US-Behörden, Betrugswellen

US-Behörden warnen vor neuen Betrugswellen mit gefälschten Amtspersonen

29.01.2026 - 07:13:12

US-Behörden warnen vor professionellen Betrugsmaschen, bei denen sich Täter als DEA-Agenten ausgeben oder Firmen mit gefälschten Dokumenten um Geld bringen. Die Methoden sind raffinierter denn je.

Bundes- und Landesbehörden in den USA schlagen Alarm: Eine neue Welle hochprofessioneller Betrugsmaschen zielt darauf ab, Privatpersonen und Unternehmen durch gefälschte Amtspersonen um Geld zu bringen. Zwei besonders verbreitete Methoden sind Drohanrufe angeblicher Drogenfahnder und betrügerische Schreiben an Firmen.

Diese Scams nutzen die Autorität staatlicher Stellen aus, um ein falsches Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen. Die Betrüger setzen auf fortgeschrittenes Caller-ID-Spoofing und täuschend echte Dokumente, die selbst aufmerksame Opfer in die Irre führen können. Die finanziellen Schäden und das Risiko von Identitätsdiebstahl sind erheblich.

Die DEA-Masche: Drohanrufe gegen Ärzte und Privatleute

Besonders aggressiv gehen Betrüger vor, die sich als Agenten der Drug Enforcement Administration (DEA) ausgeben. Ihre unaufgeforderten Anrufe richten sich gezielt an Mediziner wie Ärzte und Apotheker, aber auch an Privatpersonen. Mit scharfer Stimme drohen sie mit sofortiger Verhaftung, Strafverfolgung oder dem Entzug der Berufslizenz wegen angeblicher Verstöße gegen Drogengesetze.

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Viele Unternehmen und Privatpersonen unterschätzen, wie raffiniert Regierungs-Imitatoren heute vorgehen. CEO-Fraud, Caller-ID-Spoofing und gefälschte Dokumente führen regelmäßig zu hohen finanziellen Verlusten – oft per Geschenkkarten, Überweisungen oder Kryptowährung. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in vier klaren Schritten, welche psychologischen Tricks Betrüger nutzen, welche Sofortmaßnahmen helfen und wie Sie Ihre Mitarbeiter dauerhaft sensibilisieren. Ideal für Sicherheitsverantwortliche und Entscheider. Jetzt Anti-Phishing-Paket herunterladen

Um glaubwürdig zu wirken, nennen sie oft echte Namen von Beamten und erfundene Dienstnummern. Durch Caller-ID-Spoofing erscheint der Anruf tatsächlich mit der Nummer einer Behörde. Den Opfern wird erzählt, ihr Name sei mit Drogenfunden verknüpft, und sie müssten sofort Tausende Dollar an „Strafen“ zahlen – per Überweisung, Geschenkkarten oder Kryptowährung.

Die echte DEA betont: Ihre Mitarbeiter fordern niemals per Telefon Geld oder sensible Daten an. Offizielle Mitteilungen erfolgen persönlich oder per Brief. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und den Vorfall beim FBI Internet Crime Complaint Center (IC3) melden.

Firmen im Visier: Betrügerische „Existenzbescheinigungen“

Parallel dazu erhalten Unternehmen täuschend echte Schreiben, die zur Zahlung für eine „Certificate of Existence“ oder „Certificate of Status“ auffordern. Die Briefe suggerieren fälschlich, das Dokument sei zwingend erforderlich, um die Unternehmensführung aufrechtzuerhalten oder Kredite zu erhalten.

Zwar ist eine solche Bescheinigung ein legitimes Dokument, das vom Secretary of State ausgestellt wird. Die betrügerischen Schreiben stammen jedoch von privaten Unternehmen ohne jeden Regierungsbezug. In einem bekannten Fall aus dem Jahr 2021 forderten Betrüger 87,25 Dollar für eine Bescheinigung, die beim Staat nur 10 Dollar kostete. Die täuschend echte Aufmachung verleitet viele Firmen zur Zahlung.

Unternehmer sollten jede derartige Aufforderung genau prüfen. Behörden kommunizieren direkt und nutzen keine Drittanbieter für Pflichteinreichungen. Vor einer Zahlung sollte man die Notwendigkeit und den Absender direkt beim zuständigen Secretary of State überprüfen.

Das Spiel mit Angst und Dringlichkeit

Der Erfolg dieser Betrugsmaschen beruht auf psychologischer Manipulation. Die Täter erzeugen Hochdruck, indem sie sofortiges Handeln verlangen und bei Verzögerung mit drastischen Konsequenzen drohen. Diese künstliche Dringlichkeit soll verhindern, dass das Opfer kritisch nachdenkt oder die Identität des Anrufers überprüft.

Ein weiteres Schlüsselelement ist die Forderung nach Zahlung über unkonventionelle, nicht rückverfolgbare Methoden. Keine seriöse Behörde verlangt je Zahlungen in Kryptowährung, per Geschenkkarte oder Payment-App. Diese Kanäle sind für Betrüger ideal, weil sie kaum nachzuverfolgen sind. Oft besitzen die Täter bereits persönliche Daten des Opfers, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Warum die Maschen immer noch funktionieren

Regierungsimpersonation-Betrug bleibt effektiv, weil er das grundlegende Vertrauen in und die Angst vor staatlicher Autorität ausnutzt. Indem sie sich als Vertreter mächtiger Behörten wie DEA, IRS oder FBI ausgeben, können Kriminelle ihre Opfer einschüchtern. Moderne Technologie unterstützt sie dabei – neben Caller-ID-Spoofing auch ausgefeilte Phishing-E-Mails mit unsichtbaren Zeichen, die Sicherheitsfilter umgehen.

Die Federal Trade Commission (FTC) bekämpft diesen Betrug mit Nachdruck. 2026 will die Behörde ihre Durchsetzungsmaßnahmen gegen Unternehmen und Personen, die Behörden oder legitime Firmen imitieren, weiter priorisieren. Der Kampf erfordert sowohl Strafverfolgung als auch öffentliche Aufklärung.

„Slam the Scam“: Aufklärung als beste Verteidigung

Die wirksamste Waffe gegen Betrug bleibt die Aufklärung der Öffentlichkeit. Die Social Security Administration und ihr Inspector General führen daher am 5. März 2026, im Rahmen der National Consumer Protection Week, den jährlichen „Slam the Scam“-Tag durch. Die Initiative soll Menschen befähigen, Betrugsversuche zu erkennen und zu melden.

Experten raten zu einer grundsätzlich skeptischen Haltung gegenüber unaufgeforderten Kontaktaufnahmen angeblicher Amtspersonen. Entscheidend ist, die Identität unabhängig zu überprüfen: Die offizielle Telefonnummer der behaupteten Behörde selbst heraussuchen und dort direkt anrufen. Niemals die Kontaktdaten verwenden, die der potenzielle Betrüger liefert.

Für Privatpersonen und Unternehmen gilt:
* Behörden kontaktieren selten per Telefon oder E-Mail, um persönliche Daten oder sofortige Zahlung zu verlangen.
* Kein legitimer Beamter droht mit Verhaftung bei Nichtzahlung per Geschenkkarte, Überweisung oder Kryptowährung.
* Offizielle Korrespondenz ist die primäre Kontaktmethode der meisten Behörden.

Verdächtige Vorfälle sollten umgehend der Federal Trade Commission unter ReportFraud.ftc.gov und dem FBI Internet Crime Complaint Center unter www.ic3.gov gemeldet werden. Jede Meldung hilft den Behörden, Betrugsoperationen aufzuspüren und andere zu schützen.

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