Wien, Parken

Wien verteuert Parken zum Jahreswechsel massiv

01.01.2026 - 13:06:12

Die Stadt Wien hat die Tarife für Kurzparkzonen und Parkpickerl deutlich angehoben. Die Erhöhung dient der Budgetsanierung und soll den Verkehr lenken, trifft jedoch auf Kritik.

Ab heute zahlen Autofahrer in Wien deutlich mehr. Die Tarife für Kurzparkzonen und das Parkpickerl steigen um rund 30 Prozent. Die Stadt begründet den Schritt mit Budgetlücken und will gleichzeitig den Verkehr lenken.

Für Pendler und Anwohner bedeutet das einen spürbaren finanziellen Einschnitt. Die Erhöhung trifft auf Kritik, denn parallel wurden auch die Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel teurer. Was steckt hinter der Entscheidung?

Neue Preise: So viel kostet Parken jetzt

An den Parkscheinautomaten und in der App gelten ab sofort neue Sätze. Der Preissprung ist einer der stärksten der letzten Jahre.

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  • 30 Minuten (roter Schein): 1,70 Euro (bisher 1,30 Euro)
  • 1 Stunde (blauer Schein): 3,40 Euro (bisher 2,60 Euro)
  • 2 Stunden (max. Dauer): 6,80 Euro

Eine kleine Entlastung: Das 15-minütige Gratisparken (violetter Schein) bleibt erhalten. Verkehrsexperten sehen Wien mit den neuen Tarifen im europäischen Vergleich weiter an der Spitze.

Auch Anrainer zahlen mehr fürs Parkpickerl

Nicht nur Kurzparkende trifft die Teuerung. Wer mit einem Parkpickerl in seinem Bezirk parkt, muss ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.

Die monatliche Gebühr steigt von 10 auf 13 Euro. Aufs Jahr gerechnet summiert sich das inklusive Verwaltungsgebühren auf etwa 156 Euro. Bereits ausgestellte Pickerl behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablaufdatum. Bei jeder Verlängerung oder Neubeantragung ab heute gelten jedoch die erhöhten Preise.

Interessenvertretungen kritisieren, dass Autofahrer so stärker belastet werden – ohne Garantie auf einen freien Parkplatz.

Alte Parkscheine: Diese Frist gilt noch

Was passiert mit den alten Parkscheinen im Handschuhfach? Die Stadt hat eine Übergangsfrist von sechs Monaten eingeräumt.

Scheine mit den alten Tarifen (z.B. 1,30 €/30 Min.) behalten ihre Gültigkeit bis zum 30. Juni 2026. Danach sind sie wertlos. Ein Umtausch oder eine Rückerstattung ist nicht möglich. Verkehrsclubs raten dringend, die Altbestände bis dahin aufzubrauchen.

Wer per Handy-App parkt, bekommt die neuen Tarife ab sofort automatisch berechnet.

Hintergrund: Warum wird alles teurer?

Die Parkgebührenerhöhung ist kein Einzelfall. Sie ist Teil eines Pakets, mit dem die Stadt ihre angespannte Budgetsituation entschärfen will. Die Mehreinnahmen sind für Verkehrssystem und Sicherheit zweckgebunden.

Brisant: Zeitgleich wurden auch die Öffi-Tarife angehoben. Die Jahreskarte kostet nicht mehr 365, sondern 467 Euro. Damit wird das Argument der Lenkungswirkung schwächer – beide Mobilitätsformen werden teurer.

Analysten sehen darin einen Nachholbedarf: Die Stadt versucht, die Inflationsverluste der letzten Jahre auszugleichen, während Infrastruktur- und Personalkosten stiegen.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Wiener Erhöhung könnte Schule machen. Gemeinden im Umland und andere Landeshauptstädte prüfen bereits ähnliche Schritte, um einen Verdrängungseffekt zu vermeiden.

Verkehrsplaner rechnen erst ab der zweiten Jahreshälfte mit spürbaren Veränderungen, wenn die Übergangsfrist endet. Dann könnte der Individualverkehr in den Innenbezirken leicht zurückgehen.

Kritiker warnen vor Belastungen für Handwerksbetriebe und Lieferdienste, die die Mehrkosten weitergeben müssen. Für jeden Autofahrer stellt sich nun die Frage: Rechnet sich das Auto unter den neuen Bedingungen noch?

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