WhatsApp-Warnung, Betrüger

WhatsApp-Warnung: Betrüger geben sich als Tech-Support aus

05.02.2026 - 01:09:12

Kriminelle geben sich in Nachrichten als WhatsApp-Support aus, um Konten zu übernehmen. Experten erklären die Masche und geben klare Schutzmaßnahmen für Nutzer.

Eine neue Betrugswelle über WhatsApp verunsichert Millionen Nutzer. Kriminelle kontaktieren sie unaufgefordert und geben sich als offizieller technischer Support des Messengers aus. Ihr Ziel: Sie wollen an sensible Daten wie Passwörter und Verifizierungscodes gelangen, um die Konten zu übernehmen.

So läuft die Masche ab

Die Betrüger schicken Nachrichten, die angeblich von WhatsApp stammen. Darin wird vor angeblichen Sicherheitsproblemen wie Datenpannen, verdächtigen Anmeldungen oder fehlerhaften Updates gewarnt. Unter psychologischem Druck – oft mit der Drohung einer Kontosperrung – fordern sie die Opfer auf, persönliche Daten preiszugeben oder auf schädliche Links zu klicken.

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  • Die Links führen zu gefälschten Webseiten, die dem echten WhatsApp-Design täuschend ähnlich sehen.
  • Eine besonders perfide Methode: Die Betrüger manipulieren die Absenderkennung. So erscheint ihre Nachricht in der Smartphone-Übersicht zwischen echten WhatsApp-Benachrichtigungen.
  • Haben die Kriminellen erst einmal Zugriff, sperren sie den rechtmäßigen Nutzer aus. Das gekaperte Konto nutzen sie dann für weitere Betrügereien, etwa um Kontakte mit dreisten Geldforderungen anzuschreiben.

So erkennen und schützen Sie sich

Experten und Verbraucherschützer betonen einen klaren Grundsatz: WhatsApp kontaktiert Nutzer niemals unaufgefordert per Chat, um nach Passwörtern, PINs oder Verifizierungscodes zu fragen. Diese Aufforderung ist das sicherste Erkennungsmerkmal für einen Betrugsversuch.

Weitere Alarmzeichen sind eine unpersönliche Anrede, sprachliche Fehler und der Aufruf zu sofortigem Handeln. Schützen können Sie sich mit diesen einfachen Maßnahmen:

  • Geben Sie niemals persönliche Daten preis und klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen Nachrichten.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung in den WhatsApp-Einstellungen. Diese zusätzliche PIN erschwert Fremden den Kontozugriff.
  • Prüfen Sie unbekannte Nummern genau. Im Zweifel: Absender blockieren und melden.
  • Holen Sie Support nur über offizielle Kanäle ein – also über die Hilfe-Funktion in der App oder die offizielle Website.

Teil einer größeren Bedrohungslage

Der gefälschte Tech-Support ist nur eine von vielen Phishing-Maschen, die auf die über zwei Milliarden WhatsApp-Nutzer abzielen. Kriminelle nutzen das hohe Vertrauen in die Plattform schamlos aus. Zu den bekannten Tricks zählen auch:

  • Gefälschte Jobangebote und Gewinnspiele
  • Romance Scams (Betrug in angeblichen Liebesbeziehungen)
  • Der „Hallo Mama/Papa“-Trick, bei dem sich Betrüger als in Not geratene Familienmitglieder ausgeben

Behörden wie das Bundeskriminalamt und die Bundesnetzagentur warnen regelmäßig vor der wachsenden Zahl und Raffinesse solcher Angriffe. Die Methoden werden ständig weiterentwickelt, etwa durch gefälschte QR-Codes oder Betrug in geschlossenen Chatgruppen.

Warum Aufklärung immer wichtiger wird

Experten gehen davon aus, dass die Gefahr durch solche Betrugsversuche weiter wächst. Messenger sind für Kriminelle attraktiv, weil die Kontaktaufnahme direkt und einfach ist. Zukünftige Maschen könnten durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz noch personalisierter und schwerer zu durchschauen werden.

Die erste und wichtigste Verteidigungslinie bleibt der Nutzer selbst. Eine gesunde Skepsis gegenüber unerwarteten Nachrichten, die zur Preisgabe von Daten auffordern, ist entscheidend. Regelmäßige Informationen über aktuelle Warnungen sind daher ein zentraler Baustein für mehr Sicherheit.

@ boerse-global.de