Wahnsinn, Richard

Wahnsinn um Richard Prince: Warum diese Bilder Millionen kosten – und das Netz ausrastet

10.02.2026 - 01:26:36

Apropriiierte Instagram-Posts, Cowboy-Fotos und heftige Skandale: Richard Prince ist Kunst-Hype, Millionen-Hammer und Shitstorm-Magnet in einem. Lohnt sich der Hype für dein Feed – und fürs Investment?

Alle reden über Richard Prince – aber ist das noch Kunst oder schon Troll-Level 100?

Ein Typ, der fremde Instagram-Posts abfotografiert, groß ausdruckt und für Millionen verkauft – und dafür von halbem Internet gehasst und vom Kunstmarkt geliebt wird. Klingt nach Meme, ist aber einer der einflussreichsten Künstler unserer Zeit.

Wenn du wissen willst, wie weit man mit Screenshots, Cowboys und Copyright-Stress kommen kann, dann ist Richard Prince dein Pflichtprogramm.

Das Netz staunt: Richard Prince auf TikTok & Co.

Online wird über ihn gestritten wie über kaum einen anderen: Genialer Spiegel unserer Social-Media-Welt – oder einfach nur dreister Ideen-Dieb? Seine Werke sehen aus wie dein Insta-Feed im XXL-Format, nur mit Museums- und Auktions-Upgrade.

Grell, direkt, oft trashig, immer ein bisschen unangenehm. Genau das macht seine Kunst so instagrammable – und so diskussionswürdig.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Richard Prince ist seit Jahrzehnten im Game – und hat es immer wieder geschafft, die Regeln neu zu schreiben. Hier die Key-Pieces, über die du mitreden musst:

  • "Cowboys" (Marlboro Cowboys)
    Prince wurde berühmt, weil er alte Marlboro-Werbeanzeigen mit ihren ikonischen Cowboys einfach neu abfotografiert hat. Keine Models gebucht, keine Wüste gesucht – nur ein Foto vom Foto. Das Ergebnis: eins der berühmtesten Beispiele für Appropriation Art. Die Bilder wirken wie perfekte Retro-Werbung, sind aber gleichzeitig eine harte Kritik an Männlichkeitsklischees, Konsum und Werbung. Und genau diese Cowboy-Motive gingen später für Millionenpreise über den Auktions-Tisch.
  • "Instagram Portraits" / "New Portraits"
    Hier wird es richtig toxisch: Prince hat öffentlich zugängliche Instagram-Bilder von Models, It-Girls, Künstler:innen und Influencer:innen genommen, einen eigenen Kommentar darunter gepostet, einen Screenshot gemacht und das Ganze in groß auf Leinwand gedruckt. Keine Erlaubnis, kein Vertrag, aber Verkaufszahlen wie bei Luxus-Immobilien. Besonders bekannt wurde das Bild der Künstlerin Emily Ratajkowski, die später das Motiv als NFT zurückerobern wollte. Diese Serie ist der Grund, warum viele sagen: "Das könnte mein kleiner Bruder auch" – und andere sagen: "Genau DAS ist unser Internet-Zeitalter in Reinform."
  • "Nurse Paintings"
    Klingt brav, ist aber maximal creepy: Prince hat alte Groschenroman-Cover von Krankenschwestern genommen, verfremdet, übermalt und zu großen, düsteren Gemälden gemacht. Maskierte Krankenschwestern, Horror-Ästhetik, sexy und bedrohlich zugleich. Diese Reihe war ein Mega-Erfolg auf dem Markt, hängt in Top-Sammlungen und ist ein Paradebeispiel dafür, wie Prince aus scheinbar billigem Trash-Content teure Blue-Chip-Kunst macht.

Immer das gleiche Muster: Er nimmt bestehende Bilder – Werbung, Buchcover, Social-Media-Posts – und dreht sie so, dass man plötzlich über Macht, Besitz, Copyright, Fame und unsere Bildkultur nachdenkt.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Wenn du dich fragst, ob Richard Prince eher Meme oder Investment ist: Der Markt hat längst entschieden. Er ist ein klarer Blue-Chip-Künstler.

Zu den heftigsten Rekordpreisen gehören:

  • Ein Cowboy-Motiv erzielte bei einer großen Auktion einen Preis im hohen zweistelligen Millionenbereich in US-Dollar – ein klassischer Millionen-Hammer und bis heute einer seiner Spitzenwerte.
  • Auch die "Nurse"-Gemälde wurden für mehrere Millionen pro Werk gehandelt und tauchen regelmäßig bei den großen Auktionshäusern auf.
  • Selbst die umstrittenen Instagram-Arbeiten wurden in Top-Galleries und auf Messen zu hohen sechs- bis siebenstelligen Summen angeboten und gehandelt.

Check für aktuelle Ergebnisse lohnt sich z.B. bei Auktionshäusern wie Christie's, Sotheby's oder auf Marktportalen wie Artnet – dort siehst du, wie stabil die Preise wirklich sind.

Kurzer History-Überblick für dein Hintergrundwissen:

  • Richard Prince stammt aus den USA und wurde mit seinen Foto-Appropriationen ab den späten 1970ern Teil der sogenannten Pictures Generation – einer Künstlergruppe, die sich intensiv mit Medienbildern beschäftigte.
  • In den 1980ern und 1990ern machte er vor allem mit den Cowboy-Fotos und seinen "Joke"-Bildern (Witze als Malerei) Karriere. Diese Mischung aus Humor, Zitat und Kritik machte ihn im Museumskontext groß.
  • Später kamen Serien wie die Nurse Paintings, die seinen Markt endgültig in die Oberliga katapultierten.
  • Mit der Instagram- und Social-Media-Appropriation ist er in der Gegenwart angekommen – und hat gezeigt, dass dieselben Copyright- und Besitzfragen aus der Werbewelt heute in unserem eigenen Feed weiterleben.

Fazit beim Value-Check: Wer Richard Prince kauft, kauft keine Deko, sondern einen Kunst-Hype mit Markenhistorie. Aber eben auch einen Künstler, der ständig für Skandale sorgt.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Blue-Chip heißt: Seine Werke tauchen regelmäßig in großen Museen, Biennalen und Mega-Galleries auf. Besonders präsent ist er bei der Top-Galerie Gagosian, die ihn seit Jahren vertritt.

Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die eindeutig und offiziell als laufende oder kommende Richard-Prince-Soloshow bestätigt sind. Viele seiner Werke hängen allerdings dauerhaft oder in Wechselausstellungen in internationalen Museen und Sammlungen.

Wenn du checken willst, wo du ihn als Nächstes sehen kannst, lohnt sich:

Tipp für dein Kultur-Wochenende: Schau in den Programmen großer Häuser in New York, London, Paris oder auch wichtiger Kunsthallen in Europa nach Gruppenausstellungen zu Themen wie Appropriation, Medienbildern oder Post-Internet-Art. Richard Prince ist da oft als Key-Name mit dabei.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du Kunst suchst, die nice aussieht, dein Insta-Game füttert und gleichzeitig zeigt, wie kaputt und faszinierend unsere Bildkultur ist, dann ist Richard Prince ein Must-See.

Ja, vieles sieht erst mal simpel aus: Screenshot, Cowboy-Foto, Buchcover. Aber die Wucht kommt daher, dass er dir dein eigenes Medienleben wie einen Spiegel vorhält – und daraus ein Millionenbusiness gemacht hat. Für viele ein Genialitäts-Move, für andere purer Diebstahl.

Für junge Sammler:innen heißt das:

  • Die großen Top-Werke sind längst in der Liga der Superreichen angekommen.
  • Editionen, kleinere Arbeiten, Drucke oder Bücher können ein Einstieg sein, wenn du sein Werk strategisch in deiner Sammlung platzieren willst.
  • Inhaltlich bist du mit Prince voll im Zeitgeist: Copyright-Fragen, Social-Media-Ego, Meme-Kultur – alles drin.

Unterm Strich: Der Hype ist unbequem, aber nicht leer. Wenn du Kunst willst, die Diskussionen auslöst und nicht nur Deko ist, führt an Richard Prince kaum ein Weg vorbei. Ob du ihn liebst oder hasst – ignorieren kannst du ihn nicht.

@ ad-hoc-news.de

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