Volksbanken-Kunden, Visier

Volksbanken-Kunden im Visier gefährlicher Phishing-Welle

22.01.2026 - 23:17:12

Eine neue, professionelle Phishing-Kampagne zielt gezielt auf Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken ab. Die Verbraucherzentrale warnt vor täuschend echten E-Mails, die unter dem Vorwand eines Sicherheitsupdates Zugangsdaten abgreifen wollen.

Eine neue, hochprofessionelle Phishing-Welle zielt derzeit gezielt auf Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken ab. Die Verbraucherzentrale warnte heute eindringlich vor den täuschend echten Betrugs-E-Mails, die unter dem Vorwand einer Sicherheitsaktualisierung an sensible Zugangsdaten gelangen wollen.

Die perfide Masche: Dringlichkeit als Köder

Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck. In E-Mails mit Betreffzeilen wie “Volksbank Kundenservice.” behaupten sie, die Bank führe eine dringende Sicherheitsaktualisierung durch. Um eine angebliche Kontosperrung zu vermeiden, sollen Kunden über einen Link eine “Kontoüberprüfung” durchführen.

Dieser Link führt jedoch nicht zur echten Bank-Website, sondern auf eine täuschend echt nachgebaute Phishing-Seite. Dort eingegebene Daten wie VR-NetKey, PIN und TANs landen direkt bei den Kriminellen. Mit diesen Informationen erlangen sie vollen Zugriff auf das Konto.

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Das Ziel: Schnelles Geld und Identitätsdiebstahl

Das primäre Ziel ist die Kontoplünderung. Mit den gestohlenen Daten können die Täter sofort Überweisungen tätigen oder Daueraufträge ändern. Doch das Risiko geht weiter:

  • Die Daten werden oft für Identitätsdiebstahl genutzt, um im Namen des Opfers weitere Straftaten zu begehen.
  • Schadhafte Anhänge in den Mails können Malware auf dem Gerät installieren, die es komplett ausspioniert.

So erkennen und schützen Sie sich

Banken und Verbraucherschützer betonen eine klare Regel: Seriöse Institute fordern Kunden niemals per E-Mail oder SMS auf, über einen Link sensible Daten einzugeben. Solche Aufforderungen sind immer ein Betrugsversuch.

Typische Warnsignale einer Phishing-Mail sind:
* Unpersönliche Anreden wie “Sehr geehrte Damen und Herren”
* Drohungen mit Kontosperrungen oder anderen negativen Konsequenzen
* Druck zur sofortigen Handlung
* Fehlerhafte Absenderadressen oder Rechtschreibfehler

Der sicherste Weg ins Online-Banking führt immer über die manuelle Eingabe der Bank-URL im Browser oder die offizielle Banking-App.

Immer professioneller: Die Evolution der Betrüger

Die aktuelle Welle zeigt, wie sehr sich Cyberkriminelle professionalisieren. Die Phishing-Seiten sind optisch kaum noch von den Originalportalen zu unterscheiden. Die Täter nutzen stets neue Vorwände – ob angebliche Gesetzesänderungen, neue TAN-Verfahren oder eben Sicherheitsupdates – und spielen damit geschickt das Bedürfnis der Kunden nach Schutz aus.

Was tun im Ernstfall?

Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte sie sofort löschen – ohne auf Links oder Anhänge zu klicken. Bei Unsicherheit gilt: Direkt bei der Bank über die offiziellen Kanäle nachfragen.

Sollten Sie bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben haben, ist schnelles Handeln entscheidend:
1. Sperren Sie umgehend Ihren Online-Banking-Zugang.
2. Lassen Sie alle betroffenen Karten (girocard, Kreditkarte) sperren.
3. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

In der digitalen Welt bleibt eine gesunde Skepsis der beste Schutz.

@ boerse-global.de