Wiener Bauordnung startet 2026 mit Feinjustierung
19.01.2026 - 10:22:12Wien schärft zum Jahresauftakt die Regeln für Nachbarrechte und Bauführung. Die Änderungen, die ab dieser Woche gelten, bereiten den Weg für eine umfassende Transparenz-Offensive der Behörden im Februar.
Nach den großen Reformwellen der vergangenen Jahre – von der Solarpflicht bis zu strikten Airbnb-Regeln – stehen nun verfahrensrechtliche Details im Fokus. Die aktuellen Anpassungen an der Wiener Bauordnung zielen darauf ab, Rechtsunsicherheiten auf Baustellen zu reduzieren und die Abläufe zu optimieren.
Klarere Regeln für Baustellen und Nachbarn
Im Zentrum der Neuerungen stehen präzisierte Bestimmungen zur Bauführung und zu Nachbarrechten. Konkret wurden die Paragraphen 124 und 126 der Bauordnung überarbeitet.
- § 126 regelt künftig genauer, unter welchen Bedingungen Nachbarn die zeitweise Nutzung ihres Grundstücks für Bauarbeiten dulden müssen.
- § 124 fasst die Pflichten von Bauherren und Bauführern schärfer, um Kompetenzstreitigkeiten und Verzögerungen zu vermeiden.
Juristen sehen darin einen notwendigen Schritt, besonders bei komplexen Bauvorhaben im dicht verbauten Stadtgebiet. Die Änderungen sollen für mehr Klarheit und reibungslosere Abläufe sorgen.
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Auftakt für mehr Transparenz
Die technischen Anpassungen sind kein Selbstzweck. Sie dienen als Vorbereitung für den nächsten großen Schritt: die volle Wirksamkeit des Wiener Informationsfreiheitsanpassungsgesetzes ab dem 12. Februar 2026.
Dieses Gesetz wird die Transparenz in Bauverfahren deutlich erhöhen. Die jetzt in Kraft getretenen Änderungen schaffen die verfahrensrechtliche Grundlage, um künftig digitale Akteneinsicht und eine nachvollziehbarere Abwicklung für alle Beteiligten zu ermöglichen. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, Verfahren nicht nur zu beschleunigen, sondern auch transparenter zu gestalten.
Etablierte Reformen zeigen Wirkung
Während an den Verfahren geschraubt wird, sind die inhaltlichen Großreformen der vergangenen Jahre bereits gelebte Praxis. Zwei Maßnahmen prägen den Wiener Immobilienmarkt mittlerweile entscheidend:
- Die verschärfte Solarpflicht für Neubauten und große Sanierungen ist in der Projektplanung vollständig angekommen.
- Die strikten Airbnb-Regeln mit der 90-Tage-Beschränkung in Wohnzonen werden konsequent durchgesetzt. Die Zahl illegaler Angebote geht nach Berichten spürbar zurück.
Die aktuellen Änderungen greifen nicht in diese substanziellen Regeln ein, sondern optimieren deren Umsetzung im Verwaltungsalltag.
Der Weg zum digitalen Bauverfahren
Mit den Neuerungen rückt ein langfristiges Ziel näher: das vollständig digitale Bauverfahren. Nach der verfahrensrechtlichen Bereinigung und der anstehenden Transparenz-Offensive wird der Fokus 2026 voraussichtlich auf dem weiteren Ausbau der elektronischen Einreichung und Abwicklung liegen.
Die angepassten Paragraphen bilden die rechtliche Basis für eine digitalisierte Kommunikation zwischen Behörde, Bauherren und Nachbarn. Die Hoffnung der Stadt: kürzere Wartezeiten auf Bewilligungen und effizientere Prozesse in einer wachsenden Metropole.
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