Alterung, Gehirns

Übergewicht beschleunigt die Alterung des Gehirns

15.01.2026 - 23:56:12

Neue Forschungsergebnisse belegen, dass Adipositas und Stoffwechselstörungen das Demenzrisiko steigern. Eine Gewichtsreduktion kann jedoch das biologische Gehirnalter senken und die kognitive Funktion verbessern.

Adipositas als Hauptrisikofaktor für Demenz

Experten schätzen, dass fast die Hälfte aller Demenzfälle durch die Kontrolle von Risikofaktoren wie Fettleibigkeit verhindert oder verzögert werden könnte. Besonders Übergewicht im mittleren Lebensalter kristallisiert sich als modifizierbarer Schlüsselfaktor heraus. Dieser Zusammenhang stellt einen Paradigmenwechsel dar und rückt präventive Lebensstilmaßnahmen in den Fokus.

Wie schadet Bauchfett dem Gehirn?

Der Mechanismus ist komplex, aber eine zentrale Rolle spielt die Insulinresistenz. Dabei sprechen Körper- und Gehirnzellen nicht mehr effektiv auf das Hormon Insulin an. Dieser Zustand – manche Forscher nennen ihn “Typ-3-Diabetes” – stört die Energieversorgung der Nervenzellen und begünstigt schädliche Proteinablagerungen.

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Zudem löst Adipositas chronische Entzündungen aus. Diese können die Blut-Hirn-Schranke beeinträchtigen und Entzündungsprozesse im Gehirn selbst anfachen. MRT-Studien belegen: Bei übergewichtigen Personen sind strukturelle Veränderungen sichtbar, die auf eine beschleunigte Hirnalterung hindeuten.

Abnehmen verjüngt das Gehirn

Die positive Botschaft: Der Prozess ist umkehrbar. Eine Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigt, dass Gewichtsverlust das biologische Gehirnalter senken kann. Forscher verglichen dabei per MRT und maschinellem Lernen das vorhergesagte mit dem chronologischen Alter.

  • Eine Reduktion des Körpergewichts führte zu einer Annäherung beider Werte.
  • Dies ging mit besserer kognitiver Funktion einher, besonders bei psychomotorischer Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit.

Der Effekt wird auf verbesserte Insulinsensitivität und gesunkene Entzündungswerte zurückgeführt. Der Stoffwechsel normalisiert sich – und das Gehirn profitiert direkt.

So schützen Sie Ihr Gehirn

Die Erkenntnisse unterstreichen die Macht der Prävention. Im Zentrum steht eine Kombination aus drei Säulen:

  1. Ernährung: Eine an die mediterrane Küche angelehnte Ernährung, reich an Gemüse, Fisch und gesunden Fetten, kann das Risiko für Stoffwechselstörungen und Alzheimer reduzieren.
  2. Bewegung: Körperliche Aktivität hilft beim Gewichtsmanagement und fördert direkt die Gehirngesundheit. Sie verbessert die Durchblutung, regt die Bildung neuer Nervenzellen an und erhöht neuroprotektive Substanzen. Kombinierte Programme aus Ausdauer und Kraft sind besonders effektiv.
  3. Geistige Stimulation: Anregende Tätigkeiten halten das Gehirn fit.

Die Forschung sucht derweil nach Biomarkern, um eine Insulinresistenz des Gehirns frühzeitig zu erkennen. So könnten Risikopersonen identifiziert werden, lange bevor Symptome auftreten. Die Botschaft ist klar: Was gut für Herz und Stoffwechsel ist, schützt auch unser wichtigstes Organ.

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