TrusTyfy GmbH: BaFin warnt vor Abzocke nach Anlagebetrug
23.01.2026 - 22:23:12Die Finanzaufsicht BaFin warnt eindringlich vor dem Unternehmen TrusTyfy Deutschland GmbH & Co. KG. Die Firma soll Opfer von Investmentbetrug mit unseriösen Rückholversprechen ködern und so erneut schröpfen. Ein klassischer Fall von „Betrug nach dem Betrug“.
Berlin, 23. Januar 2026 – Das Geschäftsmodell ist perfide: Die BaFin warnt vor der TrusTyfy Deutschland GmbH & Co. KG. Das Unternehmen kontaktiert laut der Behörde Menschen, die bereits Geld in betrügerischen Online-Anlagen verloren haben. Es verspricht, die verlorenen Gelder zurückzuholen – gegen eine Vorauszahlung. Ein typisches Muster für sogenannte Recovery Scams, die verzweifelte Opfer ein zweites Mal ausnehmen.
Gefälschte Zertifikate und illegale Geschäfte
Besonders dreist: TrusTyfy soll mit einer gefälschten BaFin-Bescheinigung operieren, um Seriosität vorzutäuschen. Die Aufsicht stellt klar: Das Dokument ist unecht, das Unternehmen unterliegt keinerlei behördlicher Aufsicht. Zudem habe TrusTyfy keine Erlaubnis für angebotene Krypto-Dienstleistungen. Die angegebene Adresse in Tübingen dient offenbar nur als Fassade für illegale Aktivitäten.
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„Die Verwendung unseres Namens für betrügerische Zwecke ist ein schwerwiegender Verstoß“, so die BaFin. Die öffentliche Warnung soll verhindern, dass weitere Verbraucher auf das Angebot hereinfallen. Die Behörde rät dringend, jeden Anbieter vorher in ihrem offiziellen Unternehmensregister zu prüfen. TrusTyfy steht dort nicht.
Wie der zweifache Betrug funktioniert
Das Schema ist einfach und effektiv. Die Täter nutzen Listen mit Kontaktdaten von Personen, die bereits Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind. Diese sind oft verzweifelt und besonders anfällig für vermeintliche Rettungsangebote.
TrusTyfy verspricht, die verlorenen Investitionen aufzuspüren und zurückzuholen. Als Gegenleistung wird eine Gebühr im Voraus verlangt. Nach der Zahlung verschwindet das Unternehmen meist – und mit ihm jede Hoffnung auf eine Rückerstattung. Das Opfer verliert so ein zweites Mal Geld.
Immer mehr digitale Betrugsmaschen
Die Warnung vor TrusTyfy ist kein Einzelfall. Sie reiht sich ein in eine Serie von BaFin-Hinweisen zu unseriösen Trading-Plattformen, Krypto-Angeboten und Identitätsdiebstahl. Recovery Scams sind eine häufige Zweitstufe im Ökosystem der Finanzkriminalität.
Experten beobachten, dass Betrugsopfer oft von mehreren angeblichen Rückholfirmen kontaktiert werden. Dies deute auf gut organisierte kriminelle Netzwerke hin. Die psychologische Falle schnappt zu, weil das Versprechen von Hilfe in einer ausweglos erscheinenden Situation verfängt.
So schützen Sie sich vor Betrug
Die BaFin appelliert an die Wachsamkeit der Verbraucher. Seien Sie äußerst skeptisch bei unaufgeforderten Angebote, verlorenes Geld zurückzuholen – erst recht, wenn Vorauszahlungen verlangt werden. Prüfen Sie stets die Erlaubnis des Anbieters im BaFin-Unternehmensregister.
Melden Sie verdächtige Aktivitäten der Aufsicht. Diese Informationen sind entscheidend, um frühzeitig vor neuen Betrugsmaschen warnen zu können. In einer Zeit, in der digitale Betrüger immer raffinierter vorgehen, bleibt eine informierte und misstrauische Öffentlichkeit die beste Verteidigung. Versprechen einer garantierten Rückholung sollten mit derselben Skepsis betrachtet werden wie schnelle Reichtumsversprechen.
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