Unitree Robotics korrigiert Marktdaten und beansprucht Führungsposition
02.02.2026 - 05:40:12Chinas Unitree Robotics hat deutlich mehr humanoide Roboter ausgeliefert als bisher angenommen. Mit über 5.500 verkauften Einheiten im Jahr 2025 stellt das Unternehmen die bisherige Marktanalyse infrage und überholt seinen größten Rivalen.
Die offizielle Klarstellung vom 22. Januar 2026 widerspricht früheren Berichten von Forschungsfirmen wie Omdia. Diese hatten Unitree mit etwa 4.200 Auslieferungen nur auf Platz zwei hinter AgiBot (ca. 5.168 Einheiten) gesehen. Die nun genannte Zahl von über 5.500 verkauften zweibeinigen Robotern würde Unitree an die Spitze setzen. Die Gesamtproduktion lag 2025 sogar bei über 6.500 Einheiten.
Deutlicher Abstand zu westlicher Konkurrenz
Die neuen Zahlen unterstreichen die massive Produktionsskalierung in China. Unitrees Auslieferungen übertreffen die geschätzten 150 Einheiten von US-Konzernen wie Tesla, Figure AI und Agility Robotics um ein Vielfaches. Damit könnte das Unternehmen aus Hangzhou fast ein Drittel des globalen Humanoid-Marktes für sich beanspruchen, der 2025 auf 13.000 bis 18.000 Einheiten geschätzt wird.
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Unitree betont, dass es sich ausschließlich um „reine humanoide Roboter“ handelt. Diese Abgrenzung zu einfacheren, geräderten Modellen anderer Hersteller soll einen klaren Benchmark für technologische Leistungsfähigkeit setzen. Die Branche bewegt sich damit schneller als erwartet von der Forschungs- in die Kommerzialisierungsphase.
IPO-Wettlauf befeuert Marktführerschafts-Debatte
Das Timing der Korrektur ist strategisch. Sowohl Unitree als auch AgiBot planen Berichten zufolge für 2026 einen Börsengang. Der Titel des Marktführers wird für Investorenvertrauen und Bewertungen entscheidend sein. In China konkurrieren mittlerweile über 150 Start-ups um Anteile am Humanoid-Markt – nachweisbare Auslieferungszahlen werden zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal.
Unitree setzt auf Sichtbarkeit: Auftritte bei Großevents wie der CCTV-Frühlingsgala und der agile G1-Roboter haben die Marke international bekannt gemacht. Die Kombination aus öffentlicher Präsenz und zugänglichen Preisen für einige Modelle treibt die Nachfrage über Forschungslabore hinaus in frühe kommerzielle Anwendungen.
Wohin steuert der Humanoid-Markt?
Nach den ersten Volumen-Meilensteinen verlagert sich der Wettbewerbsfokus. Künftig wird es weniger um reine Stückzahlen gehen, sondern um nachweisbaren wirtschaftlichen Nutzen. Die Software-Ökosysteme, Entwickler-Communities und der Einsatz in Industrie, Handel und Haushalten rücken in den Vordergrund.
Die Langzeitprognosen bleiben optimistisch. Institutionen wie Goldman Sachs rechnen bis 2035 mit einem globalen Marktvolumen in zweistelliger Milliardenhöhe. Unitrees jüngste Ankündigung unterstreicht die Rolle des Unternehmens als Wachstumstreiber und setzt eine neue Messlatte für die Produktionsskalierung. Das Zeitalter des kommerziellen Humanoid-Roboters hat damit deutlich Fahrt aufgenommen.
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