Tirols Wirtschaft startet 2026 mit moderatem Aufschwung
30.01.2026 - 23:52:12Die Tiroler Wirtschaft zeigt erste Anzeichen der Stabilisierung. Führende Institute prognostizieren für 2026 ein reales Wachstum von rund 1,5 Prozent. Damit könnte die jüngste Phase der Unsicherheit enden.
Tourismus treibt an, Bauwirtschaft bleibt schwächelnd
Die Erholung verläuft jedoch ungleich. Während der Tourismus und der IT-Sektor von stabiler Nachfrage profitieren, kämpfen andere Branchen.
- Tourismus & IT: Sie gelten als aktuelle Wachstumsmotoren.
- Bauwirtschaft: Hohe Zinsen bremsen Investitionen massiv.
- Industrie: Schwache Nachfrage und sinkende Produktionserwartungen belasten die Betriebe.
Diese Kluft zwischen den Branchen ist eine der größten Herausforderungen für einen breiten Aufschwung.
Hohe Kosten bremsen Investitionen aus
Warum zögern die Unternehmen trotz besserer Stimmung? Die Belastungen sind weiterhin hoch. Laut Wirtschaftskammer dienen aktuell 62 Prozent der Investitionen nur noch der Erhaltung des Bestehenden, nicht der Expansion.
Personalmangel ist für viele Tiroler Betriebe längst kein Randproblem mehr – sechs von zehn Mittelständlern sehen ihn als größtes Wachstumsrisiko. Ein strukturierter Personalbedarfsplan hilft, Personallücken aufzuspüren, Zuwanderung und Recruiting realistisch zu bewerten und Fehlbesetzungen zu vermeiden. Das kostenlose E-Book bietet Schritt-für-Schritt-Methoden, Checklisten und Excel-Vorlagen speziell für Industrie, Tourismus und Bau. Jetzt Personalbedarfsplanung kostenlos herunterladen
Die größten Hürden für die Wettbewerabsfähigkeit sind:
* Hohe Arbeitskosten (für 78% der Betriebe ein Problem)
* Bürokratischer Aufwand (66%)
* Hohe Energie- und Finanzierungskosten
Wirtschaftsvertreter fordern daher gezielte politische Maßnahmen zum Bürokratieabbau.
Rekordbeschäftigung trifft auf Fachkräftelücke
Der Arbeitsmarkt zeigt ein zwiespältiges Bild. Einerseits erreichte die Beschäftigung 2025 einen Höchststand. Andererseits stieg die Arbeitslosenquote auf etwa 4,5 Prozent.
Die drängendste Frage bleibt: Woher kommen die Fachkräfte? Sechs von zehn mittelständischen Unternehmen in Österreich sehen im Personalmangel das größte Wachstumsrisiko. Besonders betroffen sind Industrie, Tourismus und Bau. Die Zuwanderung wird damit zum Schlüsselfaktor für den Standort.
Kann die Erholung nachhaltig werden?
Für 2026 zeichnet sich ein fragiler Neustart ab. Die Stimmung in den Unternehmen hat sich aufgehellt, auch wenn Skepsis vorherrscht. Ob aus der moderaten Erholung ein nachhaltiger Aufschwung wird, hängt von zwei Faktoren ab:
- Der weiteren geopolitischen Entwicklung.
- Erfolgreichen Reformen vor Ort – vor allem bei Bürokratie, Energiekosten und Fachkräftesicherung.


