US-Banken starten nationale Offensive gegen Online-Betrug
04.02.2026 - 23:43:12Die US-Bankenbranche schlägt Alarm und fordert ein gemeinsames Vorgehen gegen die Betrugsflut. Mit einem neuen Medienzentrum und einem Aktionsplan drängt sie Tech-Konzerne in die Pflicht.
Washington D.C. – Angesichts explodierender Schäden durch Online-Betrug startet der mächtige Bankenverband Bank Policy Institute (BPI) eine nationale Gegenoffensive. Am heutigen Mittwoch stellte er die interaktive Plattform „U.S. Against Fraud“ und einen detaillierten Präventionsleitfaden vor. Die Botschaft ist klar: Die Bekämpfung der Kriminalität darf nicht länger allein bei den Banken liegen.
Die Zahlen sind alarmierend. Laut BPI-Daten hat bereits jeder fünfte US-Amerikaner Geld durch einen Online-Betrug verloren. Die gemeldeten Schäden durch Internetkriminalität beliefen sich 2024 auf rund 16,6 Milliarden US-Dollar. Verbraucherbetrug verursachte im selben Jahr Schäden von 12,5 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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Neue Plattform soll Verbraucher sensibilisieren
Das Herzstück der Initiative ist das Medienzentrum „U.S. Against Fraud“. Es will die Bedrohung greifbar machen: Mit persönlichen Betrugsgeschichten und einer interaktiven Karte, die die Hotspots der Kriminalität in den USA zeigt. „Wir müssen das Bewusstsein schärfen und die Wachsamkeit erhöhen“, so die Strategie des Verbands.
Der parallel veröffentlichte „Fraud and Scam Prevention Playbook“ richtet sich vor allem an politische Entscheidungsträger. Er skizziert fünf konkrete Maßnahmen, um Betrug an der Quelle zu bekämpfen. Eine zentrale Forderung: Soziale Medien und Telekommunikationsunternehmen müssen endlich eine aktivere Rolle übernehmen und verhindern, dass Kriminelle ihre Dienste missbrauchen.
Social Media als Haupt-Einfallstor
Die Analyse des BPI zeigt ein klares Bild: Der Großteil der Betrugsfälle hat seinen Ursprung auf Social-Media-Plattformen oder in betrügerischen Anrufen und SMS. Im Jahr 2024 gingen allein über soziale Medien gemeldete Verluste in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar ein. Eine Mitgliederbefragung ergab, dass bei Betrug über den Zahlungsdienst Zelle im Spätjahr 2024 52 Prozent der Vorfälle über soziale Medien eingeleitet wurden.
„Wir müssen dies als nationale Priorität behandeln“, fordert BPI-Präsident Greg Baer. Zwar gehe das Justizministerium gegen ausländische Betrugszentren vor, doch es brauche auch innenpolitische Lösungen. Baer vergleicht die aktuelle Situation der Banken mit einem „Hau-den-Maulwurf“-Spiel. Er drängt auf gesetzgeberisches Handeln, das Tech- und Telekom-Konzerne zur Mitverantwortung zieht.
Internationale Vorbilder und politischer Rückenwind
Der Vorstoß des BPI fällt in eine Zeit, in der der politische Druck wächst. Erst am heutigen Tag wurde im Kongress der parteiübergreifende „SCAM Act“ eingebracht, der gegen betrügerische Werbung und Banken-Imitationen auf Social Media vorgehen will. Ende 2025 hatte die US-Regierung zudem eine spezielle Taskforce gegen kryptobasierten Betrug ins Leben gerufen.
Internationale Beispiele zeigen, dass ein koordinierter Ansatz wirkt. Das BPI verweist auf Erfolge in Großbritannien und Australien, wo klare gesetzliche Pflichten für alle beteiligten Sektoren zu einem deutlichen Rückgang der Betrugsschäden führten. Der Verband fordert eine ähnliche, ressortübergreifende Strategie für die USA.
Die Zukunft des Kampfes gegen Betrug wird davon abhängen, ob Politik und Tech-Industrie den Forderungen der Banken folgen. Für Verbraucher bietet das neue Medienzentrum zumindest eine wertvolle Ressource, um sich in einer zunehmend bedrohlichen digitalen Welt zu wappnen. Die Dringlichkeit für eine vereinte Strategie war wohl nie größer.
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