WhatsApp, Nutzernamen

WhatsApp führt Nutzernamen ein: Ende der Pflicht zur Telefonnummer

15.01.2026 - 15:31:12

WhatsApp ersetzt 2026 Telefonnummern durch Nutzernamen, um den Datenschutz zu stärken. Unternehmen müssen ihre Systeme bis Juni auf die neue Business-Scoped User ID umstellen.

WhatsApp steht 2026 vor der größten Veränderung seiner Geschichte – und macht die Telefonnummer für Chats mit Unternehmen überflüssig. Die Einführung von Nutzernamen soll den Datenschutz stärken und die Hemmschwelle für Kundenkontakte senken. Für Unternehmen bedeutet das eine verbindliche technische Umstellung bis Mitte des Jahres.

Der Meta-Konzern reagiert damit auf wachsende Datenschutzbedenken und verfolgt eine klare Strategie: WhatsApp soll zum zentralen Ökosystem für den digitalen Kundenservice werden. Analysten sehen in dem Schritt einen notwendigen Zug, um das Vertrauen der über zwei Milliarden Nutzer zu festigen und mit Konkurrenten wie Telegram gleichzuziehen.

So funktionieren die neuen WhatsApp-Nutzernamen

Kern der Neuerung ist, dass die Telefonnummer ihren Status als primärer Identifikator verliert. Nutzer können stattdessen einen einzigartigen, frei wählbaren Benutzernamen („Handle“) erstellen und teilen. Diese Entkopplung von der privaten Rufnummer soll besonders in Gruppenchats oder bei der ersten Kontaktaufnahme mit Unternehmen Vorteile bringen.

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Die Regeln für die Namen sind streng: Sie müssen zwischen 3 und 30 Zeichen lang sein und dürfen nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche enthalten. Namen, die wie Webadressen aussehen (z.B. mit „www“ oder „.com“), sind nicht erlaubt. Um einen fairen Start zu gewährleisten, plant WhatsApp für die erste Jahreshälfte ein Reservierungssystem für Wunschnamen.

Unternehmen müssen bis Juni 2026 umstellen

Für die Geschäftswelt ist die Einführung der Business-Scoped User ID (BSUID) die entscheidende Änderung. Diese eindeutige Kennung ersetzt die Telefonnummer des Kunden in der Unternehmenskommunikation. Firmen können so Konversationen führen und verwalten, ohne die private Nummer zu kennen oder zu speichern.

Unternehmen, die WhatsApp über die Business-API nutzen, müssen ihre CRM- und Kundenservice-Systeme bis spätestens Juni 2026 anpassen. Die BSUID wird dann automatisch in alle API-Benachrichtigungen integriert. Sie dient als stabiler und datenschutzfreundlicher Ankerpunkt für die gesamte Kundenhistorie.

Datenschutz als strategischer Wettbewerbsvorteil

Die Abschaffung der Pflicht zur Telefonnummer adressiert eine der größten Sorgen der Nutzer. Branchenexperten erwarten, dass sich Verbraucher sicherer fühlen und die Bereitschaft zur Kontaktaufnahme steigt. Für Unternehmen eröffnet sich die Chance, das Kundenvertrauen zu stärken und Interaktionsraten zu verbessern.

Im Kontext der europäischen DSGVO ist die Anonymisierung ein wichtiger Schritt. Zwar bleibt die grundsätzliche Problematik der Datenübertragung zu Meta in den USA bestehen. Doch die Nutzernamen entschärfen einen kritischen Punkt: Unternehmen können Kundenbeziehungen pflegen, ohne zwangsläufig auf die sensible Telefonnummer angewiesen zu sein.

Aufholjagd im Wettbewerb der Messenger

Mit der Einführung zieht WhatsApp endlich mit Konkurrenten wie Telegram und Signal gleich, die Nutzernamen seit Jahren als Standard anbieten. Die späte Reaktion ist aufgrund der enormen Nutzerbasis dennoch von globaler Bedeutung. Es handelt sich um mehr als eine neue Funktion – es ist ein fundamentaler Wandel der Plattform-Architektur.

Metas langfristiges Ziel ist klar: WhatsApp soll das unverzichtbare Ökosystem für E-Commerce und Kundenservice werden. Indem die Plattform privatsphärenfreundlicher wird, baut sie Barrieren ab und schafft die Grundlage für zukünftige, kommerzielle Dienste.

Der Fahrplan: Das erwartet Nutzer und Unternehmen 2026

Der Zeitplan für das laufende Jahr ist ambitioniert. In den kommenden Monaten wird das Reservierungssystem für Nutzernamen schrittweise freigeschaltet. Parallel dazu läuft für Unternehmen die Übergangsfrist bis Juni, um ihre Systeme auf die BSUID umzustellen. Anschließend soll die Funktion global für alle Nutzer verfügbar sein.

Diese Transformation markiert einen Wendepunkt. Die Balance zwischen Erreichbarkeit und Privatsphäre wird neu justiert – und könnte die Art, wie Milliarden Menschen mit Unternehmen chatten, nachhaltig verändern. In einem Zeitalter wachsender digitaler Skepsis könnte sich der Fokus auf Datenschutz als entscheidender Faktor für die weitere Dominanz von WhatsApp erweisen.

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