UBTech, Chinas

UBTech: Chinas humanoide Roboter sichern Grenzen

01.02.2026 - 18:32:12

China integriert menschengroße Roboter von UBTech im Grenzverkehr. Der Einsatz markiert den Praxistest für eine breite Nutzung in öffentlicher Infrastruktur und unterstreicht die nationale Robotik-Strategie.

China setzt humanoide Roboter erstmals im großen Stil an seinen Grenzübergängen ein. Ein Millionenauftrag für den Hersteller UBTech markiert den Sprung der Technologie aus dem Labor in den öffentlichen Raum – und unterstreicht Pekings Führungsanspruch in der Robotik.

Vom Testlauf zur Vollintegration

Im Fokus steht ein Vertrag über 34 Millionen Euro, den UBTech Ende 2025 sicherte. Am Grenzübergang Fangchenggang zu Vietnam kommt nun eine Flotte der Walker S2-Modelle zum Einsatz. Es handelt sich nicht um einen Test, sondern um eine vollwertige Integration in den Sicherheits- und Servicebetrieb.

Die zweibeinigen Roboter übernehmen vielfältige Aufgaben: Sie lenken den Passagierstrom, weisen Reisenden den Weg, patrouillieren in den Korridoren und unterstützen sogar bei Logistik und Warenkontrollen. Der Walker S2 ist ein industriegetaugliches, menschengroßes Gerät, das für menschliche Umgebungen konstruiert ist.

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Ein Schlüsselfeature für den 24/7-Einsatz ist die autonome Batteriewechsel-Funktion. In etwa drei Minuten tauscht der Roboter sein entladenes Energiemodul selbstständig aus. So kann er nahezu durchgehend im Einsatz bleiben – ein klarer Vorteil gegenüber ermüdungsanfälligem Personal.

Nationale Strategie für Robotik-Führerschaft

Der Grenzeinsatz ist nur ein Teil einer viel größeren, staatlich gelenkten Initiative. China hat humanoide Roboter zur Schlüsselindustrie für künftiges Wachstum erklärt. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie treibt den Aufbau eines umfassenden Innovationssystems voran.

Diese Unterstützung hat einen hoch kompetitiven Heimatmarkt geschaffen. Chinesische Anbieter dominieren die frühe Phase der Industrie. Laut Counterpoint Research wurden 2025 global etwa 16.000 humanoide Roboter installiert – über 80 Prozent davon in China.

UBTech ist mit gut fünf Prozent Weltmarktanteil zwar ein bedeutender Player, rangiert aber global nur auf Platz drei. Der lokale Wettbewerb ist intensiv. Mehrere Roboterfirmen wie Unitree Robotics und MagicLab buhlen bei Großevents wie dem Frühlingsfest-Gala um Aufmerksamkeit, um ihr technologisches Können zu demonstrieren.

Blaupause für Flughäfen und Bahnhöfe

Die Integration in die Grenzkontrolle dient als entscheidender Praxistest für den Einsatz in regulierter öffentlicher Infrastruktur. Die Mischung aus Kundenservice, Überwachung und logistischer Unterstützung durch die Walker S2-Roboter ließe sich direkt auf andere Verkehrsknotenpunkte übertragen.

Analysten gehen davon aus: Bewährt sich der Einsatz in Fangchenggang, könnten bald ähnliche Systeme an Flughäfen, Seehäfen und großen Bahnhöfen im ganzen Land folgen. Der Einsatz zur Reisendenführung deutet zudem auf eine breitere Adoption im Tourismus- und Gastgewerbesektor hin.

Roboter tauchen bereits an verschiedenen Touristenattraktionen auf, um Informationen zu geben, zu unterhalten oder sogar Wanderer auf anspruchsvollem Gelände zu unterstützen. Dies spiegelt den nationalen Push wider, „KI plus Konsum“ zu integrieren und das Kulturtourismus-Erlebnis zu modernisieren.

Für UBTech ist der Grenzvertrag ein großer Schritt in einem aggressiven Expansionsplan. Das Unternehmen will bis Ende 2026 5.000 Einheiten bauen und die Produktion 2027 auf 10.000 Stück hochskalieren. Mit steigender Produktion und sinkenden Kosten werden humanoide Roboter an Grenzen, in Fabriken und im Service zu einem immer gewöhnlicheren Bild in Chinas Technologielandschaft werden.

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