Waymo sichert sich 16 Milliarden Euro für weltweiten Ausbau
11.02.2026 - 19:10:11Waymo schließt eine Rekord-Finanzierungsrunde ab und treibt die globale Expansion seines autonomen Fahrdienstes voran. Das Unternehmen will mit dem Kapital in mehr als 20 neue Städte expandieren – darunter erstmals auch London und Tokio.
Die Finanzierung in Höhe von 16 Milliarden Euro wurde von neuen Investoren wie Dragoneer Investment Group, DST Global und Sequoia Capital angeführt. Auch etablierte Geldgeber wie Andreessen Horowitz, Silver Lake und T. Rowe Price beteiligten sich. Mutterkonzern Alphabet bleibt Mehrheitsinvestor. Die Bewertung des Unternehmens steigt damit auf rund 126 Milliarden Euro.
Vom Forschungsprojekt zur kommerziellen Realität
Die Kapitalspritze markiert einen Wendepunkt: Waymo tritt aus der Testphase heraus und wird zu einem global operierenden Mobilitätsanbieter. Das Geld soll den Ausbau des Dienstes Waymo One mit „beispielloser Geschwindigkeit“ vorantreiben, wie es aus dem Unternehmen heißt. Gleichzeitig sollen die Flotte erweitert und neue Talente gewonnen werden.
Die Expansion baut auf einem Jahr mit explosivem Wachstum auf. 2025 verdreifachte Waymo seine jährliche Zahl an Fahrten und absolvierte 15 Millionen Trips. Insgesamt hat der Dienst damit über 20 Millionen Fahrten zurückgelegt. Aktuell werden wöchentlich mehr als 400.000 Fahrten in sechs US-Metropolregionen angeboten, darunter Phoenix, San Francisco und Los Angeles.
Internationale Offensive geplant
Der globale Vorstoß ist konkret: Noch 2026 will Waymo in über 20 neuen Städten operativ werden. Neben der ersten internationalen Kommerzialisierung in London und Tokio stehen zahlreiche US-Metropolen auf der Liste. Dazu zählen Dallas, Denver, Detroit, Houston, Las Vegas, Nashville, San Diego und Washington, D.C.
Wenn Waymo & Co. in neue Städte expandieren, reicht technischer Vorsprung allein nicht aus – auch rechtliche Vorgaben werden zum Erfolgsfaktor. Die EU‑KI‑Verordnung etwa schreibt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und umfangreiche Dokumentationspflichten vor, die beim Rollout autonomer Systeme entscheidend sind. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt kompakt, welche Pflichten jetzt gelten und welche Übergangsfristen Unternehmen kennen müssen. Jetzt kostenlosen KI‑Leitfaden sichern
Hintergrund ist eine nach Unternehmensangaben „explodierende globale Nachfrage“ nach autonomer Mobilität. Waymo will seine Marktführerschaft ausbauen und den Dienst zu einer echten Alternative im urbanen Verkehr etablieren.
Sicherheitsbilanz als Trumpf
Ein zentrales Argument für die Expansion ist die Sicherheitsbilanz. Waymo betont, seine Technologie sei menschlichen Fahrern inzwischen statistisch überlegen. Auf 127 Millionen autonom gefahrenen Meilen (rund 204 Millionen Kilometer) habe man die Zahl der Unfälle mit schweren Verletzungen im Vergleich zum menschlichen Fahren um 90 Prozent reduziert.
Der „Waymo Driver“ sei immun gegen häufige Unfallursachen wie Ablenkung, Müdigkeit oder Beeinträchtigung. Dieser Sicherheitsvorsprung wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil, gerade in komplexen neuen Märkten.
Weichenstellung für die gesamte Branche
Die überzeichnete Finanzierungsrunde ist ein starkes Signal der Kapitalmärkte. Sie zeigt das Vertrauen in Waymos Geschäftsmodell und technologischen Vorsprung. Das Unternehmen festigt seine Position im „Wettrennen der autonomen Fahrzeuge“ und verlagert den Branchenfokus von der Tech-Erzählung hin zur kommerziellen Machbarkeit.
Die geplante Skalierung wird den urbanen Verkehr weltweit verändern. Sie verspricht mehr Zugänglichkeit, Produktivität und Sicherheit. Die erfolgreiche Einführung in den über 20 neuen Städten wird 2026 zur Nagelprobe: Kann Waymo seine Technologie an unterschiedliche regulatorische Umgebungen und komplexe Stadtlandschaften anpassen? Mit dem frischen Kapital und seinem operativen Vorsprung ist das Unternehmen gut aufgestellt, das nächste Kapitel in der Mobilität zu schreiben.
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