Wahnsinn um El Anatsui: Warum seine glitzernden Wände Millionen kosten
25.01.2026 - 13:49:53Alle reden über diese Kunst – ist das genial oder kann das weg?
Meterhohe, schimmernde Wände aus alten Flaschenverschlüssen, die aussehen wie Goldregen – und im Auktionssaal knallen die Millionen-Hämmer. El Anatsui ist der Name, der gerade überall fällt, wenn es um spektakuläre Installationen und fette Rekordpreise geht.
Du stehst auf Kunst, die knallt, perfekt fürs Handy ist und gleichzeitig ein ernstes Statement liefert? Dann ist das hier dein nächster Must-See.
Das Netz staunt: El Anatsui auf TikTok & Co.
Diese Werke sind gemacht für den Social-Media-Schockmoment: Riesige, schimmernde Metallteppiche, die wie Gemälde aus der Ferne wirken – und aus der Nähe entdeckst du: Das sind weggeworfene Flaschenverschlüsse, Drähte, Metallteile. Recycling, aber in luxuriös.
Die Stoffwände wirken wie Königsmäntel, Flaggen oder digitale Glitches. Kurator:innen hängen sie wie Wasserfälle von Museumsdecken, Leute filmen sie in Slow-Mo, Licht reflektiert, alles flirrt. Kein Wunder, dass Clips dazu im Netz als viraler Hit durchlaufen.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
In den Kommentaren schwankt alles zwischen "Mindblowing", "Könnte auch im Luxus-Hotel hängen" und natürlich dem Klassiker: "Das kann doch ein Kind". Spoiler: Kann es nicht.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei El Anatsui mitreden willst, solltest du ein paar Key-Pieces kennen. Hier die wichtigsten Werke und Momente, die den Kunst-Hype gezündet haben:
- "Dusasa"-Reihe – Die frühen großen Metall-Installationen, mit denen er international durch die Decke ging. Ein Mix aus "Stoff" und "Metall", der aussieht wie ein königlicher Umhang für eine ganze Nation. Meist aus tausenden zusammengenähten Flaschenverschlüssen.
- Große Wandarbeiten in Top-Museen – Seine meterlangen Metallvorhänge hingen und hängen in den wichtigsten Häusern der Welt – von großen US-Museen bis zu Institutionen in Afrika und Europa. Die Teile werden oft direkt auf die Architektur zugeschnitten: hoch, weit, dramatisch. Ideal für dieses "Ich steh davor und fühl mich mini"-Foto.
- Spektakuläre Museumsshows & Biennale-Auftritte – El Anatsui war bei den wichtigsten Ausstellungen der Gegenwartskunst vertreten. Seine riesigen Fassaden- und Hallen-Installationen zählen zu den meistfotografierten Spots solcher Events. Jedes Mal: Menschenmengen, offene Münder, Kameras oben.
"Skandal" im klassischen Sinn? Kein Blut, keine verbotenen Symbole. Aber für manche Sammler:innen ist es schon ein Schock, wenn Schrottmaterial plötzlich für siebenstellige Summen weggeht. Genau da liegt die Sprengkraft: Wert, Müll, Luxus – alles verschmilzt.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Bei El Anatsui reden wir nicht mehr über "Geheimtipp", sondern über Blue-Chip-Kunst. Auktionshäuser wie Christie's und Sotheby's feiern ihn längst als einen der wichtigsten zeitgenössischen Künstler aus Afrika – und die Preise spiegeln das.
Recherchen über öffentliche Auktionsergebnisse zeigen: Seine großen Metallwerke erzielen mehrere Millionen US-Dollar pro Stück. Einzelne Arbeiten haben bei internationalen Auktionen Rekordmarken im oberen siebenstelligen Bereich erreicht. Damit spielt er in einer Liga mit den ganz großen Namen der Gegenwartskunst.
Wichtig: Es geht vor allem um die großformatigen, ikonischen Metallhängelandschaften mit dieser typischen Stoff-Optik. Kleinere Arbeiten und Drucke liegen deutlich niedriger, aber auch hier sind die Preise in den letzten Jahren massiv angezogen.
Was macht ihn für Sammler:innen so attraktiv?
- Einzigartige Bildsprache – Diese Mischung aus Textil-Illusion, Glanz und politischem Unterton gibt es so nur einmal.
- Museale Präsenz – Seine Werke hängen in vielen der wichtigsten Sammlungen der Welt. Das pusht das Vertrauen in die Langfristigkeit.
- Marke "El Anatsui"
– Der Name steht inzwischen für einen ganzen Trend: Kunst aus Recyclingmaterial, die trotzdem luxuriös wirkt. Sammler:innen lieben das Narrativ.
Der Background macht den Investment-Case noch spannender: El Anatsui, geboren in Ghana, hat lange in Nigeria gelebt und gearbeitet und gilt als Pionier der zeitgenössischen afrikanischen Kunst. Sein Durchbruch kam, als Kurator:innen seine frühen Holzarbeiten und später die monumentalen Metallwerke aufgroßen Plattformen zeigten.
Seitdem hagelt es Preise, Ehrungen und Retrospektiven. Viele sehen in ihm einen Künstler, der Kunstgeschichte umschreibt: weg vom westlich zentrierten Blick, hin zu einer globalen Perspektive, in der afrikanische Positionen die Bühne dominieren.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst die Metallteppiche nicht nur durch den Handybildschirm erleben, sondern einmal wirklich davor stehen? Gute Idee. Die Werke wirken in echt noch wuchtiger, weil du das Gewicht, die Oberflächenstruktur und dieses leichte Rascheln im Raum spürst.
Aktuell laufende oder kommende Ausstellungen ändern sich ständig – Museen und Galerien aktualisieren ihre Programme fortlaufend. In den öffentlich zugänglichen Infos sind momentan keine konkreten neuen Ausstellungstermine eindeutig bestätigt. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich sicher nennen lassen, ohne zu spekulieren.
Wenn du checken willst, was als nächstes ansteht, lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Seiten:
- Offizielle Website des Künstlers – Hier findest du Hintergrundinfos, Projekte und teils Hinweise auf aktuelle Shows.
- Galerie Jack Shainman – Eine der wichtigsten Adressen für seine Arbeiten; hier tauchen News zu Ausstellungen, Messen und neuen Werken auf.
Tipp: Viele Museen zeigen seine Installationen längerfristig in Sammlungspräsentationen, auch wenn sie nicht groß als "Sonderausstellung" beworben sind. Es lohnt sich, in den Sammlungs-Highlights großer Häuser nach seinem Namen zu suchen.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Also, was bleibt, wenn der Insta-Glitzer weg ist? Sehr viel.
El Anatsui kombiniert radikal einfaches Material (leer, billig, weggeworfen) mit einer ästhetischen Wucht, die eigentlich in Paläste, Kathedralen und Mega-Museen gehört. Seine Werke schreien nicht, sie fluten den Raum. Und sie tragen eine Geschichte in sich: Kolonialismus, Handel, Konsum, Globalisierung – aber ohne moralischen Zeigefinger, eher wie ein hypnotischer Teppich aus Symbolen.
Für dich als Kunstfan bedeutet das:
- Zum Anschauen: Absolutes Must-See, wenn du auf immersive, großformatige Kunst stehst.
- Für Social Media: Extrem instagrammable – diese Werke sind gemacht für Reels, Carousels und "Wait for it"-Clips.
- Als Investment: Ganz klar Blue-Chip, aber weit weg von "Schnäppchen". Hier geht es im Top-Segment um siebenstellige Summen.
Ob dich am Ende der Kunst-Hype oder die Story dahinter mehr kickt, musst du selbst entscheiden. Aber eins ist sicher: Wenn der nächste Millionen-Hammer fällt und wieder ein schimmernder Metallvorhang die Schlagzeilen dominiert, weißt du jetzt genau, warum alle so ausrasten.


