The North Face Nuptse: Warum diese Jacke im Winter 2025 überall auftaucht – und du sie wahrscheinlich auch willst
31.12.2025 - 22:35:29Du kennst das: Draußen eisiger Wind, drinnen volle Heizkosten-Panik. Dick einpacken ohne wie ein Michelin-Männchen auszusehen? The North Face Nuptse ist genau deshalb zur Kultjacke geworden – zwischen Alpen-Hütte, U-Bahn und TikTok-Feed. Aber ist der Hype wirklich verdient?
Wenn der Winter dich erwischt, während du so tust, als hättest du alles im Griff
Es ist einer dieser Tage: Nieselregen, Wind, knapp über null Grad. Du stehst an der Haltestelle, Handy in der Hand, Hände eigentlich schon viel zu kalt. Dein Pulli ist zu dünn, dein Mantel saugt sich mit Feuchtigkeit voll und dieser "Übergangsparka" fühlt sich plötzlich nach Übergang in eine Erkältung an.
Innen frierst du. Außen willst du trotzdem halbwegs gut aussehen. Und irgendwo dazwischen tobt der Kampf zwischen Funktion und Style: Die eine Jacke ist warm, aber unförmig. Die andere sieht gut aus, hält aber maximal bis zur Tür des Cafés.
Genau aus dieser Spannung heraus ist in den letzten Jahren ein Modephänomen explodiert: eine Jacke, die du genauso auf dem Berg wie in Berlin-Mitte, Zürich-West oder im 7. Bezirk in Wien siehst. Auf TikTok, Instagram, auf dem Schulhof, beim Dogwalk und in der Schlange vor dem Club.
Die Frage ist nicht mehr: Was ziehe ich an? Sondern: Warum tragen plötzlich alle dieselbe aufgeblasene, kantige Daunenjacke?
Die Lösung mit Kultstatus: The North Face Nuptse
Willkommen in der Welt der The North Face Nuptse-Kollektion. Ursprünglich Anfang der 90er für Hochgebirgseinsätze entwickelt, ist die Nuptse längst mehr als nur eine Outdoor-Jacke. Sie ist Streetwear-Ikone, Kälteschutzschild und Fashion-Statement in einem.
Der Name kommt übrigens vom Nuptse-Gipfel neben dem Mount Everest – und genau so wurde sie gedacht: maximal warm, maximal robust. Heute findest du sie auf der offiziellen The-North-Face-Seite in zig Varianten: klassische Nuptse Daunenjacken, -Modelle, lange Parkas, Gilets (Westen) und sogar Lightweight-Varianten mit recycelten Materialien. Laut Herstellerangaben setzen die aktuellen Modelle verstärkt auf recycelte Daune und recycelte Außenmaterialien sowie auf eine wasserabweisende DWR-Beschichtung.
Die Grundidee ist aber immer dieselbe: kompakte, dicke Steppkammern, hochwertiges Füllmaterial, kurzer kastiger Schnitt und ein Look, den man auf 100 Meter erkennt.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Warum greifen so viele genau zur Nuptse und nicht zu irgendeiner anderen Daunenjacke? Ein Blick in Foren, Reddit-Threads und YouTube-Reviews zeichnet ein klares Bild: Die Nuptse ist nicht perfekt – aber sie trifft einen Nerv, den viele andere verfehlen.
- Wärme, die du wirklich spürst: Nutzer berichten immer wieder, dass sie die Nuptse anziehen und wenige Minuten später merken: "Okay, das ist eine andere Liga." Die dicke Kammerkonstruktion hält Luft als Isolationsschicht, die hochwertige Daunen- oder Synthetikfüllung (je nach Modell) speichert Körperwärme – perfekt für nasskalte Tage in der Stadt oder Trips in die Berge.
- Ikonischer 90s-Look: Der kastige Schnitt, die breiten Kammern, der kontrastfarbene Schulterbereich – viele feiern genau diesen Retro-Vibe. In Reviews wird häufig gesagt: "Sie sieht einfach nach Nuptse aus – nichts anderes." Das macht sie zum Lieblingsstück für Fashion-Fans.
- Robuste Materialien: Das Außenmaterial ist laut The North Face oft ein ripstop-basiertes, recyceltes Nylon mit PFC-freier DWR-Imprägnierung. Heißt für dich: leichter Regen perlt ab, die Jacke steckt Alltag und Rucksackriemen gut weg und wirkt weniger empfindlich als viele "Fashion-Daunen".
- Stowable & praktisch: Viele Nuptse-Modelle lassen sich in einer eigenen Tasche oder in einer Seitentasche verstauen. Perfekt für Reisen, Städtetrips oder Hüttentouren, wenn du sie schnell im Rucksack verschwinden lassen willst.
- Nachhaltiger als frühere Generationen: In den aktuellen Serien nutzt The North Face vermehrt recycelte Materialien und RDS-zertifizierte Daune (Responsible Down Standard). Das wird in vielen neueren Reviews positiv hervorgehoben – vor allem im Vergleich zu No-Name-Daunenjacken.
- Unisex-Appeal: Die Nuptse wirkt bewusst androgyner: Kastig, kurz, deutlich sichtbar. Das lieben viele, weil sie sich mühelos in unterschiedliche Styles integrieren lässt – von Techwear bis Y2K.
Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: Nutzer auf Reddit und in YouTube-Kommentaren erwähnen immer wieder, dass die Jacke nicht komplett wasserdicht ist (sie ist wasserabweisend, kein Regenponcho) und dass die Passform sehr boxy ist. Schlanke, lange Figuren müssen beim Sizing genauer hinschauen, und wer etwas Figurbetonteres will, greift teils zu Alternativen.
Auf einen Blick: Die Fakten
Die exakten Specs variieren je nach Modell (z.B. 1996 Retro Nuptse, Nuptse Parka, Nuptse Vest). Typische Kernmerkmale, wie sie auf der offiziellen The-North-Face-Seite immer wieder auftauchen, sehen so aus:
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Hohe Daunenfüllkraft (z.B. 700 cuin, RDS-zertifiziert, je nach Modell) | Schnell spürbare Wärme bei geringem Gewicht – ideal für kalte Stadtwinter und Wochenend-Trips. |
| Recyceltes Ripstop-Außenmaterial mit DWR-Imprägnierung | Schützt vor leichtem Regen und Schnee, ohne sich sofort vollzusaugen – und ist gleichzeitig widerstandsfähig im Alltag. |
| Kastiger, kurzer 90s-Schnitt | Mehr Bewegungsfreiheit, layerfreundlich über Hoodies, gleichzeitig ein markanter Streetwear-Look. |
| Verstellbare Kapuze bzw. hoher Kragen (modellabhängig) | Schirmt Hals und Kopf ab, wenn der Wind dir ins Gesicht peitscht – ohne Schal-Overkill. |
| In sich selbst verstaubar (Pack-Tasche) | Perfekt für Reisen und Pendeln: Jacke klein verstauen, wenn du sie gerade nicht brauchst. |
| Innen- und Außentaschen mit Reißverschluss | Sichere Aufbewahrung für Smartphone, AirPods, Schlüssel & Co., ohne dass dir etwas herausfällt. |
| Hoher Wiedererkennungswert & breite Farbauswahl | Du kannst deinen Stil ausleben – von dezentem Schwarz bis zu knalligen Retro-Farben. |
Das sagen Nutzer und Experten
Scrollst du durch Reddit-Threads und YouTube-Reviews zur The North Face Nuptse, entstehen ein paar wiederkehrende Muster:
- Der Wow-Moment beim ersten Tragen: Viele berichten, dass sie anfangs skeptisch waren („Nur Hype?“) – und nach den ersten wirklich kalten Tagen überrascht feststellen, wie warm die Jacke hält. Besonders gelobt wird, dass sie auch bei Temperaturen knapp unter null in der Stadt oft noch ohne dicken Layer darunter auskommt.
- Komplimente-Magnet: Auffällig viele Nutzer erzählen, dass Freunde, Kolleg:innen oder Fremde sie auf die Jacke ansprechen. Gerade die Retro-Modelle in auffälligen Farben scheinen ein echter Icebreaker zu sein – ironischerweise bei Eiswetter.
- Verarbeitungsqualität: Nähte, Reißverschlüsse, Material – insgesamt wird die Qualität meist als hoch eingeschätzt. Klar, es gibt Einzelfälle mit Mängeln (das bleibt bei Massenprodukten nie aus), aber der Tenor: "Man merkt, dass es kein Billigteil ist."
- Preis-Diskussion: Ja, die Nuptse liegt preislich eher im oberen Mittelfeld bis Premium-Segment. Das wird gerade auf Reddit heiß diskutiert. Viele Käufer kommen aber nach einer Saison zu dem Fazit: "Teuer – aber ich trage sie ständig, also hat es sich gelohnt."
- Wettergrenzen: Kritikpunkt: Bei starkem Regen oder längerem Aufenthalt im nassen Schneeregen stoßen viele Modelle an Grenzen, weil sie eben nicht als vollwertige Hardshell konzipiert sind. Die Lösung vieler Pros: Nuptse + leichte Regenhülle, wenn’s richtig zur Sache geht.
Spannend: In Mode- und Streetwear-Blogs wird die Nuptse oft als "Brücke zwischen Performance und Lifestyle" beschrieben. Sie sitzt genau in der Nische, in der funktionale Outdoor-Brand auf urbane Ästhetik trifft – und das kommt gerade in der D-A-CH-Region extrem gut an.
Alternativen vs. The North Face Nuptse
Natürlich gibt es Alternativen: Patagonia, Arc’teryx, Columbia, Moncler und diverse Streetwear-Brands bringen ihre eigenen Daunen- oder Kunstfaserjacken auf den Markt. Warum bleibt die Nuptse trotzdem so präsent?
- Gegenüber reinen Fashion-Daunen: Viele Trendjacken aus dem Fast-Fashion-Segment sehen ähnlich aufgeplustert aus, nutzen aber günstigere Füllungen und dünnere Stoffe. Die Folge: weniger Wärme, schnellere Abnutzung. Hier punktet die Nuptse mit Outdoor-Erbe und technischer Erfahrung.
- Gegenüber High-End-Outdoor-Marken: Marken wie Arc’teryx sind technisch teils noch extremer – aber oft deutlich teurer und optisch stärker auf Performance getrimmt. Die Nuptse ist zugänglicher im Preis (je nach Modell) und wirkt weniger "Expedition, aber ich geh nur einkaufen".
- Im Vergleich zu minimalistischen Parkas: Schlichte Woll- oder Funktionsmäntel sind elegant, aber selten so warm bei gleichem Gewicht. Außerdem fehlt ihnen oft der Casual-Faktor, den du für Uni, Office und Freizeit willst.
- Preis-Leistungs-Sweetspot: Im Alltag liest man oft: "Es ist viel Geld, aber ich hatte noch nie eine Jacke, die ich so oft trage." Der Cost-per-Wear ist damit für viele Nutzer am Ende erstaunlich niedrig.
Und während manch andere Jacke nach einer Saison wieder "out" ist, hat die Nuptse seit den 90ern mehrere Trendwellen überlebt. Das spricht für eine gewisse zeitlose Coolness – und macht sie gerade in Zeiten von bewussterem Konsum spannender als schnelllebige Hype-Pieces.
Der Konzern dahinter: Wer baut dieses Kultteil?
Hinter The North Face steht der amerikanische Konzern VF Corp. (ISIN: US9182041080), zu dem auch Marken wie Vans und Timberland gehören. Das ist relevant, weil es zeigt: Hier wirkt kein kleines Start-up, sondern ein globaler Player mit jahrzehntelanger Erfahrung in Outdoor- und Lifestyle-Produkten. Genau diese Mischung aus technischer Entwicklungs-Power und Marken-Know-how siehst du der Nuptse an – von der Materialwahl bis zum ikonischen Branding.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Wenn du eine Jacke suchst, die du nicht nur diesem Winter, sondern voraussichtlich viele Winter tragen wirst, gehört die The North Face Nuptse definitiv auf deine Shortlist. Sie ist warm, ohne dich zu überladen, robust, ohne klobig zu wirken, und auffällig, ohne schreiend zu sein – je nach gewählter Farbe.
Sie ist nicht die perfekte Jacke für jede Situation: Für tagelangen Dauerregen brauchst du eine echte Hardshell darüber, und wer eine supertaillierte, elegante Silhouette sucht, wird mit dem boxy Fit vielleicht nicht glücklich. Aber wenn du:
- im Winter viel zu Fuß, mit dem Rad oder in der Bahn unterwegs bist,
- eine Jacke willst, die wirklich warm hält,
- einen Look suchst, der zwischen Berg und Großstadt funktioniert,
- und bereit bist, für Qualität und Markenheritage etwas mehr zu investieren,
dann ist die Nuptse eine dieser Anschaffungen, an die du dich später erinnerst mit: "Warum habe ich mir das nicht schon früher gegönnt?"
Die eigentliche Frage ist also nicht, ob sie den Hype verdient – sondern: Bist du bereit, diesen Winter zum letzten Mal zu frieren?


