegende Reformen:
* Schnellere Bereitstellung von Bundesmitteln
* Senkung der Mehrwertsteuer für den sozialen Wohnungsbau
* Absicherung des sozialen Wohnungsbaus im Grundgesetz
Langfristig könnten auch neue Ansätze helfen, wie die Umwandlung von Bürogebäuden in Wohnraum. Eine entsprechende Förderung ist ab Sommer 2026 geplant. Bis solche Maßnahmen wirken, bleibt die Lage für Hunderttausende in Süddeutschland prekär.
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