WhatsApp führt 'Username Key' für mehr Privatsphäre ein
13.01.2026 - 03:42:12WhatsApp entwickelt einen optionalen Sicherheitscode, um Nutzer vor unerwünschten Kontaktaufnahmen zu schützen. Der ‘Username Key’ soll die lang erwartete Nutzernamen-Funktion absichern und stellt einen strategischen Wechsel weg von der Telefonnummer als zentraler Identität dar. Für deutsche Nutzer ist dies besonders relevant, da der Messenger hierzulande allgegenwärtig ist und der Datenschutz einen hohen Stellenwert genießt.
Der ‘Username Key’ wird als optionaler, geheimer Code fungieren. Wer künftig einen Nutzernamen einrichtet, kann zusätzlich diesen Schlüssel vergeben. Versucht dann jemand, erstmals über den bloßen Nutzernamen eine Unterhaltung zu beginnen, muss er diesen spezifischen Code eingeben. Die Nachricht erreicht den Empfänger nur dann. Diese Einstellung filtert unerwünschte Kontakte effektiv heraus – ob Spam oder ungebetene Anfragen von Fremden.
Für Unternehmen oder öffentliche Personen, die leicht erreichbar sein wollen, bleibt die Einrichtung des Schlüssels optional. Um die Akzeptanz zu steigern, plant WhatsApp wohl, Nutzer mit aktiviertem Namen, aber ohne Key, per Hinweis-Banner in der Chat-Übersicht zu informieren. Die Funktion, intern zunächst ‘Username PIN’ genannt, wurde umbenannt, um Verwechslungen mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu vermeiden.
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Der Abschied von der Telefonnummer
Der Schlüssel ist Teil einer größeren Strategie: WhatsApp will die Kommunikation von der persönlichen Telefonnummer entkoppeln. Die Plattform arbeitet intensiv an der Einführung einzigartiger Nutzernamen, wie sie Konkurrent Telegram seit Jahren anbietet. In aktuellen Android-Beta-Versionen ist diese Grundfunktion bereits zu erkennen.
Künftig können Nutzer Chats beginnen und verwalten, ohne ihre Rufnummer preiszugeben. Bei Kontakten, die nicht im Adressbuch gespeichert sind, wird der Nutzername zum primären Identifier im Chat. Dies behebt eine eklatante Schwachstelle im aktuellen Modell, bei dem die Weitergabe der Nummer Voraussetzung für jede Kommunikation ist. Im Hintergrund verknüpft das System Konversationen mit einer zufälligen internen ID und dem gewählten Namen – bei voller Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Mehr Kontrolle in einer vernetzten Welt
Die Einführung von Nutzernamen, gestärkt durch den optionalen Key, bringt WhatsApp mit modernen Privatsphäre-Erwartungen in Einklang. Dieser Zwei-Stufen-Ansatz bietet eine differenzierte Lösung: öffentliche Auffindbarkeit bei gleichzeitiger privater Kontrolle. Nutzer können ihren Namen teilen, wissen aber, dass nur vertraute Kontakte mit dem Schlüssel ein Gespräch beginnen können.
Das adressiert ein Kernproblem digitaler Interaktionen, besonders in großen Gruppenchats oder beim Erstkontakt mit Unternehmen. Für Firmen eröffnet sich die Chance, eine Markenpräsenz unter einem erkennbaren Namen statt einer Nummer aufzubauen. Branchenbeobachter sehen darin eine der bedeutendsten Privacy-Verbesserungen der Plattform seit Jahren – ein Schritt hin zu einem sichereren, nutzerkontrollierten Modell.
Wann kommt die Funktion?
Der ‘Username Key’ befindet sich in aktiver Entwicklung und ist noch nicht öffentlich beta-getestet. Seine Entdeckung in der neuesten Android-Beta (Version 2.26.2.2) signalisiert jedoch Fortschritte bei der Feinarbeit. Auch die grundlegende Nutzernamen-Funktion wird weiter entwickelt.
Ein offizielles Veröffentlichungsdatum gibt es nicht. Berichte deuten jedoch darauf hin, dass Geschäftskunden ihre Systeme bis Juni 2026 für die neuen nutzernamen-basierten Identifikatoren vorbereiten sollen. Das legt einen Rollout für die breite Öffentlichkeit in den kommenden Monaten nahe, wahrscheinlich als optionales Update noch in diesem Jahr. Nutzern wird geraten, ihre App aktuell zu halten, um die neuen Funktionen zeitnah zu erhalten.
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