Wero, Allianz

Wero schmiedet Allianz gegen PayPal und Visa

06.02.2026 - 00:24:12

Das paneuropäische Zahlungsprojekt Wero vereint sich mit nationalen Bezahldiensten wie Bizum und Bancomat, um ein unabhängiges Netzwerk mit bereits 48 Millionen Nutzern aufzubauen.

Die europäische Bezahlwelt steht vor einer Zeitenwende. Das paneuropäische Zahlungsprojekt Wero hat mit mehreren nationalen Bezahl-Riesen ein strategisches Bündnis geschlossen. Ziel ist ein souveränes, vereintes Netzwerk – ein direkter Angriff auf die Dominanz von PayPal, Visa und Mastercard.

Ein historischer Pakt für Europas Zahlungsautonomie

Die am 2. Februar 2026 unterzeichnete Vereinbarung ist ein Meilenstein. Wero, getragen von der European Payments Initiative (EPI), verbündet sich mit etablierten nationalen Champions: Spaniens Bizum, Italiens Bancomat, Portugals SIBS-MB WAY und dem nordischen Joint Venture Vipps MobilePay. Statt bei null anzufangen, schaltet Wero damit auf den Netzwerkeffekt. Millionen bestehender Nutzer werden zusammengeführt.

Die Strategie ist clever: Sie nutzt die tiefe Verankerung der lokalen Systeme. Über eine zentrale Schnittstelle sollen sie künftig nahtlos zusammenarbeiten. Für Verbraucher bedeutet das: Eine Überweisung an einen Freund im EU-Ausland soll so einfach werden wie eine nationale Transaktion. Die vollständige Interoperabilität ist für 2027 geplant.

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Weros Status: Schon 48 Millionen Nutzer am Start

Wero ist längst mehr als nur ein Konzept. Der Dienst ist seit 2024 live und hat in seinen Startmärkten Deutschland, Frankreich und Belgien bereits etwa 48 Millionen Nutzer. Dort funktioniert der Peer-to-Peer-Transfer (P2P) bereits. Das Geld ist in der Regel in unter zehn Sekunden auf dem Konto des Empfängers.

Der Rollout im Handel schreitet voran. In Deutschland ist Wero seit Ende 2025 an der Ladenkasse nutzbar, in Frankreich und Belgien folgt die schrittweise Einführung 2026. Besonders bedeutend ist die Integration bestehender Systeme: In den Niederlanden wird der beliebte Dienst iDEAL bis 2027 auf Wero-Infrastruktur migriert. Ein ähnlicher Schritt ist für Luxemburgs Payconiq noch 2026 geplant.

Die Technik: Schnell, direkt und europäisch

Wero setzt auf heimische Infrastruktur. Der Dienst basiert auf dem europäischen SEPA Instant Credit Transfer (SCT Inst). Das ermöglicht Echtzeit-Überweisungen direkt von Konto zu Konto, ohne Umweg über Kartennetzwerke. Die Transaktion ist rund um die Uhr in Sekunden erledigt.

Für Händler ist dieses Modell potenziell effizienter und kostengünstiger als Kartenzahlungen. Verbraucher zahlen bequem über ihre gewohnte Mobile-Banking-App. Lange IBANs müssen nicht mehr eingegeben werden. Die Kontrolle über das System bleibt bei einem Konsortium europäischer Banken – ein entscheidender Punkt für die regulatorische Souveränität.

Kann Wero die globalen Giganten herausfordern?

Das Bündnis ist der bislang konkreteste Schritt zu Europas erklärter Zahlungssouveränität. Die Abhängigkeit von US-Firmen für kritische Infrastruktur soll reduziert werden. Mit der geballten Marktmacht von Partnern wie Bizum wird Wero für Händler attraktiv.

Analysten sehen Potenzial: Ein einheitliches Logo für sofortige Banküberweisungen in vielen Ländern könnte den Online- und Laden-Checkout vereinfachen. Das könnte den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU beflügeln. Die Herausforderung bleibt gewaltig, doch die Skalierung durch die Allianz gibt Wero erstmals das nötige Gewicht.

Ambitionierte Pläne: Von Spanien bis zur Ratenzahlung

Die Roadmap ist vollgepackt. Nach der Allianz will Wero schnell expandieren. Spanien soll noch im ersten Halbjahr 2026 P2P-Transaktionen erhalten, der volle Handelstart ist für 2027 avisiert. Luxemburg könnte bereits im Juli 2026 folgen.

Gleichzeitig arbeitet Wero an neuen Features. Ab Ende 2026 sollen Zahlungen an der physischen Kasse (POS), wiederkehrende Transaktionen für Abos und Services wie „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) hinzukommen. Nur mit diesem vollständigen Leistungspaket kann Wero zur ersten Wahl für europäische Verbraucher und Händler werden.

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