Wiener Wohnhäuser: Silvester-Vandalismus hinterlässt Millionenschäden
01.01.2026 - 21:33:11Die Wiener Silvesternacht endete in mehreren Gemeindebauten mit erheblichen Sachschäden. Illegale Pyrotechnik und Vandalismus zogen in Bezirken wie Floridsdorf und Favoriten eine Spur der Zerstörung hinter sich.
Polizei und Feuerwehr rückten zu zahlreichen Einsätzen in großen Wohnhausanlagen aus. Trotz strikter Verbote zündeten Menschen in Innenhöfen Böller und Raketen. Die Bilanz: beschädigte Fassaden, zerstörte Müllbehälter und verbrannte Grünflächen. Die Wiener Polizei sprach von einer deutlichen „Spur der Verwüstung“ in besonders betroffenen Grätzeln.
Die Intensität bestätigt einen Trend: Der illegale Gebrauch von Hochleistungspyrotechnik in dicht besiedelten Gebieten nimmt weiter zu.
Wiener Wohnen im Hochbetrieb
Für die städtische Hausverwaltung war die Nacht ein Dauereinsatz. Ihr mobiles Team war verstärkt unterwegs, um Brände zu verhindern. Seit 2020 rücken die Einsatzkräfte an Feiertagen durchschnittlich über 60 Mal zu Brandeinsätzen aus. Auch diesmal standen wieder Balkone und Müllplätze in Flammen.
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Die Ursache ist meist dieselbe: Unsachgemäß verwendete Feuerwerkskörper in Kombination mit trockenen Christbaumresten. Die Stadt hatte im Vorfeld massiv vor den Risiken für Anwohner, Kinder und Haustiere gewarnt.
Schäden in Millionenhöhe erwartet
Die finanziellen Folgen dürften erheblich sein. Versicherungsexperten prognostizierten für Wien auch in diesem Jahr die höchste Schadenssumme Österreichs. Üblicherweise belaufen sich die Silvesterschäden in der Stadt auf rund 1,6 Millionen Euro jährlich.
Die Beseitigung bindet nun wochenlang Ressourcen. Private Haftpflichtversicherungen greifen zwar oft, bei grober Fahrlässigkeit drohen den Verursachern jedoch Regressforderungen.
Strenge Strafen zeigten begrenzte Wirkung
Die Stadt hatte im Vorfeld auf die geltenden Gesetze hingewiesen: Das Zünden von Feuerwerkskörpern ab Kategorie F2 ist im Ortsgebiet strikt verboten. Verstöße können Geldstrafen von bis zu 3.600 Euro nach sich ziehen.
Doch die Bilanz zeigt: Die Abschreckungswirkung blieb bei einem Teil der Bevölkerung begrenzt. Die dezentralen Vorfälle in den weitläufigen Anlagen erschwerten der Polizei ein lückenloses Eingreifen.
Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren
Am Neujahrstag begannen sofort die Aufräumarbeiten. Reinigungsteams beseitigen Glasscherben und nicht gezündete Pyrotechnik. Priorität hat die Wiederherstellung der Sicherheit und Sauberkeit in den Hofanlagen.
Eine detaillierte Schadensaufstellung steht noch aus. Die aktuellen Vorfälle dürften die Diskussion um weitere Verschärfungen beim Umgang mit Pyrotechnik neu anheizen.
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