Walton Market: BaFin warnt vor neuem Krypto-Betrug per WhatsApp
09.02.2026 - 05:31:12Eine neue Betrugsmasche lockt Anleger über WhatsApp-Gruppen in die Falle. Die Finanzaufsicht BaFin warnt offiziell vor der Plattform waltonmarketltd.com. Die Betreiber agieren ohne Erlaubnis und begehen Identitätsdiebstahl.
So funktioniert die perfide Masche
Am Anfang stehen oft Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken mit Versprechen auf kostenlose Aktientipps. Interessenten landen in scheinbar exklusiven WhatsApp-Gruppen. Dort inszenieren Täter ein Schauspiel: Angeblich erfolgreiche „Experten“ teilen Geheimtipps, während Komplizen oder Chatbots von hohen Gewinnen schwärmen und gefälschte Screenshots posten.
Nach diesem Vertrauensaufbau drängen die Betrüger zur Registrierung auf Plattformen wie „Walton Market“. Eine manipulierte Software gaukelt den Opfern ein professionelles Handelskonto vor. Nach einer ersten, kleinen Einzahlung zeigen die Konten unrealistisch hohe Gewinne an. Das soll zu immer größeren Investitionen verleiten – manche Opfer nehmen dafür sogar Kredite auf.
WhatsApp-Gruppen sind inzwischen ein beliebtes Einfallstor für Finanzbetrüger – genau wie in diesem Fall. Wenn Sie sichere Alternativen suchen, hilft ein kostenloser Schritt-für-Schritt-Report beim Wechsel zu Telegram: Er erklärt, wie Sie Ihre Nummer verbergen, geheime Chats aktivieren und die wichtigsten Datenschutzeinstellungen setzen. Ideal, um sich vor neugierigen Mitlesern und manipulierten Gruppen zu schützen. Der Leitfaden ist als verständliches PDF aufgebaut und eignet sich auch für weniger technikaffine Nutzer. Telegram-Startpaket jetzt gratis anfordern
Der Moment der Wahrheit: Kein Geld zurück
Der Betrug fliegt auf, sobald Anleger ihre vermeintlichen Gewinne auszahlen lassen wollen. Plötzlich fordern die Täter unter fadenscheinigen Vorwänden weitere Zahlungen – für angebliche Steuern, Provisionen oder Gebühren. Auch dann kommt es nie zu einer Auszahlung. Die über Kryptowährungen oder ausländische Konten transferierten Gelder sind meist für immer verloren.
Die BaFin stellt klar: Die Betreiber der Seite waltonmarketltd.com haben keinerlei Verbindung zum echten Unternehmen Walton Market Ltd. aus Liverpool. Es handelt sich um gezielten Namensmissbrauch. Verbraucherzentralen und Polizei warnen seit Monaten vor dieser Form des Cyber-Tradings.
Warum die Masche so gut funktioniert
Der Erfolg basiert auf der geschlossenen Atmosphäre in Messenger-Gruppen. Sie erzeugt ein Gefühl von Exklusivität und Gemeinschaft. Der psychologische Druck, nichts zu verpassen („FOMO“), senkt die Hemmschwelle.
Sicherheitsexperten beobachten immer professionellere Vorgehensweisen. Betrüger nutzen Chatbots und KI, um Kommunikation authentischer wirken zu lassen. Teilweise kommen sogar Deepfake-Videos von Prominenten zum Einsatz. Die international agierenden Netzwerke erschweren die Strafverfolgung erheblich.
So können Sie sich schützen
Behörden und Verbraucherschützer empfehlen grundlegende Vorsichtsmaßnahmen:
* Misstrauen Sie unaufgeforderten Angeboten – vor allem in Finanzgruppen von Unbekannten.
* Glauben Sie keine unrealistischen Gewinnversprechen – hohe Renditen ohne Risiko sind ein klassisches Betrugssignal.
* Überprüfen Sie den Anbieter – Jeder seriöse Finanzdienstleister in Deutschland benötigt eine BaFin-Lizenz (prüfbar in der Unternehmensdatenbank).
* Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Seriöse Berater drängen nicht zu schnellen Entscheidungen.
* Installieren Sie keine fremde Software – Gewähren Sie niemals Unbekannten Fernzugriff auf Ihre Geräte.
Wer bereits Opfer geworden ist, sollte den Kontakt sofort abbrechen, Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.


