Windows-Update legt klassisches Outlook lahm
20.01.2026 - 09:14:12Ein aktuelles Sicherheits-Update für Windows 11 hat zu massiven Störungen bei Nutzern der klassischen Outlook-Desktop-App geführt. Betroffen sind vor allem Profile mit POP-Postfächern.
Die Probleme traten nach der Installation des kumulativen Updates KB5074109 auf, das Microsoft am 13. Januar im Rahmen seines ersten „Patch Tuesday“ 2026 ausgeliefert hatte. Nutzer berichten von einfrierenden Fenstern, hängenden Synchronisierungsvorgängen und der Unfähigkeit, das Programm ordnungsgemäß zu schließen oder neu zu starten. Das Anwendungsprozess (outlook.exe) läuft oft weiter im Hintergrund – ein Neustart ist dann nur noch über den Task-Manager möglich.
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Microsoft bestätigt Fehler und ermittelt
Der Konzern hat den Fehler inzwischen offiziell bestätigt und untersucht ihn laut einem aktualisierten Support-Dokument. Es handle sich um eine gemeinsame Untersuchung der Windows- und Outlook-Teams. Eine Zeitangabe für einen Fix existiert bisher nicht.
Interessant: Der Outlook-Fehler wurde nicht mit den Notfall-Updates behoben, die Microsoft bereits am 17. Januar nachlegte. Diese Patches (KB5077744 und KB5077797) reparierten kritische Authentifizierungsfehler bei Azure Virtual Desktop und Windows 365 – ein Indiz für die Komplexität der aktuellen Update-Lage.
Abwägung: Sicherheit oder Stabilität?
Für betroffene Nutzer stellt sich eine schwierige Frage: Sollen sie das Sicherheitsupdate deinstallieren und sich potenziellen Risiken aussetzen? Oder lieber mit den Abstürzen leben? IT-Experten und betroffene Anwender bestätigen einhellig: Das Entfernen von KB5074109 behebt die Probleme sofort und stellt die volle Funktionalität von Outlook wieder her.
Die empfohlene Lösung lautet daher vorerst: Das Update über „Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf“ deinstallieren. Wer dies nicht möchte, muss Outlook regelmäßig über den Task-Manager gewaltsam beenden. Allerdings warnt Microsoft hierbei vor einem erhöhten Risiko für Datenkorruption in den Outlook-Datendateien (.PST). Regelmäßige Backups sind deshalb dringend angeraten.
Auch „New Outlook“ von Problemen betroffen
Parallel zur Krise beim klassischen Outlook melden Nutzer der modernen „New Outlook“-App für Windows Probleme mit freigegebenen Postfächern. In Foren wird insbesondere ein Fehler diskutiert, der das Verschieben von E-Mails in solchen Postfächern verhindert – trotz korrekter Berechtigungen.
Microsoft-Moderatoren empfehlen hier typische Troubleshooting-Schritte: Berechtigungen prüfen, das Verhalten in der Outlook Web App (OWA) testen oder den Outlook-Reparatur-Assistenten ausführen. Bei anhaltenden Problemen kann auch das Anlegen eines neuen Outlook-Profils Abhilfe schaffen.
Ein turbulenter Start ins Update-Jahr
Die Januar-Updates haben Microsoft sichtlich vor Herausforderungen gestellt. Neben den Outlook-Problemen und den Azure-Login-Fehlern verursachte KB5074109 bei einigen Nutzern auch sporadisches schwarzes Bildschirmflackern.
Die Serie an Pannen unterstreicht, wie schwierig die Balance zwischen zeitkritischen Sicherheitsupdates und Systemstabilität in einer riesigen, heterogenen Hardware-Landschaft ist. Betroffene sollten die offiziellen Microsoft-Kanäle im Auge behalten. Ein permanenter Fix wird entweder über ein Outlook-Client-Update oder einen zukünftigen Windows-Patch erwartet.
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