Trumps, Handelskrieg

Trumps Handelskrieg trifft die USA am härtesten

24.01.2026 - 15:03:12

Donald Trumps Zolloffensive wird zum Eigentor für die USA. Das zeigt eine neue Analyse ein Jahr nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus. Während Europa spürbare Einbußen verzeichnet, leiden die USA selbst am stärksten unter der „America First“-Politik.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und Daten österreichischer Forscher belegen: Die aggressiven Zollmauern belasten die amerikanische Konjunktur massiver als die der europäischen Handelspartner. Vor allem die US-Verbraucher zahlen die Zeche.

Der durchschnittliche Importzollsatz der USA liegt laut IW-Bericht bei historisch hohen 14,4 Prozent. Das Versprechen, Arbeitsplätze zurückzuholen, erfüllt sich nicht. Stattdessen gerät die US-Wirtschaft unter Druck.

  • Das US-Bruttoinlandsprodukt könnte durch die Maßnahmen um bis zu 1,69 Prozent schrumpfen.
  • Die EU kommt laut Prognosen mit einem Rückgang von nur 0,22 bis 0,33 Prozent vergleichsweise glimpflich davon.

Der Grund: Amerikanische Firmen sind stark auf importierte Vorleistungen angewiesen. Die Zölle wirken wie eine Steuererhöhung. Die gestiegenen Kosten geben sie an die Verbraucher weiter – und heizen die Inflation an. Experten sprechen von einer „selbstinduzierten Teuerung“, die die Kaufkraft aushöhlt.

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Österreichs Exporte leiden unter Absatzrückgängen

Auch Österreich spürt die Abkühlung des transatlantischen Handels. Die eng mit Deutschland verzahnte Wirtschaft rechnet mit Exportrückgängen in die USA.

Besonders betroffen sind Schlüsselindustrien:
* Fahrzeugbau (als Zulieferer für deutsche Autobauer)
* Maschinen- und Metallerzeugung
* Pharmazeutische Erzeugnisse

Für die heimische Fahrzeugindustrie stehen Umsatzrückgänge in Millionenhöhe im Raum. Langfristig droht eine Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA, um die Zollschranken zu umgehen – was den Industriestandort Österreich schwächen würde.

Fragiler „Turnberry-Deal“ bringt keine Sicherheit

Im Juli 2025 einigten sich Brüssel und Washington im sogenannten „Turnberry-Deal“ auf einen pauschalen Zollsatz von 15 Prozent für EU-Exporte. Dies sollte schlimmere Maßnahmen verhindern.

Doch die Hoffnung auf Planungssicherheit trog. Die US-Administration nutzt Handelspolitik weiter als geopolitischen Hebel. Berichte über neue Sonderzölle sorgen für Unruhe. Das IW warnt: Die USA lassen die regelbasierte Weltordnung erodieren. Marktzugänge sind nicht mehr garantiert, sondern werden politisch verhandelt.

Gebot der Stunde: Neue Märkte erschließen

Angesichts der verhärteten Fronten wird eine Strategieänderung für Europa unausweichlich. Die einseitige Abhängigkeit vom US-Markt wird zum Risiko.

  • Den asiatischen Raum (jenseits von China)
  • Südamerika
  • Kanada (CETA-Abkommen als Blaupause)

Für die kommenden Monate erwarten Analysten keine Entspannung. Die negativen Effekte zeigen sich nun auch in US-Daten. Ob das zu einem Einlenken Washingtons führt, ist offen. Sicher ist laut Analyse nur eines: In diesem Handelskrieg scheinen die USA ironischerweise auf dem besten Weg zu sein, den größten Schaden davonzutragen.

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